Rede von Prof. Dr. Heyo Kroemer zum Jahresempfang 2018

JAHRESEMPFANG 2018 DER UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN
MONTAG, 12. NOVEMBER 2018 

REDE PROF. DR. HEYO K. KROEMER, SPRECHER DES VORSTANDES DER UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN 

Die Universitätsmedizin Göttingen: zwischen Sorgen und Möglichkeiten

 

 

Sehr geehrter Herr Minister,

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Köhler und Bürgermeister Gerhardy,

sehr geehrter Herr Landrat Reuter,

sehr geehrter Herr Oppermann und Herr Kuhle,

sehr geehrte Frau Präsidentin Beisiegel mit Vizepräsidentin Frau Bührmann und Vizepräsidenten Herrn Lossau,

Herr Baum, Präsident der MHH,

sehr geehrter Herr Dr. Hudy, Präsident der HAWK, mit seinem Präsidiumskollegen Herrn Viöl,

sehr geehrter Herr Albe, Präsident der PFH,

verehrte Frau Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen,

lieber Herr Karaus und Herr Czeczelski aus dem benachbarten Weender Krankenhaus,

Ich begrüße die Nobelpreisträger Herrn Neher und Herrn Hell,

den Vorstandsvorsitzenden von Sartorius, Herrn Kreuzburg, und

den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Reiner Hald.

Kollegen Dekane der Fakultäten der Universität,

 

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kollegen aus den Ministerien und Landesbehörden, der Stadt Göttingen, der Wissenschafts­einrichtungen am Göttingen Campus, des Gesundheitscampus Göttingen, der Partnerkliniken, der Gesundheitseinrichtungen, der Gesundheitsregion Göttingen, der Wirtschaft, der Ärzteverbände, Krankenkassen, Selbsthilfe­gruppen und Ehrenämter, der Religionsgemeinschaften, sowie die zahlreichen Vertreter der Medien.

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus der UMG,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich möchte Sie sehr herzlich zum Jahresempfang 2018 der Universitäts­medizin in Göttingen begrüßen. Wir freuen uns außerordentlich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele von Ihnen, nämlich 530 Gäste – so viele wie bisher noch nicht, unserer Einladung gefolgt sind. Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit, miteinander und mit uns ins Gespräch zu kommen, was angesichts der Zeiten in denen wir leben, einen großen Wert an sich darstellt.

Diese Zeiten sind in vielerlei Hinsicht bewegt. Es gibt Entwicklungen, die man noch vor wenigen Jahren für undenkbar gehalten hätte. Denken Sie etwa an den Brexit oder an die Beziehung Deutschlands zu den USA. Es betrifft allerdings nicht nur die Anderen, auch das gewöhnlich politisch stabile Deutschland erlebt unbekannte Veränderungen. Das Parteienspektrum verschiebt sich, traditionsreiche Jahrhunderte alte Volksparteien kämpfen um ihr Überleben. Es zeichnen sich Instabilitäten ab, die einen mit Sorge erfüllen können.

Gleichzeitig geht es dem Land wirtschaftlich so gut wie selten. Es gibt rasante technische Entwicklungen etwa im Bereich der digitalen Kommunikation, die unser Leben deutlich verbessern können.

So liegt in jeder Instabilität auch eine Opportunität, die eine weitere Entwicklung ermöglicht.

Dieser Dualismus gilt auch für die Universitätsmedizin Göttingen. Wir sehen auf der einen Seite einen rasanten Fortschritt in vielen Feldern der Medizin, die wir sehr gern an die Patienten, die in dieses Haus kommen, weitergeben möchten. Und auf der anderen Seite gibt es Einschränkungen, die uns in unserer Entwicklung sehr stark behindern. Ich möchte daher meinen kurzen Beitrag unter die Überschrift stellen: Universitätsmedizin Göttingen: zwischen Sorgen und Möglichkeiten.

