Ausnahmegenehmigung für bestimmte Berufsgruppen

Alle Personen, die nicht Mediziner, Tiermediziner oder Naturwissenschaftler mit abgeschlossener Berufsausbildung (mindestens Master-Abschluss) sind, dürfen in Tierversuchen keine Narkosen und operativen Eingriffe durchführen (TSchG., §9(1)).

Biologielaboranten dürfen Narkosen durchführen, wenn sie diese im Rahmen ihrer Ausbildung erlernt haben. Für operative Eingriffe ist für Biologielaboranten jedoch eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Es können von der Behörde jedoch Ausnahmegenehmigungen für Personen erteilt werden, die eine andere abgeschlossene Berufsausbildung haben und die sich die nötigen Fachkenntnisse angeeignet haben. Hierzu ist der Nachweis der Teilnahme an einem Versuchstierkundlichen Kurses sowie das Erlernen der relevanten Eingriffe und Behandlungen über eine Ausbildungsanzeige (Antrag auf Genehmigung eines Versuchsvorhabens/Anzeige) erforderlich.

Ein solcher Antrag wird mit dem Personenbogen mit den entsprechenden Nachweisen über die Berufsausbildung, einer Beschreibung der geplanten Tätigkeiten und einer Angabe über den derzeit vorliegenden Kenntnisstand gestellt. Das Formular finden Sie auf unserer Homepage unter Antragsformulare: "Personenbogen UND Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung".

Bitte tragen Sie unter Punkt 3 "Eingriffe und Behandlungen" klar und deutlich ein, welche Eingriffe genau vorgenommen werden sollen. (z. B. genaue Bezeichnung der OPs, bei Injektionen die Angabe, ob i.p.,  i.m. etc.). Ein separates Anschreiben ist nicht erforderlich.

Schicken Sie den ausgefüllten Personenbogen mit den Qualifikationsnachweisen zur Weiterleitung an das LAVES an das Tierschutzbüro.