Generalentwicklungsplanung (GEP)

Der Begriff Generalentwicklungsplanung (GEP) steht für einen Paradigmenwechsel an der UMG hinsichtlich eines strategisch ausgerichteten Infrastrukturmanagements im Jahre 2008. An Stelle kleinteiliger, durch akuten Bedarf bestimmter Bauertüchtigungen und einer Neubauplanung ohne Ausrichtung auf eine langfristige Perspektive, wurde die Forderung nach einer zukunftsorientierten Gesamtplanung für den Medizin-Campus gesetzt.

Die Generalentwicklungsplanung ist in drei große Blöcke gegliedert:

  1. Neubauplanungen
  2. Planung und Umsetzung der Nachnutzung des UBFT einschließlich des VER Gebäudes
  3. Nutzungs-/Nachnutzungs-/Sanierungs- und Migrationskonzepte für Altgebäude

In die GEP ist ebenfalls die Schnittstelle zur städtebaulichen Planung für das gesamte Nordgebiet der Universität Göttingen integriert. Die GEP soll die Vielzahl an notwenigen Maßnahmen zur Ertüchtigung oder Erneuerung von Infrastrukturen in einer zentralen Planung koordinieren, so dass die moderne und kosteneffiziente universitäre Hochleistungsmedizin am Standort der Universitätsmedizin Göttingen langfristig gesichert wird. Eine Umsetzung dieser GEP-Planungsziele wird bedeutende kurz-, mittel- und langfristige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten südniedersächsischen Raum geben.

Das GEP-Team wird in seiner Arbeit durch interne und externe Partner unterstützt. Ein entsprechendes Organigramm können Sie zeitnah unter den einzelnen Projekten abrufen.

Projekte der Generalentwicklungsplanung

Rahmenplanung - Bebauungsplan

Die UMG unterstützt die Stadt Göttingen in der Erarbeitung von Rahmenplanungszielen, deren Realisierung durch eine Aktualisierung der Bauleitplanung planungsrechtlich vorzubereiten und abzusichern ist. Gemeinsam mit der Firma Astoc, der Planungsgruppe Lange & Puche wird dabei in enger Abstimmung ein neuer Bebauungsplan für dieses Areal aufgestellt.

Krankenhausneubau: Baustufenplanung / Bauabschnitt 1A

An der Universitätsmedizin Göttingen ist in mehreren Baustufen ein Neubau der gesamten Klinik geplant. Dieses Vorhaben soll in aufeinanderfolgenden Baustufen realisiert werden, von denen die erste Baustufe in zwei Bauabschnitte unterteilt ist.

Ausgehend von der bereits weit vorangeschrittenen Planung für die erste Baustufe wurden verschiedene Teilungsvarianten auf Umsetzbarkeit unter Einhaltung des Kostenrahmens und der Eckpunkte des vorhandenen Raum- und Funktionsprogramms geprüft. Die daraus hervorgehende favorisierte Variante soll in einem Bauabschnitt 1A den südlichen Gebäudeteil mit Bettentrakt (624 Betten, Intensiv-, Intermediate Care - und Normalbetten), Ambulanzen (Herz- und Neurozentrum) und einem auf dem Gebäudedach befindlichen Hubschrauberlandeplatz realisieren. Diesem Bauabschnitt schließt sich ein Folgebauabschnitt 1B mit den Funktionsbereichen Zentral-OP, ambulanter OP, Zentrale Notaufnahme und Herzkatheter an.

Gebäude für das Institute for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) und das Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Göttingen

In der Von-Siebold-Straße entsteht der Bau eines Partnerinstituts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Instituts für Biostrukturelles Imaging bei Neurodegenerativen Erkrankungen (BIN). Es handelt sich dabei um Baumaßnahmen für zwei eigenständige Einrichtungen, die aus Synergiegründen in einem Baukörper realisiert werden. Durch die inhaltlich starke Verzahnung der Forschungsprogrammatik dieser beiden Institute werden somit Ressourcen gebündelt und fokussiert. Zudem sollen die Forschungsthemen auf eine schnelle und evaluierte Anwendung am Patienten ausgerichtet sein (translationale Forschung). Das Gebäude ist im Sommer 2016 an die Nutzer übergeben worden.