Lassen Sie mich dieses Spektrum von Einschränkungen und Opportunitäten in allen unseren Aktivitätsfeldern kurz beschreiben und dabei das vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Ein Bereich, der von allen Beteiligten eine besondere Aufmerksamkeit erfordert, ist der Bereich der Infrastruktur. Das einstmals moderne Universitätsklinikum Göttingen ist 40 Jahre nach seiner Errichtung sehr stark in die Jahre gekommen und bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Diese Diskussion schwelt seit mehr als einem Jahrzehnt an diesem Standort, ohne dass bisher ein Stein auf den zweiten gesetzt worden wäre.

In diesem Bereich hat es in der Tat ganz entscheidende Fortschritte gegeben, die sich auch im letzten Jahr fortgesetzt haben.

Vor anderthalb Jahren hat die damalige Landesregierung die Einrichtung eines Sondervermögens zum Neubau der Universitätsmedizin in Göttingen und in Hannover beschlossen und dieses Sondervermögen sowohl vom Gesetz her eingerichtet, als auch mit wirklichem Geld befüllt. Die materiellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Neubauverfahren sind also gegeben.

Dieser Vorgang, dass es nämlich eine Landesregierung noch dazu in Wahlkampfzeiten schafft, Geld für die Uni-Medizin bereit zu stellen, hat in der gesamten Bundesrepublik für Aufsehen gesorgt. Auch die neue Regierung hat auf diesem Wege konsequent weitergemacht und das Sondervermögen weiter befüllt. Neben dem Geld braucht man für den Bau einen Verfahrensablauf, der den Bau ermöglicht. Derzeit wird von den Ministerien ein Verfahren entwickelt, mit dem das vorhandene Geld erfolgreich und zeitnah tatsächlich verbaut werden kann.

Die in der Vergangenheit Niedersachsen verwendeten Ablaufschemata waren nicht dazu angetan, ein Projekt dieser Größenordnung tatsächlich Realität werden zu lassen. Und es geht nicht um kleine Anpassungen im Ablauf, sondern um grundsätzliche Fragen von Aufgabenverteilungen zwischen dem Land als Eigentümer der Stiftung, als Zuwendungsgeber für die Vorhaben und der UMG als Bauherr. Erfolgreiches Bauen setzt klare Verantwortlichkeiten und eindeutige Rechte und Pflichten zwischen den Beteiligten voraus! Die Basis im Zusammenspiel aller Beteiligten muss dabei gegenseitiges Vertrauen sein! Damit wird man Probleme und Herausforderungen in dem komplexen Geschäft des Bauens nicht vermeiden, aber man kann sie erfolgreich meistern

Hier in Göttingen haben wir uns im letzten Jahr mit dem Neubau­vorhaben sehr intensiv beschäftigt. Es wurde ein Masterplan entwickelt, der sich mittlerweile auf 500 Seiten erstreckt und der im Detail beschreibt, was bis zum Jahre 2035 an diesem Standort gebaut werden soll. Ich darf mich bei allen Beteiligten der UMG, die an diesem sehr großen Werk beteiligt waren, herzlich bedanken und möchte dabei insbesondere den Vorstand Krankenversorgung Herrn Dr. Martin Siess und Herrn Dr. Eisenreich erwähnen.

Diesen Masterplan haben wir dem Wissenschaftsministerium in Hannover fristgerecht übergeben, haben ihn zwischenzeitlich nochmals überarbeitet und erstellen derzeit einen Auszug dieses Planes im Sinne einer baulichen Entwicklungsplanung. Diese bauliche Entwicklungs­planung soll am 5. Dezember im Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Landtags Niedersachsen verhandelt werden. Wir hoffen sehr auf ein positives Ergebnis.

