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Presseinformation Nr. 190 vom 06. Dezember 2017

„Eine Säule der medizinischen Versorgung des Landes“. Ministerpräsident Stephan Weil lobt UMG.

Jahresempfang der Universitätsmedizin Göttingen: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil lobt UMG in seiner Festrede. UMG-Vorstand: Die UMG befindet sich im Wandel, der eingeschlagene Weg ist alternativlos.


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Jahresempfang an der Universitätsme-
dizin Göttingen. Rekordbesuch mit über
530 Gästen. Foto: umg/pförtner


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Jahresempfang UMG: Prof. Dr. Heyo K.
Kroemer (Sprecher des UMG-Vorstandes)
im Gespräch mit Ministerpräsident
Stephan Weil. Foto:umg/pförtner


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Jahresempfang UMG: Dr. Martin Siess
Vorstand Krankenversorgung, hält die
Rede für den erkälteten UMG-
Vorstandssprecher Prof. Dr. Heyo K.
Kroemer. Foto: umg/pförtner


(umg) Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) feierte am Montag, 4. Dezember 2017, ihren diesjährigen Jahresempfang unter Beteiligung höchster politischer Prominenz. Gastredner war Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Zusammen mit der Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta weilten die beiden höchsten Repräsentanten des Landes Niedersachsen unter den rund 530 Gästen aus Politik und Landesbehörden, Wissenschaftseinrichtungen und Universität, Gesundheitseinrichtungen, Wirtschaft, Kirchen, Ehrenamt sowie aus Führungskräften der UMG. Es ist die bislang größte Besucherzahl eines Jahresempfangs der UMG. Zudem waren anwesend die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Birgit Honé, sowie die Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK). Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zählte zu den Gästen wie die Göttinger Bundestagabgeordneten Fritz Güntzler und Konstantin Kuhle. Die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, besuchte mit ihren Vizepräsidenten den Empfang sowie die Präsidien der HAWK, der PFH und der MHH. Neben Medizinnobelpreisträger Prof. Erwin Neher waren alle wissenschaftlichen Einrichtungen des Göttingen Campus vor Ort vertreten.

„WIR SIND STOLZ DARAUF, WAS HIER BEI IHNEN PASSIERT.“
In seiner Festrede sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil über die UMG: „Sie sind eine Säule der medizinischen Versorgung hier in Südniedersachsen und weit darüber hinaus.“ Zum Thema sanierungsbedürftige Infrastruktur an der UMG betonte er, dass in den jüngsten Koalitionsgesprächen in Hannover „über alle Parteigrenzen hinweg” Konsens darüber bestehe, die Sanierung anzugehen. Nach der Einrichtung eines Sondervermögens stehe eine anstrengende Zeit bevor. Weil: „Wir sind stolz auf das, was hier bei Ihnen passiert. Wir in Hannover wissen, wie wichtig die UMG ist. Sie ist Ausbildungsstätte und eine Säule der medizinischen Versorgung in Niedersachsen.“ Ausdrücklich wandte sich der Ministerpräsident direkt an die UMG-Beschäftigten. „Ich bedanke mich im Namen des Landes Niedersachsen sehr herzlich bei allen über 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UMG für die Arbeit, die dahinter steckt.“ Weil freute sich, dass an der UMG endlich gebaut und saniert werden kann: „Wir haben zum ersten Mal, tatsächlich die Chance, Nägel mit Köpfen zu machen:“ Grund sei die gute Finanzlage des Landes. „Da kommt Stress auf Sie zu, aber positiver. Und am Ende steht ein hochmodernes Universitätsklinikum für Patienten und Mitarbeiter.“

Die UMG stehe zudem für exzellente Forschung, so Weil. „Die UMG trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Universität Göttingen gute Chancen bei der anstehenden Exzellenzinitiative hat. Uns ist bewusst, welche exzellente Forschung hier betrieben wird.“

„Die UMG im Wandel“
Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG, stellte seine Jahresrede unter das Oberthema „Die UMG im Wandel: grundsätzliche Alternativlosigkeit und vielfältige Optionen“. Aufgrund einer starken Erkältung des Vorstandssprechers trug Dr. Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung, stellvertretend die Rede Kroemers vor. Siess nannte die Zahlen der UMG: Im letzten Jahr haben die rund 7.100 Mitarbeiter an der UMG etwa 65.700 Patienten behandelt, knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die rund 410.000 ambulanten Kontakte ergeben eine Steigerung um vier Prozent. Die Notaufnahme mit ihren 35 000 ambulanten und stationären Fällen bezeichnete Dr. Siess als „Brennpunkt”. Insgesamt habe man 700 Millionen Euro bewegt und im Jahresergebnis „eine schwarze Null” geschafft.

