Presseinformationen

Presseinformation Nr. 071 vom 11. Juni 2018

Biobankenallianz startet Infokampagne


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UMG Biobank, Roboter.


Täglich spenden hunderte Menschen in deutschen Krankenhäusern Biomaterial und unterstützen damit den medizinischen Fortschritt. Doch es gibt Informationsbedarf, wenn es darum geht, wie Biomaterialproben verwendet und gelagert werden – das ergaben Befragungen des Biobankennetzwerks German Biobank Alliance (GBA). Jetzt hat das Netzwerk eine Informationskampagne gestartet, die über Biomaterialspenden aufklärt.

Biomaterialien – dazu gehören Blut, Gewebe und anderes Körpermaterial – sind ein unverzichtbarer Rohstoff für die medizinische Forschung. „Mithilfe von Biomaterialien können Ärzte und Wissenschaftler Krankheitsursachen erkennen und neue gezielte Therapien entwickeln“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Sara Y. Nußbeck, Leiterin der UMG Biobank der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Partnerin der Biobankenallianz.

Die deutschlandweite Informationskampagne, die aus Plakaten, Flyern und der Website www.biobanken-verstehen.de besteht, beantwortet die häufigsten Fragen zu Biomaterialspenden und gibt einen Einblick in die Arbeit moderner Biobanken. Auf der Website sind Erfolge aus der Forschung nachzulesen: So konnten durch den Einsatz von Bioproben beispielsweise neue Erkenntnisse in der Krebsmedizin sowie über epigenetische Veränderungen durch Übergewicht gewonnen werden.

„Patienten und Probanden, die Biomaterial spenden, leisten einen wichtigen Beitrag für Wissenschaft und Forschung“, erklärt Prof. Dr. Michael Hummel, Koordinator der Biobankenallianz, den Hintergrund der Aktion. „Wir möchten mit dieser Website und dem Informationsmaterial zu mehr Transparenz und Partizipation beitragen und aufzeigen, welchen unschätzbaren Wert die Spenden der Patienten für die Entwicklung neuer Therapien haben. Denn Befragungen unter Biomaterialspendern zeigen, dass viele Spender nicht wissen, wofür ihr Biomaterial verwendet wird. Das möchten wir verbessern.“

Über die German Biobank Alliance (GBA)
Unter der Federführung des German Biobank Node (GBN) haben sich Biobanken aus elf deutschen Universitätskliniken in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen, um die Arbeit der Biobanken bekannter zu machen und ihre Bedeutung für die Wissenschaft in der Öffentlichkeit besser zu vermitteln. Gefördert wird der Verbund vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Pressekontakt:
Verena Huth
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
German Biobank Node (GBN)
Tel.: +49 30 450 536 347
Email verena.huth@charite.de

 



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