Presseinformationen

Presseinformation Nr. 153 vom 12. Oktober 2017

23 Millionen Euro: Land Niedersachsen finanziert Erneuerung der Informationstechnologie an der UMG

UMG erhält zusätzliche 23 Millionen Euro für Finanzierung eines Krankenhausinformationssystems von der Landesregierung Niedersachsen. Fördersumme macht zudem sofortige Investitionen für den Start des HiHGmed-Konsortiums in der Forschung möglich.


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Prof. Dr. Heyo K. Kroemer Sprecher des Vorstands und Vorstand Forschung und Lehre, der UMG. Foto: umg/kimmel


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Prof. Dr. Ramin Yahyapour, HiGHmed Co-Koordinator und Chief Information Officer (CIO) der Stif-tung Universität und Universitätsmedizin Göttingen. Foto: umg


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Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG. Foto: umg/kimmel


(umg) Die niedersächsische Landesregierung hat für die kommenden Jahre 2018 bis 2023 für die Erneuerung der Informationstechnologie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) 23 Millionen Euro bereitgestellt. Damit soll ein modernes Krankenhausinformationssystem (KIS), auch im Hinblick auf die Entwicklung einer „Elektronischen Patientenakte“, angeschafft werden. Die UMG hatte diese Finanzmittel aufgrund der dringend notwendigen Modernisierung der überalterten und störungsan­fälligen IT-Infrastruktur für die Patientenversorgung und die Forschung als so genannte „über- und außerplanmäßige“ Mittel im Haushalt des Landes Niedersachsen beantragt.

Die jetzt bewilligten Millionenbeträge dienen der Anschaffung von Hardwarekapazitäten für Speicher- und Serversysteme, von Lizenzen für die dringend notwendige Modernisierung der Software sowie von Schnittstellensystemen zu administrativen Softwareprogrammen, wie z.B. SAP. Außerdem können aus den Mitteln der hohe Aufwand für die Implementierung neuer Systeme durch interne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und externe Anbieter sowie die notwendigen Schulungsmaßnahmen finanziert werden.

„Durch diese zusätzlichen Mittel ermöglichen wir zusätzliche Investitionen in ein modernes Krankenhausinformationssystem, um auch zukünftig den Anforderungen der Hochleistungsmedizin gerecht werden zu können und die stetige Verbesserung der Behandlungs- und Versorgungsprozesse weiter voranzutreiben“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen, sagt: „Wir danken dem Land Niedersachsen außerordentlich für diese bemerkenswert schnelle Entscheidung zugunsten der Finanzierung eines Krankenhausinformationssystems KIS für die UMG. Wir sind sehr froh, dass wir dadurch die so dringend notwendige Modernisierung unseres digitalen Krankenhausinformationssystems sehr viel schneller durchführen können. Wir stärken damit die Sicherheit unserer medizinischen Versorgung, indem wir jetzt moderne Voraussetzungen für eine elek­tronische Patientenakte im Interesse unserer Patienten schaffen können. An einem Universitätsklinikum ist ein KIS zudem untrennbar mit der Forschung verbunden. Auch im Hinblick auf das vom BMBF geförderte große IT-Vorhaben „HiGHmed“ bringt uns die Entscheidung des Landes Niedersachsen jetzt weiter.“

Prof. Dr. Ramin Yahyapour, HiGHmed Co-Koordinator und Chief Information Officer (CIO) der Stiftung der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen, sagt: „HiGHmed verfolgt zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und weiteren Partnern das Ziel, durch neue medizininformatische Lösungen und einen übergreifenden Datenaustausch Krankenhausinfektionen besser zu bekämpften sowie Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen durch personalisierte Ansätze wirkungsvoller zu behandeln. Die vom Land Niedersachsen jetzt bereitgestellte Fördersumme öffnet als Anschubfinanzierung die Tür, um mit unseren Forschungspartnern in Hannover und Heidelberg zeitnah bei der Umsetzung voranzukommen.“

Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG, sagt: „Eine Informationstechnologie auf dem neuesten Stand ist elementar für eine präzise, schnelle und leistungsfähige universitäre Spitzenmedizin. Die jetzt zugesagten Finanzmittel erlauben die notwendigen Investitionen in die dafür erforderlichen Applikationen, so dass beispielsweise eine umfassende elektronische Patientenakte aufgebaut werden kann oder eine zunehmende digitale Unterstützung der Prozessabläufe möglich wird. Es wird ein erster Schritt umsetzbar sein, mehr medizinisches Wissen im Behandlungskontext von Patienten dem Behandlungsteam zur Verfügung zu stellen.“

KONSORTIUM HiGHmed

Die Abkürzung HiGHmed steht für „Heidelberg-Göttingen-Hannover Medizininformatik“. Medizininformatiker aus den drei Standorten erhalten rund 30 Millionen Euro. Sie profitieren von ihrer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der klinischen Informationstechnologie im Bereich Entwicklung, Anwendung und Ausbildung. Das Konsortium HiGHmed verbindet mit Heidelberg, Göttingen und Hannover drei international führende und komplementär aufgestellte Standorte der Universitätsmedizin. HiGHmed ist eines von vier Konsortien bundesweit, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Förderung von insgesamt 150 Millionen Euro ausgestattet werden. Ziel dabei ist, die wachsenden Datenschätze – von Röntgenbildern bis hin zu Erbgut-Analysen – in einer nationalen Infrastruktur zu verknüpfen, um daraus neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und Versorgung zu gewinnen. Von der Fördersumme gehen rund 13,6 Millionen Euro nach Niedersachsen, davon an die Universitätsmedizin in Göttingen etwa 7 Millionen und an die MHH in Hannover rund 6,6 Millionen Euro.

 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
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