Presseinformation

Presseinformation Nr. 159 vom 07. Oktober 2011

Hoffnung für die Medizin: aktuelle und zukünftige Aspekte der Molekularen Bildgebung

Jahrestagung des Interdisziplinären Netzwerkes Molekulare Bildgebung (INMB) "MoBi11" vom 10. bis 12. Oktober 2011 in Göttingen, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, am Faßberg 11


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Molekulare Bildgebung bei
Menschen: Quantitative Fett-
bildgebung für die Bestimmung
der Leberverfettung MRT 1.5Tesla.
Bild: umg


(umg) Die "molekulare Bildgebung" gilt als großer Hoffnungsträger in der Medizin: Sie soll eine bildgebende Diagnostik ermöglichen, die hochgradig auf den individuellen Patienten zugeschnitten ist. Dabei soll die Trennung von Diagnostik und Behandlung zunehmend überwunden werden. Weltweit forschen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen gemeinsam mit Medizinern daran, neuartige intelligente bildgebende Verfahren zu entwickeln, mit denen sich krankheitsrelevante Vorgänge auf molekularer Ebene erkennen lassen. Und das sowohl in isolierten Zellen als auch in lebenden Organismen.

Einmal im Jahr treffen sich Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland zusammen mit jungen Nachwuchswissenschaftlern zu einem interdisziplinären Austausch über den Stand der Forschung und über zukünftige Entwicklungen in der molekularen Bildgebung. Das Jahrestreffen 2011 des "Interdisziplinären Netzwerkes Molekulare Bildgebung" (INMB) findet statt von Montag, 10. Oktober 2011, bis Mittwoch, 12. Oktober 2011 in Göttingen am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

Veranstalter der Jahrestagung ist die Abteilung Diagnostische Radiologie (Direktor: Prof. Dr. Joachim Lotz) der Universitätsmedizin Göttingen gemeinsam mit den Max-Planck-Instituten biophysikalische Chemie und Experimentelle Medizin. Das wissenschaftliche Programm haben Prof. Dr. Frauke Alves (Abteilung Hämatologie und Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen und Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin), Prof. Dr. Joachim Lotz und Dr. Jeannine Mißbach-Güntner (Abteilung Diagnostische Radiologie, Universitätsmedizin Göttingen) mit Unterstützung von Prof. Dr. Walter Stühmer (Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin) und Prof. Dr. Christian Griesinger (Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie) organisiert. Die Tagung wird unterstützt von der Deutschen Röntgengesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik e.V., der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V., der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie und der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE. Veranstaltungsort ist das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Am Faßberg 11.

Jahrestreffen 2011 des Interdisziplinären Netzwerkes Molekulare Bildgebung (INMB)
Montag, 10. Oktober 2011, 09:00 bis19:30 Uhr
Dienstag, 11. Oktober 2011, 09:00 bis 19:30 Uhr
Mittwoch, 12. Oktober 2011, 09:15 bis 13:00 Uhr
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Am Faßberg 11, 37077 Göttingen

"Wir erwarten, dass die molekulare Bildgebung die Lücke schließen kann zwischen der makroskopischen Bildgebung, der modernen Schnittbildgebung und den molekularen Zielen der Labordiagnostik", sagt Prof. Dr. Joachim Lotz, Direktor der Abteilung Diagnostische Radio-logie der UMG. "Zudem hoffen wir, mit hochspezifischen Sonden die traditionelle Trennung von Diagnostik und Therapie immer häufiger überwinden zu können.".

Auf dem Programm der dreitägigen Tagung stehen Vorträge über die Anwendungen der molekularen Bildgebung beispielsweise zur Diagnose und zur Überwachung von Therapien von Erkrankungen der unterschiedlichen Organe. Das Spektrum reicht von Erkrankungen des Herzens, des Gehirns bis zu den verschiedenen Formen von Krebs oder Entzündungsprozessen, vom Sauerstoffmangel (Hypoxie) bis zur Stammzell-Wanderung sowie -Differenzierung im lebenden Organismus. Vorgestellt werden außerdem innovative Mikroskopietechniken, neuartige molekulare Sonden und die Optimierung der Bildnachverarbeitung. Einige Vorträge sollen bewusst Grenzen der derzeitigen Diagnostik und Therapie in der Medizin aufzeigen oder aber ganz ungewöhnliche, hoch innovative Ansätze der Diagnostik vorstellen.

Der bisherige Erfolg der molekularen Bildgebung beruht auch auf der starken Interdisziplinari-tät der Forschenden: Physiker, Chemiker, Biologen, Mediziner und Informatiker arbeiten ver-netzt zusammen. Die Jahrestagung des "Netzwerks Molekulare Bildgebung" wendet sich besonders an junge Wissenschaftler. Sie haben die Gelegenheit in entspannter Atmosphäre ihre Ergebnisse zu präsentieren, erfahrene Wissenschaftler kennen zu lernen und sich an dem wissenschaftlichen Gedankenaustausch aktiv zu beteiligen. In einer"„Meet-The-Experts Veranstaltung" stellen sich anerkannte Experten den Fragen junger Nachwuchswissenschaftler und in einer Diskussionsrunde werden Möglichkeiten der Karriereplanung sowie der Drittmit-telwerbung vorgestellt.

Weitere Informationen zum Programm: www.mobi11.de
Weitere Informationen zur molekularen Bildgebung: www.molekulare-bildgebung.de

Die Jahrestagungen (MoBi) des Interdisziplinären Netzwerkes Molekulare Bildgebung (INMB) richten sich vor allem an junge Forscher/innen. Das INMB versteht sich als ein Zu-sammenschluss von Wissenschaftlern sowohl aus dem Gebiet der molekularen Bildgebung sowie aus angrenzenden Gebieten naturwissenschaftlicher und klinischer Disziplinen und assoziierter Technologien. Das INMB ist immer bestrebt, multidisziplinäre Aktivitäten zu initiie-ren und zu fördern. In diesem Zusammenhang spielt auch die gemeinsame Plattform für den Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Fachgesellschaften DEGRO (Deutsche Ge-sellschaft für Radioonkologie e.V.), DGBMT (Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE), DGMP (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik e.V.), DGN (Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.) und DRG (Deutsche Röntgengesellschaft) eine besondere Rolle.

WEITERE INFOMATIONEN:

Prof. Dr. Frauke Alves
Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung Hämatologie/Onkologie
Robert-Koch-Str. 40, 37075 GöttingenTelefon 0551 / 39-6991
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Abteilung Molekulare Biologie Neuronaler Signale
Hermann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551/ 3899-655
e-mail: falves@gwdg.de

Prof. Dr. Joachim Lotz
Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung Diagnostische Radiologie
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-8965
e-mail: joachim.lotz@med.uni-goettingen.de

Prof. Dr. Walter Stühmer
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin
Abteilung Molekulare Biologie Neuronaler Signale
Hermann-Rein-Straße 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 3899-646
e-mail: ws@em.mpg.de

Prof. Dr. Christian Griesinger
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Abt. NMR-basierte Strukturbiologie
Am Faßberg 11, 37077 Göttingen
Telefon 0551 / 201-2222
e-mail: cigr@nmr.mpibpc.mpg.de

 



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