Wissenswertes

Dorothea Schlözer Mentoring Programm

Welche Perspektiven habe ich nach meiner Promotion? Welche Kriterien sprechen für eine universitäre oder außeruniversitäre Karriere? Wie verhalte ich mich in Konkurrenzsituationen - und wie lässt sich eine Familie mit einer wissenschaftlichen oder außeruniversitären Laufbahn vereinbaren?
Bewerbungszeitraum: 01.05.2016 bis 19.06.2016
Programmstart: November 2016
Dauer: 1 Jahr
Bewerbung und weitere Informationen: http://www.uni-goettingen.de/ds-mentoring
Informationen auch im unten stehenden Download

 NRW-Landesregierung reagiert auf Rechtsgutachten – Regelungen zur Frauenquote im Öffentlichen Dienst sollen überarbeitet werden 

  „Die Landesregierung will mehr Führungspositionen weiblich besetzen und deshalb die Regelungen zur Frauenquote im Öffentlichen Dienst weiterentwickeln. Dies kündigten Innenminister Ralf Jäger und Emanzipationsministerin Barbara Steffens an. Anlass ist die Veröffentlichung eines Gutachtens zur ‚Zielquote für Frauen in Führungspositionen‘, das der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Hans-Jürgen Papier, im Auftrag der Landesregierung verfasst hat. Darin sieht er eine verfassungsrechtliche Verpflichtung für eine gleichstellungsorientierte Personalpolitik. […] In seinem Gutachten führt Prof. Papier aus, durch die bisherige von den Verwaltungsgerichten geprägte Beförderungspraxis werde wegen der Vielzahl der Einzelkriterien, die dabei für den Qualifikationsvergleich herangezogen würden, die Frauenquote unterlaufen. Ein Auswahlverfahren, das den Fall gleicher Qualifikation – erst hier findet die Quote Anwendung – so gut wie nicht mehr vorkommen lasse, hebele die Quote aus. Es werde verkannt, dass das Gleichstellungsgebot des Grundgesetzes ein ebenso wichtiges Staatsziel sei wie das für den Öffentlichen Dienst geforderte Prinzip der Bestenauslese.  

Der Verfassungsrechtler Prof. Papier unterstreicht die Bedeutung des Gleichberechtigungsgebots für den öffentlichen Dienst und sieht Handlungsbedarf beim Gesetzgeber.

 So sollen Maßnahmen zur Frauenförderung bereits im Vorfeld von Personalentscheidungen angesetzt werden. Außerdem setzt er sich mit Sanktionen und Kontrollinstrumenten bei Verstößen gegen gleichstellungsrechtliche Vorgaben auseinander und empfiehlt ein Klagerecht für Gleichstellungsbeauftragte. […] Die Ergebnisse des Gutachtens sollen in den laufenden Prozessen zur Dienstrechtsmodernisierung sowie zur Novellierung des Landesgleich-stellungsgesetzes umgesetzt werden. Geplant ist ein Kabinettbeschluss zur Modernisierung des Dienstrechts in Nordrhein-Westfalen noch Ende dieses Jahres. Darüber hinaus bietet das Gutachten mit seinen Analysen und Schlussfolgerungen auch für den beabsichtigten Gesetzentwurf des Bundes zur Frauenquote einen ergänzenden Ansatz, der gegenüber der bisherigen verfassungsrechtlichen und politischen Diskussion neue Aspekte einbringt.“

 Zur Pressemitteilung der Landesregierung NRW: http://www.nrw.de/landesregierung/landesregierung-will-mehr-frauen-in-fuehrungspositionenim-oeffentlichen-dienst-15894/

 Zum Rechtsgutachten von Hans-Jürgen Papier: http://www.mik.nrw.de

Beitrag von Heribert Prantl auf Süddeutsche.de: http://www.sueddeutsche.de/karriere/oeffentlicher-dienst-warum-frauen-so-selten-geeignetsind-1.2036202

