Presseinformationen

Presseinformation Nr. 152 vom 12. Oktober 2017

Lesen im Grünen: „Literaturherbst“ erstmals im Universitätsklinikum Göttingen

„Koslik ist krank und Walter Nowak bleibt liegen“. Lesung und Gespräch mit Julia Rothenburg und Julia Wolf. Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19:00 Uhr in der Osthalle des Universitätsklinikums. Der Eintritt ist frei.


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Julia Rothenburg. Foto: privat


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Julia Wolf. Foto: Franziska Rieder


(umg) Erstmals wird das Universitätsklinikum Göttingen beim Göttinger Literaturherbst zur Lesebühne. Zwei junge und preisgekrönte deutsche Autorinnen lesen und sprechen über ihre Bücher in der von Bäumen begrünten Osthalle. Die Buchtitel passen perfekt zum Veranstaltungsort: Sie heißen „Koslik ist krank“ und „Walter Nowak bleibt liegen“. Julia Rothenburg und Julia Wolf haben zwei literarisch beeindruckende Werke verfasst, die bereits ein breites Medienecho gefunden und mehrere Auszeichnungen errungen haben. So stand Julia Wolf in diesem Jahr auf der Nominierungsliste für den Deutschen Buchpreis. Gesprächspartner und Moderator an diesem Abend ist Christian Dinger, seit 2014 im Göttinger Graduiertenkolleg „Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung“ und Kenner deutscher Gegenwartsliteratur.

Göttinger Literaturherbst 2017
Julia Rothenburg und Julia Wolf. Lesung und Gespräch
„Koslik ist krank und Walter Nowak bleibt liegen“
Donnerstag, 19. Oktober 2017
19:05 Uhr, Bühne in der Osthalle
Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40
EINTRITT FREI!

Julia Rothenburg (geb. 1990 in Berlin) studierte Soziologie und Politikwissenschaften in Freiburg und Berlin. „Koslik ist krank“ ist ihr Debütroman. Erzählt wird die Geschichte des Volksschullehrers Walter Koslik, der mit Anfang vierzig mit Verdacht auf einen Schlaganfall in ein Krankenhaus eingeliefert wird. Die treffsicheren Dialoge, die minimalistische Dramaturgie und die skalpellscharfe Beobachtungsgabe machen den Roman zu einem bemerkenswerten literarischen Debüt. Der Autorin gelingt ein verstörendes und hochamüsantes Kammerspiel im Krankenhaus, die literarische Endoskopie eines Mannes mittleren Alters mit dem Finger auf der Reset-Taste.

Julia Wolf (geb. 1980 in Groß-Gerau) lebt in Berlin und Leipzig. Sie schreibt Prosa und Szenisches für Theater, Radio und Film. Ihr Theaterstück „Der Du“ wurde am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt und von ihr selbst für den WDR als Hörspiel inszeniert. In ihrem Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ zeichnet Wolf mit erzählerischer Souveränität und großer Empathie ein eindrückliches Männerportrait der Nachkriegszeit: Der 68-jährige Rentner Walter Nowak erleidet im Schwimmbad einen tragikkomischen Badeunfall. Stunden später findet er sich in seinem Badezimmer liegend wieder, allein und bewegungsunfähig. Gedanken und Bilder seines Lebens stürzen auf ihn ein und der Leser macht eine faszinierende Reise in die menschliche Psyche und in das Deutschland der Nachkriegszeit.

Christine Westermann sagt im Literarischen Quartett am 16. Juni 2017 zu diesem Buch: „Es ist eine wunderbare Sprache … Dass sie diese Sätze so knapp und so kurz macht, gibt dem Buch einen unglaublichen Sog, eine unheimliche Geschwindigkeit.“ Julia Wolf wurde mit ihrem Buch „Walter Nowak bleibt liegen“ für den diesjährigen Deutschen Buchpreis nominiert.

 

AUSZEICHNUNGEN

Julia Rothenburg

2015     Retzhof-Preis für junge Literatur für das Romanmanuskript „Koslik ist krank“.

 

Julia Wolf

2015     Kunstpreis der Lotto Brandenburg GmbH in der Sparte Literatur

2016     3sat-Preis beim Bachmannwettbewerb während der Tage der deutschsprachigen Literatur  2016 für die Lesung aus  „Walter Nowak bleibt liegen“

2017     Debütpreis des Nicolas-Born-Preises des Landes Niedersachsen

2017     Nominierung für den Deutschen Buchpreis mit „Walter Nowak bleibt liegen“

 

WEITERE INFORMATIONEN
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