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Mutterschutz und Elternzeit, Elterngeld

Mutterschutz:

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten sowie auf Antrag bei Kindern, bei denen eine Behinderung i.S. von § 21 Abs. 1 Satz 1 SGB IX ärztlich festgestellt und bescheinigt wurde, zwölf Wochen nach der Entbindung.
Ab sechs Wochen vor der Geburt des Kindes darf die werdende Mutter nur noch dann beschäftigt werden, wenn sie selbst ausdrücklich dieses erklärt.
Während der Schutzfristen nach der Entbindung besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. In dieser Zeit dürfen Frauen auch dann nicht beschäftigt werden, wenn sie dazu bereit wären.
Der Arbeitgeber muss eine werdende oder stillende Mutter während der Schwangerschaft und nach der Entbindung so beschäftigen und ihren Arbeitsplatz einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte so einrichten, dass sie vor Gefahren für Leben und Gesundheit ausreichend geschützt ist.
Während der Zeit der Schutzfristen sowie einer eventuell anschließenden Elternzeit besteht für die Arbeitnehmerin ein besonderer Kündigungsschutz.

Elternzeit:
Der Anspruch auf Elternzeit besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Mit Zustimmung des Arbeitgebers lässt sich eine Elternzeit von bis zu einem Jahr auf den Zeitraum zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes übertragen.
Bei rechtzeitiger Mitteilung schließt sich die Elternzeit unmittelbar an die Mutterschutzfrist an. Nach dem Ende der Schutzfristen können Mütter unter Verzicht auf die Elternzeit ihre Arbeit aber auch wieder aufnehmen und die Elternzeit erst zu einem späteren Zeitpunkt antreten.
Die Elternzeit muss, wenn sie sich unmittelbar an die Mutterschutzfrist anschließen soll, spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber angemeldet werden.

Finanzielle Leistungen  während der Mutterschutzfrist und der Elternzeit:

Während der Schutzfristen erhalten die pflicht- oder freiwillig versicherten Mütter von ihrer gesetzlichen Krankenkasse Mutterschaftsgeld in Höhe von 13,00 Euro pro Kalendertag.
Übersteigt der durchschnittliche kalendertägliche Nettoverdienst des Arbeitnehmers, ist der Arbeitgeber verpflichtet die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu zahlen.
Während der Elternzeit besteht nur ein Anspruch auf Zahlung eines Elterngeldes, welches bei der zuständigen Elterngeldstelle beantragt werden muss.

Verweise / Weitere Informationen
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Vordruck Gefährungsbeurteilung im Rahmen der Durchführung des Mutterschutzgesetzes
Von den Vorgesetzten ist gemeinsam mit der Schwangeren eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Diese hat u.a. die zum Schutz der Schwangeren und des ungeborenen Kindes ergriffenen Maßnahmen darzustellen.
115,00 KB / Letzte Änderung: 16.10.2018

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