Zwei wichtige Projekte, die Erneuerung der IT für 23 Millionen Euro und der Beginn des Baus eines neuen Bettenhaus seinen jetzt auf dem Weg. Fertig gestellt wurde im Sommer das Herzforschungszentrum DZHK. Auch in diesem „Leuchtturm” werde erfolgreiche Forschung betreiben, Preise und Auszeichnungen, die in diesem Jahr an Wissenschaftler der UMG gingen, zeigten, „wie der Göttingen Campus funktioniert”: Nämlich durch enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das sei auch Basis des Vorgehens in der Exzellenzstrategie; die UMG ist an zwei Clustern beteiligt. Für den UMG-Vorstand dankte Siess der Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel für die „enge Zusammenarbeit”.

Insgesamt stehe die UMG wissenschaftlich ordentlich da: Die UMG ist an insgesamt 10 Sonderforschungsbereichen der DFG beteiligt, vier davon mit Sprecherfunktion, also Leitung durch die UMG.

VORAUSSETZUNGEN FÜR NEUBAUPLANUNGEN GESCHAFFEM
Siess fasste die Leistungsstärke der medizinischen Hochschulen in Niedersachsen zusammen: „Wenn man hier die beiden Universitätsmedizinen, nämlich die größere MHH und die UMG, zusammenrechnet, sind wir mit einer gemeinsamen Wertschöpfung von 894 Mio. Euro die neunt-größte Unternehmensart, die es in ganz Niedersachsen gibt. Fast 14.000 Arbeitsplätze gibt es in der Universitätsmedizin in Niedersachsen.“ Siess weiter: „Wir als UMG möchten sehr gern diese Dienstleistung für die Bürger des Landes Niedersachsen auch in Zukunft erfolgreich erbringen. Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein einer modernen Infrastruktur.“ In der UMG sei konsequent und in noch größerem Maße als an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) über Jahrzehnte kaum investiert worden.

Die Einrichtung eines mehr als zwei Milliarden Euro schweren Sondervermögens auf Landesebene sei deshalb „das größte Highlight der Jahre 2016 und 2017”, so Siess. „Wir haben einen Masterplan entwickelt und warten jetzt mit einer gewissen Spannung auf die Bewertung durch das Land. Wesentliche Voraussetzungen sind vorhanden, jetzt muss eine zeitnahe Umsetzung erfolgen.“ Siess weiter: „Wir haben uns als Verantwortliche mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür eingesetzt. Deshalb möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal an den Spruch erinnern, der die Eingangstür meines Gymnasiums in Aurich/Ostfriesland zierte, wo nämlich zu lesen stand: ‚Jedem redlichen Bemühen sei Beharrlichkeit verliehen‘.“

Siess zog als Fazit: „In vielen Bereichen wurden die materiellen Voraussetzungen geschaffen, um fundamentale Probleme anzugehen. Diese Umsetzung muss jetzt erreicht werden, wenn die Entwicklung weiterhin positiv sein soll. Dabei hängen wir intensiv von den politischen Entscheidungen in diesem Land ab. Man kann das Jahr, das wieder verflogen ist, so zusammenfassen, dass recht vieles, was wir uns vorgenommen haben, funktioniert hat. Wir sollten als Institution auch im Lichte solcher Erfolge bescheiden bleiben, weil wir alle ausreichend Erfahrung haben, um zu wissen, dass sich solche Dinge auch sehr schnell wieder ändern können.“  

ZAHLEN ZUR UMG
Mit rund 7.100 Vollzeit-Beschäftigten ist die UMG der größte Arbeitgeber in Südniedersachsen. Im Jahr 2016 wurden in etwa 1.500 Betten etwa 65.700 Patienten stationär versorgt, Zudem wurden in der UMG etwa 410.000 ambulante Kontakte behandelt. Etwa 3.700 Studierende lernen an der UMG in der Human- und Zahnmedizin sowie in den Studiengängen Molekulare Medizin und Cardiovascular Science. Der Betriebsaufwendungen der UMG lagen im Jahr 2016 bei insgesamt etwa 700 Millionen Euro.

REDE DES UMG-VORSTANDSSPRECHERS PROF. HEYO K. KROEMER

WEITERE INFORMATIONEN:
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Stefan Weller, Telefon 0551 / 39-9959
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