Presseinformationen

Presseinformation Nr. 128 vom 08. September 2017

Nocebo-Effekte im klinischen Alltag: Wie negative Erwartungen beim Patienten erzeugt werden und wie sie sich vermeiden lassen

Öffentliche Veranstaltung des Klinischen Ethikkomitees (KEK) der UMG mit Vortrag und Podiumsdiskussion. Mittwoch, 13. September 2017, 18:00 bis 20:00 Uhr, Hörsaal 542, Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen


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Themenbild zu Nocebo im klinischen Alltag
Wer‘s glaubt, wird krank…


(umg) Nicht nur positive Placebo-Effekte, sondern auch negative Erwartungen haben mitunter therapeutische Wirkungen: So genannte „Nocebo-Effekte“ sind in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus von klinischer Forschung gerückt. Wie negative Erwartungen bei Patienten erzeugt werden und wie sie sich vermeiden lassen, ist Thema der öffentlichen Vortragsveranstaltung des Klinischen Ethikkomitees an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am Mittwoch, dem 13. September 2017, von 18:00 bis 20:00 Uhr. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedeutung, die die Wahl der Worte für die Erwartungshaltung von Patienten haben kann. Die Veranstaltung findet statt im Hörsaal 542, Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40.

Öffentliche Vortragsverantaltung des Klinischen Ethikkomitees mit Podiumsdiskussion
Nocebo-Effekte im klinischen Alltag: Wie negative Erwartungen beim Patienten erzeugt werden und wie sie sich vermeiden lassen

„Nocebo-Effekte und Negativsuggestionen“
Referent: Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Regensburg

Mittwoch, 13. September 2017, 18:00 bis 20:00 Uhr
Hörsaal 542, Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Für die Veranstaltung wurden zwei Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender sowie Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.

Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Regensburg, referiert darüber, was sich hinter dem Begriff und Phänomen des „Nocebo-Effekts“ verbirgt und wie ein solcher entsteht. Er spricht über Nocebophänomene und Negativsuggestionen im klinischen Alltag, er geht dabei insbesondere auf deren Bedeutung beim ärztlichen Aufklärungsgespräch ein Die anschließende Podiumsdiskussion ermöglicht es, Fragestellungen zu den praktischen und rechtlichen Folgen aufzugreifen. Neben der konkreten Arzt-Patient-Beziehung wird auch die Umsetzbarkeit im Alltag eines Großklinikums diskutiert. Es diskutieren neben dem Referenten der Göttinger Medizinrechtler Prof. Dr. Gunnar Duttge und Prof. Dr. Michael Quintel, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, UMG. Moderiert wird die Diskussion von Melanie Steuer, Rechtsanwältin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen.

NOCEBO-EFFEKTE IM KLINISCHEN ALLTAG

So genannte „Nocebo-Effekte“ gehören zum klinischen Alltag wie das tägliche Essen auf dem Speiseplan. Ärzteschaft und Pflegekräfte beeinflussen ihre Patienten nicht nur durch Medikamente, Interventionen und Behandlungen. Auch die Wahl ihrer Worte – und dies geschieht häufig nicht bewusst – hat wesentlichen Einfluss auf Patienten. Worte können tief verletzen, aber auch heilen. Durch Worte können beim Patienten negative Erwartungshaltungen erzeugt werden, die erheblichen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf und sogar den Therapieerfolg haben. Daher ist eine wohlüberlegte Kommunikation enorm wichtig, um negative Erwartungen beim Patienten erst gar nicht zu erzeugen.

PROGRAMM

Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Friedemann Nauck
, Direktor der Klinik für Palliativmedizin sowie Vorstandsmitglied des Klinischen Ethikkomitees, UMG

Vortrag: „Nocebo-Effekte und Negativsuggestionen“
Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Regensburg

PODIUMSDISKUSSION

Moderation:
Melanie Steuer, Rechtsanwältin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen

Teilnehmer:
Prof. Dr. Gunnar Duttge, Direktor der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen; Geschäftsführender Direktor des Göttinger Zentrums für Medizinrecht; Mitglied im Klinischen Ethikkomitee, UMG

Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Regensburg

Prof. Dr. Michael Quintel, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, UMG
 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Geschäftsstelle des Klinischen Ethikkomitees (KEK)
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
Telefon 0551 / 39-9680, kek@med.uni-goettingen.de
www.kek.med.uni-goettingen.de

 



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