Richtlinien für den Erlass von zwei Studiensemestern an der UMG

Sie wollen ein Promotionsprojekt an einen Doktoranden vergeben, der nicht an der UMG studiert hat?

Die Promotionsordnung schreibt vor (§6,4), dass ein Promovende der Medizinischen Fakultät mindestens zwei Semester Human- oder Zahnmedizin in Göttingen studiert haben - oder wenigstens ein Jahr an einer Klinik / einem Institut der UMG bzw eines ihrer akademischen Lehrkrankenhäuser beschäftigt gewesen sein muss, um zur Promotion zugelassen werden zu können. Von dieser Auflage kann sich der Promovend auf Antrag befreien lassen, die Entscheidung trifft der Dekan auf Empfehlung des Promotionsausschusses.

In der Regel soll den Anträgen stattgegeben werden:  
  1. bei Antragsstellerinnen/Antragstellern, die auf Planstellen oder Drittmittelstellen in der Fakultät angestellte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter sind,
  2. bei Antragsstellerinnen/Antragstellern, die an von in Göttingen Habilitierten geleiteten Lehrkrankenhäusern der Fakultät angestellte Ärztinnen/Ärzte sind,
  3. bei Antragsstellerinnen/Antragstellern, die als Doktorandin/Doktorand an der vorherigen Hochschule neu nach Göttingen berufene Hochschullehrerin/berufener Hochschullehrer eine Dissertationsarbeit begonnen haben und bei denen der Abschluss an der Heimatuniversität durch den Weggang der Betreuerin/des Betreuers nach Göttingen auf belegbare Schwierigkeiten stößt. In einem solchen Fall kann der Antrag auf Ausnahmegenehmigung auch nach erfolgter Aufnahme der Arbeit gestellt werden.
  4. bei Antragsstellerinnen/Antragstellern, die eine Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr an einer Klinik/einem Institut der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität oder einem ihrer akademischen Lehrkrankenhäuser nach der ärztlichen Prüfung vorweisen können.

In besonderen Ausnahmefällen kann der Dekan auf Antrag 2 Studiensemester erlassen. Voraussetzung für die Bearbeitung ist:

  1. Der Antrag auf Erlass der vorgeschriebenen 2 Studiensemester an der Universität Göttingen soll vor Aufnahme der Arbeit gestellt werden. Es soll von der Doktorandin/dem Doktoranden und seiner Betreuerin/seinem Betreuer /habilitiertes Mitglied der Fakultät unterschrieben sein.
  2.  Der Antrag soll eine detaillierte Darstellung der geplanten Dissertationsarbeit enthalten und angeben, wo die Arbeit durchgeführt werden soll.
  3. Der Antrag soll darlegen, in welcher Weise eine regelmäßige Betreuung durch die habilitierte Hochschullehrerin/den habilitierten Hochschullehrer der Fakultät gesichert ist.

Nicht zugestimmt werden sollte dem Antrag dann, wenn

  1. der Antrag nicht vor Aufnahme der Arbeit gestellt wird und keine befriedigenden Angaben über Inhalt und Betreuung der Arbeit gemacht werden,
  2. der Antrag ein Dissertationsthema beschreibt, was nicht in das Fachgebiet der Betreuerin/des Betreuers fällt.

Die Promotionskommission prüft bei allen extern durchgeführten Promotionsvorhaben kritisch, ob ein Antrag an die Ethik-Kommission erforderlich ist. Grundsätzlich ist die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät in Göttingen für alle hier durchgeführten Dissertationsvorhaben zuständig. Gegebenenfalls ist das Ethikvotum einer auswärtigen Ethikkommission einzuholen und bei Anmeldung der Arbeit vorzulegen.

Im Downloadbereich finden Sie die für die Anmeldung einer Dissertation erforderlichen Unterlagen, die Sie bitte gemeinsam mit Ihrem prospektiven Doktoranden ausfüllen. Den Antrag auf Erlass der zwei Göttinger Studiensemester und den Anmeldungsbogen reichen Sie im Promotionsbüro ein, die Information für die Ethikkommission (Prüfbogen) senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Ethik-Kommission (Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen).

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