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Presseinformation Nr. 143 vom 29. September 2017

„Kugel und Spur“: Kunstwerk am Klinikums-Teich zieht um

Ein Symbol für das 40 Jahre alte Universitätsklinikum in der Robert-Koch-Straße 40 zieht um: Das Kunstwerk „Kugel und Spur“ am Teich vor dem Bettenhaus 1 hat einen neuen Platz im Garten des Forschungsgebäudes BIN/DZNE in der Von-Siebold-Straße 3a.


(umg) „Kugel und Spur“, so heißt das Kunstwerk am Teich vor dem Bettenhaus 1. Es gehört zum Standort des Zentralklinikums am Standort Robert-Koch-Straße 40 wie die schwarzen Klimatürme auf dem Dach des Zentralgebäudes. Sommers wie winters haben Besucher, Patienten und Studierende beim Gang um den Teich oder Entspannen auf der Wiese die Kugel und die Säulen als selbstverständlichen Bestandteil der grünen Wiese wahrgenommen. Ein etwa 30 Meter langer Weg, die Spur, verbindet die Säulen auf dem Weg zum Wasser und „stoppt“ an der Kugel. Die Kugel hat einen Durchmesser von 3,60 Meter, die Säulen sind vier Meter hoch.

„Kugel“ wird für den Kran befestigt. Foto: umg/vetter

„Kugel“ schwenkt am Haken. Foto: umg/vetter

Nun ist das inzwischen 30 Jahre alte Kunstwerk umgezogen. Das 2,5 Tonnen schwere Gebilde aus Corteen-Stahl, einem wetterfesten Feinkorn-Bau-Stahl, hat ein neues Zuhause. Der Garten hinter dem Forschungsgebäude BIN/DZNE in der Von-Siebold-Straße 3a nimmt die Teile von „Kugel und Spur“ auf.

„Das Umsetzen des Kunstwerkes ist ein erster Schritt, um das Baufeld für den Neubau des Bettenhauses im Rahmen des Bauabschnittes 1A frei zu machen. Der Umzug ist ein klares Signal: Es geht jetzt los mit dem Neubau an der UMG!“, sagt Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration. „Wir wollen aber auch ganz bewusst den Traditionsbezug zum bisherigen Standort bewahren. Der Erhalt der Kugel mit ihren Säulen gewinnt umso mehr an Bedeutung, je grundlegender wir den bisherigen Standort in der Robert-Koch-Straße gestalten und verändern werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eines fernen Tages die Kugel wieder zurück auf den dann neugestalteten Medizin-Campus kommen wird und damit eine symbolische Verbindung zum jetzigen Standort herstellt.“

Geschaffen hat das Kunstwerk der Stuttgarter Künstler Hans Dieter Bohnet. Er wurde im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbes aus sieben Künstlern ausgewählt. Das Kunstwerk stellt die Elemente Wasserbecken, Wiese und Weg miteinander in Beziehung. Aufgestellt wurden Kugel und Säulen im Mai 1987 aus Anlass des damaligen Universitätsjubiläums. Gekostet hatte das Gesamtkunstwerk 250.000 DM. Der Universitätsbund Göttingen hatte es maßgeblich gefördert.

DER UMZUG

Der Aufwand für die Umsetzung war beachtlich: Drei Kräne kamen zum Einsatz: Ein 160-Tonnen-Kran mit weitem Ausleger hatte die zweieinhalb Tonnen schwere Kugel am Nachmittag des 28. Septembers 2017 vom Rasen abgehoben und auf einen Schwerlasttransporter gehoben. Dabei musste der Ausleger vom Kran bis zur Kugel 38 Meter über die Wiese hinweg überbücken. Erst um 22:00 Uhr konnte der Tieflader die Kugel zum neuen Standort in der Straße „Am Vogelsang“ bringen.

Nachttransport: „Kugel“ auf dem Weg zum BIN/DZNE-Forschungsgebäude. Foto: umg/vetter

Dort wurde die Kugel noch in der Nacht unter Lichtstrahlern abgeladen und mit einem 40-Tonnen-Kran auf der neuen Position im gleichen künstlerischen Ensemble wie am Klinikums-Teich aufgestellt: Die beiden Säulen wurden bereits am Nachmittag mit einem 80-Tonnen-Kran auf ihren neuen Standort gehievt. Auch im Garten des BIN/DZNE-Forschungsgebäudes wird ein Weg von beiden Säulen aus einen leichten Abhang hinab zur Kugel mit dem Keil führen.

Wieder vereint: „Kugel und Säulen" im Garten des BIN/DZNE-Forschungsgebäudes am Morgen danach. Foto: umg/vetter

Mit dem Kunstwerk wurde auch ein 10 Meter hoher Ginkgo-Baum in das Gartengelände des BIN/DZNE-Forschungsgebäudes versetzt. Reiner Zufall: Gingko-Präparate haben das Image, dass die den geistigen Abbau bremsen würden. Das pflanzliche Mittel soll Demenzkranken angeblich helfen oder bei gesunden Menschen die Konzentration stärken. Einen besseren Platz als im Garten des neurowissenschaftlichen Forschungsgebäudes zur Alzheimer- und Demenz-Forschung hätte der Baum nicht finden können.

 

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