Presseinformation
Presseinformation Nr. 168 vom 23. November 2010
Innovative Bildgebung speziell für die Medizin
Optical Imaging Workshop am 25. und 26. November 2010 in Göttingen im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes.

(umg) Intelligente bildgebende Verfahren, die krankheitsrelevante Vorgänge auf zellulärer Ebene wie im lebenden Organismus darstellen, stehen im Mittelpunkt eines internationalen Experten-Treffens. Es findet zum zweiten Mal im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes in Göttingen statt. Der 2. Optical Imaging Workshop befasst sich diesmal vor allem mit der Bandbreite von Bildgebungsverfahren, mit denen sich biologische Prozesse und strukturelle Veränderungen bei Erkrankungen der Lunge darstellen lassen. Experten aus Europa tauschen sich darüber aus. Organisiert hat den internationalen Workshop Prof. Dr. Frauke Alves aus der Abteilung Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen, und dem Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin zusammen mit Dr. Jeannine Missbach-Güntner und Christian Dullin aus der Abteilung Diagnostische Radiologie an der Universitätsmedizin Göttingen sowie mit Prof. Dr. Walter Stühmer vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. Veranstaltungsort ist das Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in der Hermann-Rein-Straße 3.
2. Optical Imaging Workshop
Donnerstag, 25. November 2010, 8:45 bis 17:30 Uhr
Freitag, 26. November 2010, 8:55 bis 16:15 Uhr
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Herrmann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen
Bei dem Workshop werden neue mikroskopische Techniken wie die Nano-, Atomic-force- und Zwei-Photonen-Mikroskopie vorgestellt, mit denen unter anderem Zellbewegungen beobachtet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nicht-invasiven, also schonenden bildgebenden Methoden. Mit solchen Methoden lassen sich biologische Vorgänge im Organismus darstellen. Dazu gehört die Fluoreszenzbildgebung in Kombination mit neuen Sonden, die kleinste Nanopartikel oder Antikörper enthalten, wie auch die "Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT)" in Verbindung mit radioaktiv-markierten Sonden. Themen sind zudem neue Entwicklungen in der hochauflösenden Computertomographie und in der Magnetresonanztomographie, die darauf abzielen, morphologische Veränderungen in der Lunge sichtbar zu machen. Während des Workshops diskutieren die Experten intensiv die Vor- und Nachteile der einzelnen bildgebenden Verfahren zur Darstellung von Entzündungsreaktionen und anatomischen Veränderungen der Lunge. Experten aus Deutschland, Israel, Italien, Schweiz, Spanien, den Niederlanden und Großbritannien stellen die verschiedenen Techniken vor.
Das Forum nutzen Physiker, Chemiker, Biologen, Mediziner und Informatiker. Sie alle wollen sich über neue Entwicklungen in der Bildgebung informieren und sich interdisziplinär austauschen. Zudem werden auf dem Workshop wissenschaftliche Zusammenarbeiten gefestigt oder neu etabliert. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die Klinik zu bringen, wo sie unmittelbar den Patienten nutzen, ist ein besonderes Anliegen der Organisatoren. Bereits seit Jahren kooperieren die Arbeitsgruppen von Prof. Alves und Prof. Stühmer eng, um dieses Ziel in der onkologischen Forschung zu erreichen.
Der "Optical Imaging Workshop" wird unterstützt im Rahmen eines von der EU an der UMG geförderten Projektes "P3AGI - Public Private Partnership for Asthma and Genomics" innerhalb des 7ten Rahmenprogrammes (Marie Curie Industry-Academia Partnerships and Pathways) und vom italienischen Generalkonsulat in Hannover. Das P3AGI Projekt ermöglicht den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Techniken der Wissenschaftler: So arbeiten z. B. Mitarbeiter von Arbeitsgruppen an der UMG bei den beteiligten europäischen industriellen Partnern für einige Zeit vor Ort und umgekehrt (Homepage: http://www.p3agi.eu).
WEITERE INFOMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen , Abteilung Hämatologie/Onkologie
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Abteilung Molekulare Biologie Neuronaler Signale
Prof. Dr. Frauke Alves
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Goettingen
Telefon 0551/39-6991
falves@gwdg.de
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Abteilung Molekulare Biologie Neuronaler Signale
Prof. Dr. Walter Stühmer
Hermann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551/389-9646
e-mail:ws@em.mpg.de
© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de
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