Verpflichtungen nach erteilter Genehmigung bzw. abgegebener Mitteilung

Grundsätzlich ist in erster Linie der Versuchsleiter verantwortlich für die sachgemäße, tierschutzgerechte Durchführung seines gesamten experimentellen Vorhabens. Dies gilt insbesondere für die Erfüllung der Auflagen, die des öfteren zu dem Projekt von Seiten der Genehmigungsbehörde in der Genehmigungsurkunde festgelegt worden sind. Meist beziehen sich diese Auflagen auf eine intensivierte Beobachtung des Zustands der Tiere. Käfige mit behandelten Tieren müssen stets gekennzeichnet sein. Die notwendigen Informationen sind:

Als Vorlage bieten wir Ihnen als Download "Käfigkarten" an, die Sie benutzen können, aber nicht müssen.

Es ist selbstverständlich, dass über die Versuche Aufzeichnungen angefertigt werden. Hier geht es speziell um die Protokollierung von durchgeführten Operationen, Medikamentenapplikationen, Impfungen, u.ä. Eingriffen, die für den Tierschutz relevant sind und die deshalb in einem stets zugängigen Laborbuch vorliegen müssen. Der Bezug zur Käfigkennzeichnung muss gegeben sein, d.h. ein Vermerk, wer die Eingriffe durchführt, zu welchem Projekt die Tiere gehören. Die Bedeutung dieser Aufzeichnungspflicht kommt besonders dann zum Ausdruck, wenn sich bei den Tieren ein Zustand entwickelt, der die Frage des Versuchsabbruchs aufwirft! (siehe hierzu Frage der Abbruchkriterien im Versuchsantrag).

Änderungen im Versuchsprogramm

Häufig erweist sich ein zunächst geplantes und angemeldetes Vorgehen als nicht durchführbar, als ungeeignet oder wirkungslos. Die Frage ist dann, wie man sich verhalten soll. Wenn grundsätzliche Änderungen im Programm vorgenommen werden müssen, wie etwa die Anwendung eines neuen, invasiven operativen Verfahrens, das zu veränderter Tierbelastung führt, muss dies nachgemeldet werden. Sie müssen diesen Sachverhalt in einem formlosen Antrag darstellen und, auch für einen Nicht-Mediziner verständlich, erläutern, weshalb Sie das Programm ändern müssen und weshalb sich, ggf. in welchem Umfang die Tierbelastungen ändern werden.

Leiten Sie diesen Antrag bitte wieder direkt dem Tierschutzbüro (Marlis Seipke, Raum 01 C4.850, Tel. 7080, E-Mail: tierschutz@med.uni-goettingen.de) zu, von dem aus das Schreiben unmittelbar weitergeleitet wird. Je plausibler die Darstellung, desto weniger Rückfragen sind erforderlich.

Änderungen in der personellen Besetzung

Ein weiterer Punkt, der häufig eine Nachkorrektur erforderlich macht, ist ein Wechsel der beteiligten Personen. Wenn der Versuchsleiter oder sein Stellvertreter wechselt, muss dies umgehend der Oldenburger Behörde, wieder über den o.g. Dienstweg, angezeigt werden. Die Meldung sollte die Information enthalten, dass (a) der Betreffende die beruflichen Voraussetzungen hat und (b) über die notwendigen Fachkenntnisse verfügt.

In Hinblick auf weitere Personen, die neu in das Projekt aufgenommen werden und die  Eingriffe und/oder Behandlungen durchführen sollen, muss sichergestellt werden, dass ggf. eine Ausnahmegenehmigung vorliegt bzw. beantragt wird.

Tierzahlmeldung

Für jedes genehmigungspflichtige, anzeigepflichtige oder meldepflichtige Vorhaben gilt, dass zum Jahresabschluss die Zahl eingesetzter Tiere gemeldet werden muss.

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