Parallel zur Masterplanung wurde an der UMG das eigentliche Bauverfahren intensiv weiter betrieben. Mit Genehmigung der Landesregierung, und hier möchte ich insbesondere dem Minister Thümmler für seinen Einsatz danken, konnten wir die ersten beiden Bauabschnitte, nämlich ein Bettenhaus und den OP-Trakt zwischenzeitlich zeitgleich ausschreiben und haben dabei ein innovatives Ausschreibungsverfahren verwendet, das von meinen Vorstandskollegen Dr. Freytag  in die Diskussion gebracht wurde. Auf die Ausschreibung haben sich mittlerweile mehrere große Konsortien beworben, was heute gar nicht mehr selbstverständlich ist, sodass wir in der nächsten Zeit die entsprechenden Bietergespräche führen können. Es besteht somit berechtigte Hoffnung, dass die ersten Abschnitte des Generalentwicklungsplans zeitnah angegangen werden können. Wir werden auch in der Forschungsinfrastruktur weiterbauen, dass genehmigte Herz- und Hirnzentrum soll ab 2019 errichtet werden. Der Neubau der Apotheke wurde genehmigt, ebenso wie ein Interimsbau für die Kinderintensivstation.

Ein zweites infrastrukturelles Thema, das uns an der UMG massiv beschäftigt, ist die Digitalisierung unseres gesamten Unternehmens. Es steht zwar jeden Tag in der Zeitung, dass Digitalisierung der Megatrend unserer Zeiten ist.

Die Realität in unserem Haus sieht bisher aber ziemlich anders aus. Wir befinden uns, insbesondere im Vergleich zu ausländischen Wettbewerbern, in einem steinzeitartigen System, in dem viele Befunde noch mit Papieren geschrieben werden und ein Patient diese Universitätsklinik in aller Regel mit einem Begleitbrief verlässt, ohne dass die Befunde etwa digital an seinen behandelnden Hausarzt übergeben werden. Wir wollen in allernächster Zeit diesen Zustand grundlegend ändern. Voraussetzung dafür war, dass die Landesregierung in Niedersachsen uns 23 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, um ein neues Krankenhausinformationssystem anzuschaffen. Auch hier ist die Ausschreibung erfolgt und ich möchte in diesem Zusammenhang insbesondere Herrn Privatdozent Wolff-Menzler danken, der die internen Arbeitsgruppen leitet. Wir gehen davon aus, dass auch hier zeitnah ein Zuschlag erteilt werden kann, sodass mit der tatsächlichen Umrüstung auf ein digitales papierloses Krankenhaus in 2019 begonnen werden kann. Ich möchte mir an dieser Stelle die Bemerkung erlauben, dass man üblicherweise entweder baut oder digitalisiert, aus historischen Gründen sind wir gezwungen beides parallel zu machen und das fordert alle Kräfte dieses Unternehmens.

Neben der Infrastruktur will ich das Oberthema dieses kleinen Beitrags „zwischen Sorgen und Möglichkeiten“ gerne auf unsere drei Geschäfts­felder Forschung, Lehre und Krankenversorgung ausweiten. In der Forschung hat es einiges an wirklich begeisternden Ergebnissen in diesem Jahr gegeben. Im Januar hat die Arbeitsgruppe von Stefan Luther, der eine Brückenprofessur zwischen der Max-Planck-Gesell­schaft und der Uni-Medizin am Herzzentrum der UMG innehat, in der Zeitschrift NATURE publizieren können, wie Herzrhythmusstörungen entstehen und er hat diese Entstehung zum ersten Mal sichtbar gemacht.

Es handelt sich dabei um eine außergewöhnlich gefährliche Erkrankung, an der viele Menschen in jedem Jahr sterben. Die Arbeiten der Gruppe von Herrn Luther, gemeinsam mit dem Herzzentrum der UMG, werden dazu beitragen, diese Erkrankung besser zu verstehen und in Zukunft deutlich besser zu behandeln.

