Presseinformationen

Presseinformation Nr. 169 vom 10. November 2017

Internationales Symposium zur translationalen Krebsforschung in Göttingen

Experten der modernen Krebstherapie und Göttinger Nachwuchswissenschaftler diskutieren neue Erkenntnisse und aktuelle Therapiestrategien. Von Mittwoch, 15. November 2017, bis Freitag, 17. November 2017, im Tagungszentrum Alte Mensa, Am Wilhelmsplatz 3


(umg) Wie lassen sich tumorspezifische Schwachstellen für eine verbesserte Krebsbehandlung nutzen? Unter anderem mit dieser Frage befasst sich ein wissenschaftliches Symposium zur modernen Krebsforschung in Göttingen. Rund 150 Besucher werden erwartet. 19 internationale Krebs-Experten referieren über aktuelle Erkenntnisse zu Ursachen, Entstehung und Behandlung von Krebs und diskutieren sie mit Göttinger Nachwuchswissenschaftlern. Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Tumorimmunologie, Tumorepigenetik, DNA-Schäden und translationale Modelle zur Behandlung von Krebserkrankungen. Im Kern geht es darum, neue Erkenntnisse über die Moleküle in einer Tumorzelle in neue Strategien zur Therapie umzusetzen. In einer Posterausstellung präsentieren Nachwuchswissenschaftler ihre eigenen Forschungsergebnisse.

Das Symposium findet statt von Mittwoch, dem 15. November 2017, bis Freitag, dem 17. November 2017. Tagungsort ist das Tagungszentrum Alte Mensa, Am Wilhelmsplatz 3 in Göttingen. Veranstaltet wird das Symposium vom Else Kröner-Forschungskolleg Göttingen „Molekulare Therapie und Prädiktion beim kolorektalen Karzinom“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Sprecher des Kollegs sind Prof. Dr. Matthias Dobbelstein (Direktor des Instituts für Molekulare Onkologie, UMG) und Prof. Dr. Michael Ghadimi (Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, UMG).

Internationales Symposium zur Krebsforschung
„Exploiting Tumor-Specific Vulnerabilities for Improved Cancer Treatment”
Mittwoch, 15. November 2017, 15:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag, 16. November 2017, 9:00 bis 17:00 Uhr
Freitag, 17. November 2017, 9:00 bis 12:00 Uhr
Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen

Die Tagungssprache ist Englisch.
Der Besuch des Symposiums ist mit einer vorherigen online-Registrierung kostenfrei möglich (http://ekfs-cancersymposium-2017.de).

Medienvertreter sind zur Berichterstattung eingeladen.

Mit dem Symposium vernetzen sich Göttinger Krebsforscher international, um die moderne translationale Krebsforschung am Göttingen Campus weiter auszubauen. Sie wollen Netzwerke für künftige Kooperationen mit renommierten Naturwissenschaftlern und Ärzten knüpfen. Translationale Krebsforschung ist darauf ausgerichtet, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst zügig für die Behandlung von Krebspatienten verfügbar zu machen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

In den letzten Jahrzehnten wurden in vielen Bereichen der Krebsforschung und -therapie große Fortschritte erzielt. Durch die multimodale Therapie bei Darmkrebs konnte die Lebenszeit von Patienten mit Streuung des Tumors deutlich verlängert werden. Mit zielgerichteten Therapieansätzen ist es gelungen, die Verträglichkeit der Therapien zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Dennoch gibt es noch in vielen Bereichen der Krebstherapie Verbesserungsbedarf: so z.B. bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses, der nach wie vor eine sehr schlechte Prognose hat. Die translationale Forschung spielt dabei eine entscheidende Rolle als wichtiges Bindeglied zwischen der traditionell naturwissenschaftlich-ausgerichteten Grundlagenforschung, der klinischen Forschung und der Anwendung neuer Therapien in der Klinik.

Else Kröner-Forschungskolleg Göttingen „Molekulare Therapie und Prädiktion beim kolorektalen Karzinom“ an der UMG

Seit 2015 ist Göttingen Standort eines Forschungskollegs der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung. Im Rahmen des „Clinician Scientist“-Programmes werden insgesamt zehn Ärzte und vier Naturwissenschaftler aus verschiedenen medizinischen Bereichen mit dem wissenschaftlichen Schwerpunkt der translationalen onkologischen Forschung gefördert.

Die Else-Kröner-Forschungskollegs haben zum Ziel, Ärztinnen und Ärzte während der Weiterbildung zum Facharzt bei der Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen. Die jungen Klinikerinnen und Kliniker arbeiten zusammen mit einem wissenschaftlichen Institut oder einer forschenden Einrichtung aus dem Bereich der Klinik. Sie entwickeln Projekte, in denen grundwissenschaftliche Ansätze mit klinischen Fragestellungen eng verknüpft werden. Aus den so gewonnen Erkenntnissen werden Strategien zur Verbesserung der Patientenbehandlung abgeleitet. Die Förderung im Rahmen des Forschungskollegs umfasst zeitliche Freiräume und begünstigende Strukturen, die wissenschaftliches Arbeiten unter einer intensiven Betreuung durch Experten und Mentoren stimulieren. Daneben ergänzen Fortbildungsveranstaltungen, u.a. mit internationalen Gastrednern, Methodenkurse und Workshops in Schlüsselkompetenzen die Weiterbildung der jungen Ärztinnen und Ärzte.

Weitere Informationen zum Programm: http://ekfs-cancersymposium-2017.de.

Finanziell unterstützt wird das Symposium von der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung sowie von den Firmen Sartorius, Mundipharma, Bristol-Myers Squibb, PharmaCept, AstraZeneca und Carl Zeiss.

 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Else Kröner-Forschungskolleg Göttingen
Priv.-Doz. Dr. Elisabeth Heßmann
Telefon 0551 / 39-8902
elisabeth.hessmann@med.uni-goettingen.de



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