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Presseinformation Nr. 066 vom 05. Juni 2018

"30 unter 30“. UMG-Wissenschaftlerin unter den 300 erfolgreichsten Europäern unter 30 Jahren

Für ihre Forschungsleistung im Bereich der Gefäßerkrankungen wird Dr. Isabel N. Schellinger, Wissenschaftlerin der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG, auf einer neuen Liste des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes aufgeführt.


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Dr. Isabel N. Schellinger, Wissenschaftlerin der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen, gehört zu den 300 erfolgreichsten Europäern unter 30 Jahren. Foto: privat.


(umg) Dr. Isabel N. Schellinger, Wissenschaftlerin in der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), hat es auf die diesjährige Forbes-Liste „30 unter 30“ geschafft. Geehrt wurde sie im Bereich „Science & Healthcare“. Dr. Schellinger hat sich hierbei vor allem um die translationale Forschung verdient gemacht: Im Rahmen ihres mehrjährigen Forschungsaufenthalts an der Stanford University entdeckte sie gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Uwe Raaz, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare und Translationale Gefäßmedizin“ der UMG, wegweisende Mechanismen zur Krankheitsentstehung des Bauchaortenaneurysmas, einer potentiell lebensbedrohlichen Erweiterung der Hauptschlagader. Diese Erkenntnisse und Forschungsergebnisse wurden in den USA patentiert und anschließend zur Entwicklung von therapeutischen Geräten für Gefäßerkrankungen genutzt. Auf Grundlage des Patents resultierte die Gründung der in Göttingen ansässigen Firma „Angiolutions“, das biomedizinische Produkte zur Behandlung von Gefäßerkrankungen entwickelt. Die Gründungsförderung der Georg-August-Universität Göttingen unterstützte dabei das Vorhaben.

„Wir kombinieren neueste biomechanische, biologische und molekulare Forschung mit traditioneller Ingenieurskunst, um neuartige, ausgeklügelte Werkzeuge zu entwickeln, die die bislang unerfüllten Bedürfnisse der Gefäßmedizin erfüllen“, sagt Dr. Schellinger. Durch den Zusammenschluss konnte bereits eine Methode entwickelt werden, um die noch kleinen Aneurysmen minimalinvasiv zu behandeln, ehe sie auf lebensbedrohliche Größe wachsen können.

„Frau Dr. Schellinger hat mit ihrer Arbeit neue, wichtige Erkenntnisse über Gefäßerkrankungen, insbesondere über das Bauchaortenaneurysma, gewonnen, die für die Behandlung dieser Erkrankung bedeutungsvoll sind. Es freut mich sehr, dass ihre Leistungen nun auch durch die Nennung auf der Forbes-Liste gewürdigt werden“, sagt Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie und Vorsitzender des Herzzentrums der UMG.

„Diese international renommierte Auszeichnung unterstreicht den Stellenwert akademischer Innovationskraft als Triebfeder für unternehmerisches Handeln“, so Priv.-Doz. Dr. Raaz.

Dr. Isabel N. Schellinger absolvierte ihr Medizinstudium in Erlangen und Stanford. Ihre Promotion mit dem Thema „HIF Stabilization Improves Defective Ischemia-induced Angiogenesis in a Rodent Model of Chronic Kidney Disease” an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg schloss sie „summa cum laude“ ab und erhielt hierfür den Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Gefördert durch Stipendien trat sie zudem einen mehrjährigen Forschungsaufenthalt an der renommierten Stanford Medical School in Kalifornien und dem Karolinska Institut in Stockholm an. Seit Juli 2015 arbeitet sie in der Arbeitsgruppe „Molekulare und Translationale Vaskuläre Medizin“, geleitet von Priv.-Doz. Dr. Uwe Raaz, am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, die sich schwerpunktmäßig mit biomechanischen Fragestellungen im Herz-Kreislauf-System befasst.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes erstellt regelmäßig Ranglisten zu verschiedenen Themen, bekannt sind aber vor allem die Nennungen der reichsten und mächtigsten Menschen der Welt. Während die „30 under 30“-Liste schon seit längerem für erfolgreiche junge Persönlichkeiten in den USA ermittelt wird, erscheint die europäische Variante erst seit 2016. In zehn Kategorien benennt Forbes jeweils 30 junge Menschen unter 30 Jahren aus ganz Europa, die sich in besonderer Weise hervorgetan und ihre innovativen Ideen erfolgreich umgesetzt haben. Diese müssen das Potential haben, Veränderungen in Gang zu setzen und gleichzeitig unternehmerisch gedacht sein. Die Leistungen bzw. Geschäftsmodelle der Nominierten werden von einer Jury aus führenden Experten der jeweiligen Fachbereiche beurteilt.

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Kardiologie und Pneumologie
Arbeitsgruppe „Molekulare und Translationale Vaskuläre Medizin“
Dr. Isabel Schellinger, Telefon 0551 / 39-12575
isabel.schellinger@med.uni-goettingen.de

 



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