Andere Bereiche der Forschung spannen den Rahmen von Sorgen und Möglichkeiten. So hat etwa die sogenannte Exzellenzinitiative bekanntermaßen in Göttingen nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt, was zum Ausscheiden aus dem Wettbewerb führte und sicher ein bitteres Ergebnis für die gesamte Universität darstellt.  Der bewilligte Cluster zum Thema „Multiscale Bioimaging“, also Bildgebung, ist unter erheblicher Beteiligung der UMG zustande gekommen und wurde von den Gutachtern sehr positiv bewertet. Die Tatsache, dass im Rahmen des Entscheidungsprozesses zu den Exzellenzclustern alle erfolgreichen Cluster der Bundesrepublik um 25 Prozent gekürzt wurden, drückt den Erfolg etwas und stellt uns vor neue Schwierigkeiten. In der Summe haben die Kollegen um Professor Tobias Moser aus der UMG, Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Claudia Steinem aus dem Institut für Organische und Biomolekulare Chemie einen ganz herausragenden Erfolg erzielt, der uns in einem Kerngebiet der UMG langfristig eine solide Förderung ermöglicht.

Es gab auch individuell herausragende Erfolge. So ist es Professor Silvio Rizzoli in einem jahrelangen Antragsprozess gelungen, ein sogenanntes NanoSims-Gerät nach Göttingen zu holen, das seinen Platz in der Von-Siebold-Straße im neuen BIN/DZNE-Gebäude gefunden hat. Mit diesem Gerät kann er auf zellulärer Ebene massenspektrometrisch einzelne Bestandsteile dieser Zellen bestimmen und kann so völlig neue Einblicke in die Zellphysiologie und Krankheitsprozesse erreichen.

Dieses Gerät passt exzellent in die weitere Entwicklung des Schwerpunktes Bildgebung, der wie gerade schon gesagt, mit dem Exzellenzcluster außerordentlich erfolgreich ist.

Auch im Bereich der Lehre und Ausbildung hat sich einiges getan. Mit gewisser Sorge sehen wir auf die Planung der Bundesregierung unter dem Titel „Medizin 2020“, an dessen Erstellung die medizinischen Fakultäten wie die unsere praktisch nicht beteiligt war.

Ein hochrangiges Thema im ganzen Land ist derzeit die Ausbildung von zusätzlichen Medizinstudenten, die idealerweise in den unterversorgten ländlichen Räumen tätig werden sollten. Wir haben in diesem Zusammen­hang gemeinsam mit dem Klinikum Braunschweig ein Projekt aufgelegt, in dem ab 2021 60 Studierende der Universitätsmedizin Göttingen dem Klinikum Braunschweig wieder klinische Studienausbildung erhalten sollen. Diese Vorgehensweise ist speziell für die UMG außerordentlich attraktiv, weil wir bisher etwa 90 Teilstudienplätze haben, bei denen wir derzeit Studierende nach zwei Jahren aufgrund mangelnder Ausbildungskapazität in unserem Klinikum nicht weiterbehalten und studieren lassen können und bisher schlicht und ergreifend auf die Straße setzen. Mit diesem Projekt betreten wir rechtliches Neuland und sind in intensiver Planung. Wir, das sind in diesem Fall der Studiendekan Prof. Lorenz Trümper und sein Stellvertreter Prof. Oppermann gemeinsam mit unserer Rechtsberatung. Dieses Projekt ist sehr intensiv von der Landesregierung unterstützt worden und hat seinen Niederschlag im nächsten Haushalt gefunden. Die Interaktion mit den Kollegen in Braunschweig ist sehr konstruktiv.

Auch die Krankenversorgung war im letzten Jahr außerordentlich erfolgreich. Die 1444 Betten in über 40 klinischen Abteilungen waren im Schnitt zu 84 Prozent und damit voll belegt.