Heidenreich von Siebold-Programm

Das Heidenreich von Siebold-Programm greift dort, wo für viele Frauen der Karriereknick beginnt: In der Phase der Qualifizierung zur Hochschullehrerin. Wissenschaftlerinnen werden während ihrer Habilitation unterstützt und können eine Förderung für Personal-, Sach- und Investitionsmittel beantragen. Der Förderzeitraum beträgt bis zu zwei Jahre. Eine vorübergehende Freistellung von der Krankenversorgung ist ebenfalls möglich.Das Programm ist nach Marianne Theodore Charlotte Heidenreich von Siebold (1788-1859), der ersten deutschen Frauenärztin, benannt. Die Universitätsmedizin Göttingen stellt jährlich finanzielle Mittel für das Heidenreich von Siebold-Programm zur Verfügung.
http://www.med.uni-goettingen.de/de/content/forschung/123.html.

Karrieresprechstunde

Auch in der Medizin sind Frauen in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Während Frauen und Männer im Studium noch etwa gleich stark vertreten sind, gehen der Medizin auf den folgenden Stufen der Karriereleiter viele hoch qualifizierte Frauen verloren. Die Gründe hierfür sind vielfältig und zu einem Großteil struktureller Natur. Fachliche und persönliche Qualifikationen alleine reichen oft nicht aus, um als Frau in der Medizin Karriere zu machen. Hier setzt die Karrieresprechstunde des Vereins medf3 an. Medf3 begleitet Frauen auf ihrem Karriereweg, gibt strategische Tipps, stärkt Frauen im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und bietet die Möglichkeit einer intensiven und zielgerichteten Vernetzung.

Um Voranmeldung unter medf3@med.uni-goettingen.de wird gebeten.

Stipendien für Studierende

An der Medizinischen Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen können sich Studierende ab sofort für die Aufnahme in ein Stipendienprogramm bewerben. Das Stipendienprogramm sieht drei Fördermöglichkeiten vor:

  1. Die Förderung von Forschungsaufenthalten im In- und Ausland mit der Zielsetzung der Promotion.
  2. Die Förderung von praktischen Tätigkeiten (Famulaturen und PJ) im In- und Ausland.
  3. Die Förderung von Weiterbildungen zur Erlangung didaktischer und fachlicher Kenntnisse, um als studentische/r Tutor/in arbeiten zu können.

Die Anträge sind jeweils zum 15. Juni für eine Förderung ab dem Wintersemester und zum 15. Dezember für eine Förderung ab dem Sommersemester zu stellen. Genauere Informationen erteilt der GB Lehre.

Wissenschaftlerinnen-Datenbanken

FemConsult: Die Wissenschaftlerinnen-Datenbank FemConsult macht das vorhandene Potenzial an qualifizierten Wissenschaftlerinnen, d.h. Professorinnen, Privatdozentinnen und promovierten Wissenschaftlerinnen sichtbar. Sie dient der Erhöhung des Frauenanteils bei der Neubesetzung von (Junior)-Professuren und Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung. In Fem-Consult können sich Professorinnen, Privatdozentinnen und promovierte Wissenschaftlerinnen eintragen.

EPWS - European Platform of Women Scientists: Die European Platform of Women Scientists hat ihren Sitz in Brüssel und unterstützt die Arbeit nationaler, regionaler und internationaler Netzwerke für Wissenschaftlerinnen, indem sie gewissermaßen ein Netzwerk von Netzwerken bildet. Gleichzeitig leistet sie politische Arbeit auf europäischer Ebene und fordert Wissenschaftlerinnen zur aktiven Teilhabe an politischen Diskursen auf.

DAWN - Datenbank Niedersächsischer Wissneschaftlerinnen: DAWN, die Datenbank Niedersächsischer Wissenschaftlerinnen, ist eine Webseite, auf der sich Nachwuchswissenschaftlerinnen aus Niedersachsen präsentieren.

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