Presseinformation
Presseinformation Nr. 003 vom 13. Januar 2010
Was tun, wenn Krebs ins Gehirn wandert? Symposium
Göttinger Neuroonkologisches Symposium 2010 mit neuesten Erkenntnissen zur zerebralen Metastasierung aus Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie.

(umg) Krebs-Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, trotzen offenbar modernsten Krebstherapiekonzepten und neuen Medikamenten wie Antikörpern und Kinase Inhibitoren. Sie können trotzdem bis ins Gehirn vordringen. Deshalb müssen sich Mediziner zunehmend häufiger mit der Frage auseinandersetzen, wie sie einer solchen "zerebralen Metastasierung" und anderen Spätkomplikationen begegnen.
Die Behandlungsmöglichkeiten bei zerebraler Metastasierung sind Thema des "Göttinger Neuroonkologischen Symposiums". Es findet statt am Samstag, den 16. Januar 2010, von 9:00 bis 14:00 Uhr im Hörsaal 55 des Universitätsklinikums Göttingen. Auf dem Programm stehen Vorträge zur Grundlagenforschung, zur Diagnostik und Behandlung bei zerebraler Metastasierung. Es referieren Krebs-Experten aus interdisziplinären Krebszentren (sog. Comprehensive Cancer Center (CCC)) in Dresden, Düsseldorf und Ulm sowie aus Göttingen. Die Themen sind neue wissenschaftliche Grundlagen, diagnostische Verfahren der Neuroradiologie und Neuropathologie sowie innovative interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten der Neurochirurgie und der Strahlentherapie sowie medikamentöse Systemtherapie. Veranstalter des Symposiums ist das Universitäts-Krebszentrum Göttingen (G-CCC), das die klinischen und wissenschaftlichen Aktivitäten in der Onkologie an der Universitätsmedizin Göttingen bündelt. Die Veranstaltung ist von der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen mit fünf Fortbildungspunkten zertifiziert.
"Wenn zerebrale Metatasen gehäuft auftreten, stellen sie uns vor schwierige Entscheidungen. Diese wollen wir in gemeinsamen Tumorboards des CCC diskutieren", sagt Prof. Dr. Lorenz Trümper, Direktor des Universitäts-Krebszentrum Göttingen (G-CCC) an der UMG. "Der Expertenaustausch während des Symposiums wird uns helfen, eigene Empfehlungen zur Behandlung von Patienten mit zerebraler Metastasierung zu formulieren." Eingebunden in die Diskussion sind deshalb die Abteilungen Neurologie, Neurochi¬rurgie, Neuropathologie, Neuroradiologie, Hämatologie und Onkologie sowie Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Göttingen.
Die "zerebrale Metastasierung" ist eine sehr ernste Komplikation vieler Krebserkrankungen: Mit monoklonalen Antikörpern und Kinase Inhibitatoren ist heute eine indiviualisierte Behandlung von soliden Tumoren möglich und weiter verbessert worden. Das Überleben der Patienten lässt sich damit verlängern. Doch parallel zu dieser positiven Entwicklung kommt es auch zu Spätkomplikationen. Dazu gehört die Fernmetastasierung in Organe wie das Gehirn. Insbesondere Patienten mit Brustkrebs oder Lungenkrebs haben danach ein Risiko, trotz modernster Behandlung des Krebses später an einer zerebralen Metastasierung zu erkranken. Eine mögliche Ursache dafür könnte die Besonderheit der Blut-Hirn-Schranke sein. Einige moderne Medikamente, die gegen Krebs zum Einsatz kommen, überwinden diese Schranke nicht - und können daher das Gehirn nicht vor dem Eindringen von Krebs-Tochterzellen schützen.
Das PROGRAMM des Symposiums lesen Sie unter: http://www.onkologie-haematologie.med.uni-goettingen.de/content/aktuelles/aktuelles_608.html
WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Universitäts-Krebszentrum Göttingen (G-CCC)
Direktor der Abteilung Hämatologie und Onkologie
Prof. Dr. Lorenz Trümper
Telefon 0551 / 39-8535, lorenz.truemper@med.uni-goettingen.de
© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de
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