65.000 stationäre und teilstationäre Patienten wurden behandelt. Diese Leistungen wurden von mittlerweile 9026 Mitarbeitern (inklusive der Tochterunternehmen) erbracht. Die Patientenzahlen in der UMG steigen immer weiter, was sicherlich mit der immer höheren Attraktion von Patienten durch unsere leitenden Ärzte zu tun hat, zum anderen allerdings auch mit reduzierten Funktionalitäten der umgebenden regionalen Krankenhäuser. In jedem normalen Unternehmen würden sie sich über eine solche Entwicklung sehr freuen. Nicht so in der aktuellen medizinischen Vergütung der Bundesrepublik Deutschland. Hier gilt, dass sie in einer Planwirtschaft zu Beginn des Jahres mit den Kranken­kassen eine bestimmte Zahl von Fällen mit daraus resultierenden Punkten und Erlösen vereinbaren. Wenn Sie diese Zahl überschreiten, bekommen Sie für jeden Fall, der die vereinbarte Zahl überschreitet, lediglich 15 Prozent ihrer Kosten ersetzt. Genau dies ist in Göttingen im Jahr 2018 in nicht unerheblichem Maß passiert. Es sind deutlich mehr Menschen, die gleichzeitig deutlich schwerer krank waren, in die UMG gekommen. Sie sind im Rahmen unserer Möglichkeiten alle erfolgreich behandelt worden.

Durch die eben erklärte Vergütungsregelung bekommen wir für die Patienten, die über die vereinbarte Zahl behandelt worden sind, aber nur einen kleinen Anteil der Aufwendungen erstattet, sodass wir aufgrund dieser zusätzlichen Behandlung ein nicht unerhebliches Defizit erzeugen.

Lassen Sie mich dazu deutlich Stellung nehmen: wenn man in einem Klinikum arbeitet, bei dem es in 80 km Umkreis noch einen weiteren Maximalversorger gibt, gibt es für die Patienten, die an die UMG kommen, faktisch keine Alternative. Somit werden wir in der UMG niemanden abweisen, der Hilfe sucht.

Es ist das allgemeine Selbstverständnis der UMG, dass wir ein Krankenhaus und keine Autofabrik betreuen.

Zusammenfassend war das Jahr 2018 bisher geprägt durch viele Möglichkeiten zu wichtigen Weiterentwicklungen. Es seien die Bereiche Bau und Informationstechnologie genannt. Eigentlich entwickelt sich die Universitätsmedizin Göttingen in allen Geschäftsfeldern sehr gut weiter. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Punkten, die sich sehr weitgehend unseren Einfluss ziehen, die uns erhebliche Sorgen bereiten und die Möglichkeit mit sich bringen, dass die Funktionalität der UMG eingeschränkt werden könnte.

Ich versichere Ihnen, dass wir an diesem Standort alles tun werden, uns entsprechend unserer Strategie weiter zu entwickeln. Zentrale Punkte sind dabei die Etablierung eines klinischen Herz- und Hirn-Zentrums durch die Professoren Hasenfuß und Bähr sowie der gemeinsame Antrag mit der MHH auf ein Krebszentrum der Deutschen Krebshilfe. Federführend ist hier Prof. Ellenrieder.

Die Göttinger Universitätsmedizin ist in ihrer Gesamtheit wie ein miniaturisiertes Abbild unserer Gesellschaft. Wir werden älter, bunter und in den Führungspositionen der Medizin  weiblicher – die UMG ist nämlich ansonsten in Gänze betrachtet traditionell ein weiblich geprägtes Unternehmen. Wir konnten Frau Prof. Simone Scheithauer gewinnen, das neu gegründete Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie der UMG zu leiten. Unsere neue Pflegedirektorin Frau Helle Dokken  stammt aus Norwegen, bringt viele innovative Aspekte in unser Haus und reagiert bereits jetzt auf den im Rahmen des demographischen Wandels kommenden Fachkräftemangel, in dem sie damit beginnt, Pflegekräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.

In genau diesem Zusammenhang ist auch der gemeinsame Gesundheitscampus mit der HAWK zu nennen, der vielleicht einen kleinen Beitrag leisten kann, dass die UMG auch in Zukunft für Fachkräfte attraktiv sein wird.

Die Zeiten sind also aufgeregt, deswegen schließe ich mit einem Zitat der Schriftstellerin Marie von Ebner Eschenbach: „Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.“ Im Übrigen war dieser kurze Beitrag, wie in jedem Jahr, mit meinen beiden Vorstandskollegen abgestimmt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Downloads