Presseinformation

Presseinformation Nr. 013 vom 23. Januar 2009

Aktiv gegen chronischen Schmerz

Neue Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz der Universitätsmedizin Göttingen stellt sich vor. Erstes Göttinger Jahresauftaktsymposium zur Schmerztherapie am Mittwoch, 28. Januar 2009.


(umg) Nur nicht bewegen, wenn es ständig schmerzt! Genau das Gegenteil verordnen die Schmerzexperten der Universitätsmedizin Göttingen ihren Patienten. Sie tun dies schon seit rund zwanzig Jahren. Und das mit Erfolg. Ihre neuen und die bewährten Konzepte zur Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen stellen sie nun in einem Symposium am Mittwoch, 28. Januar 2009, ab 17:00 Uhr ihren niedergelassenen Kollegen vor und zur Diskussion. Der neue Leiter der Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz an der Universitätsmedizin Göttingen, Professor Dr. Michael Strumpf, wirbt für aktive Behandlungskonzepte bei chronischen Schmerzen, die den Körper und die Seele stärken. Als Hauptreferent spricht der bundesweit renommierte Schmerzexperte Dr. Bernhard Arnold, Chefarzt der Abteilung Schmerztherapie am Klinikum Dachau, über neue Versorgungsstrukturen für Patienten mit chronischen Schmerzen. Tagungsort ist das Göttinger Hotel Am Papenberg, Hermann-Rein-Straße 2.

Neue Konzepte in der Versorgung chronisch Schmerzkranker
Erstes Göttinger Jahresauftaktsymposium zur Schmerztherapie
Mittwoch, 28. Januar 2009, 17:00 bis 19:00 Uhr
Hotel Am Papenberg, Hermann-Rein-Straße 2, 37075 Göttingen

Die Veranstaltung ist von der Ärztekammer Niedersachsen mit zwei Fortbildungspunkten zertifiziert.

Themen des Symposiums sind die Fragen, die sich auch ein Patient mit chronischen Schmerzen stellt: Ambulante oder teilstationäre Behandlung? Wann profitiert ein Schmerzpatient von einer teilstationären Behandlungsform? Zu dieser Frage referiert Dr. Joachim Strube, Oberarzt in der Schmerz-Tagesklinik der UMG. Wann und wie helfen Medikamente? Dazu spricht Prof. Dr. Michael Strumpf, Leiter der Schmerz-Tagesklinik der UMG. Wann und wie bewegen? Diesen Aspekt beleuchtet Physiotherapeutin Dagmar Seeger. Was kann noch helfen? Über eine multimodale Behandlung, die mehrere Behandlungsmöglichkeiten kombiniert, informiert Prof. Dr. Michael Pfingsten, der leitende Psychologe in der Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz.

Den Teufelskreis der andauernden oder chronischen Schmerzen durchbrechen. Dabei hilft in der Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz der Universitätsmedizin Göttingen ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen. Dafür setzen sie auf aktive Formen der Behandlung von chronischem Schmerz. Jeder kann selbst etwas - oder auch viel - tun und wird auch psychologisch unterstützt. "Häufig wird Menschen mit chronischen Rückenschmerzen geraten, sich zu schonen und nicht zu belasten. Ständiges Vermeiden von körperlicher Anstrengung und Belastung kann aber wesentlich dazu beitragen, dass sich die Schmerzen verschlimmern", sagt Prof. Dr. Michael Strumpf, Leiter der Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz an der Universitätsmedizin Göttingen.

SCHMERZ-TAGESKLINIK UND -AMBULANZ AN DER UMG
Im Göttinger Behandlungsprogramm erfahren die Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, dass Aktivität und Belastung dem Rücken nicht schaden, sondern ihn langfristig stabilisieren und bessern. Das Behandlungsprogramm umfasst unter anderem: Informationen, psychologische Betreuung und Entspannungstraining, "Work-Hardening" (Alltags- und berufsbezogenes Training), Übungen zur Körperwahrnehmung und Spannungsregulation sowie Medikamenten und gezielten Injektionen. Die Behandlung umfasst sowohl  Gruppen- wie auch  individuelle Einzelsitzungen.
Seit 1990 haben an den Göttinger Programmen weit über 2000 Menschen teilgenommen.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität,
Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz
Prof. Dr. Michael Strumpf
Telefon: 0551 / 39-8263
E-Mail: v.dunkel@med.uni-goettingen.de



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