Gebäude für Forschungs-Magnetresonanztomographie (MRT) und klinisches MRT Neurologie

Am Standort Göttingen ist die Real-time MR-Tomographie in der Neuroradiologie eine wichtige Säule der transnationalen Forschung des Herzforschungsverbundes. Göttinger Forschergruppen haben sich durch ihre Forschungsergebnisse einen Vorsprung vor international konkurrierenden Arbeitsgruppen geschaffen. Die Unterbringung von weiteren erforderlichen Tomographen an der derzeitigen Lokalisation zwischen den beiden Bettenhäusern ist technisch nicht möglich und wäre auch konzeptionell auf Grund der Lage dieses Standortes im Baufeld der zweiten Baustufe des Klinikums nicht sinnvoll. Daher erfolgt der Neubau im Bereich der Ostpforte des Klinikums. Das Gebäude wurde in Modulbauweise errichtet und wie geplant im Sommer 2014 an die Nutzer übergeben.

Gebäude für das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Göttingen

Die Herz-Kreislaufforschung hat sich in Göttingen zu einem bedeutenden wissenschaftlichen Schwerpunkt der UMG entwickelt. Wegweisende Erfolge waren die Gründung des Göttinger Heart Research Center, die erfolgreiche Einwerbung eines Sonderforschungsbereiches und die erfolgreiche Bewerbung als Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Herzkreislauf-Forschung (DZHK). Im Rahmen der Bewerbung als Zentrumsstandort war die Finanzierung eines eigenen Gebäudes zugesagt worden. Für das geförderte Projekt stünden im UBFT keine ausreichenden Flächen zur Verfügung. Dieser wissenschaftliche Bau wird aus Eigenmitteln der UMG finanziert. Die Baufertigstellung ist für Anfang 2017 geplant.

Basisinfrastruktur - Entwässerung - Neubau eines Regenwasserkanals und Sanierung eines Schmutzwasserkanals

Das bisherige Entwässerungskonzept auf dem -in einer Senke liegenden - Gelände der UMG muss geändert werden, da das bisherige Rückhaltebecken im Baufeld des Krankenhausneubaus liegt. Nach gründlicher Prüfung von Alternativen wird eine Freispiegelentwässerung für Oberflächen- und Abwässer realisiert, da nur dieses Konzept eine weitere Bebaubarkeit des UMG Geländes ermöglicht.

Dabei wird das Oberflächenwasser über einen im Microtunnelingverfahren zu erstellenden Kanal zum Entwässerungssystem des Güterverkehrszentrums II am Bahnhof und das Abwasser durch einen alten, zu sanierenden Kanal der Stadt Göttingen abgeleitet. Nach Fertigstellung werden die bisher eingesetzten Pumpen und Druckleitungen außer Betrieb genommen und zurückgebaut.

Das Projekt wurde im Bereich Regenwasserkanal durch die UMG eigenständig durchgeführt. Der Regenwasserkanal kann im Jahr 2017 an die Göttinger Entsorgungsbetriebe übergeben werden. Das Projekt Schmutzwasserkanal wird durch die Göttinger Entsorgungsbetriebe ausgeführt. Hier ist mit der Fertigstellung vermutlich im Laufe des Jahres 2016 zu rechnen.

Ansprechpartner
Detlef Benezé
Leiter Generalentwicklungsplanung (GEP)
Telefon:
+49 (0) 551 39-22577
E-Mail:
detlef.beneze@med.uni-goettingen.de
Ort:
Robert-Koch-Straße 34, Raum 0.223
Betina Pietzek
GEP - Assistenz
Telefon:
+49 (0) 551 39-20577
E-Mail:
pietzek@med.uni-goettingen.de
Ort:
Robert-Koch-Straße 34, Raum 101