Presseinformationen

Presseinformation Nr. 073 vom 15. Mai 2017

DFG fördert internationales Graduiertenkolleg an der Universitätsmedizin Göttingen weiter mit rund 5,4 Millionen Euro.

Wissenschaftler erforschen molekulare Mechanismen der Herzschwäche.


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Prof. Dr. Dörthe M. Katschinski, Direktorin des Instituts für Herz- und Kreislaufphysiologie der UMG, ist Sprecherin des internationalen Graduiertenkollegs 1816. Foto: hzg / rschmidt


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Prof. Dr. Susanne Lutz, Institut für Pharmakologie und Toxikologie der UMG, ist stellvertretende Sprecherin des internationalen Graduiertenkollegs 1816. Foto: privat


(umg) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das internationale Graduiertenkolleg 1816 „Phosphorylation and redox-mediated signalling mechanisms in the failing heart“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ab Oktober 2017 bis März 2022 mit einem Betrag von rund 5,4 Millionen Euro für weitere 4,5 Jahre. Die Gutachter der DFG honorieren damit die bisher erfolgreiche Arbeit des Graduiertenkollegs in der Forschung und der Aus- und Weiterbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs während der ersten Förderperiode ab 2013. In der ersten Förderperiode strebten insgesamt 34 Doktoranden aus 12 verschiedenen Ländern einen Abschluss als Dr. rer. nat./PhD oder Dr. med./PhD an.

Die Wissenschaftler des internationalen Graduiertenkollegs 1816 (IRTG 1816) untersuchen, welche Bedeutung Veränderungen an Proteinen für die Entstehung und die Behandlung einer Herzinsuffizienz haben. Wissenschaftler des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen und des British Heart Foundation Research Centre of Excellence am King‘s College London (Direktor: Prof. Dr. Ajay Shah) arbeiten dabei in einem internationalen Forschungsverbund in insgesamt 12 Projekten zusammen. Die wissenschaftlichen Projekte sind eingebettet in ein gemeinsames Graduiertenprogramm. Die Ausbildung der jungen internationalen medizinischen und naturwissenschaftlichen Doktoranden wird von Dr. Christina Würtz als Koordinatorin organisiert. Prof. Dr. Dörthe M. Katschinski, Direktorin des Instituts für Herz- und Kreislaufphysiologie an der UMG, ist die Sprecherin des bundesweit einizigartigen internationalen Graduiertenkollegs. Stellvertretende Sprecherin des IRTG 1816 und gleichzeitig Sprecherin des eng verbundene internationalen Cardiovascular Science Masterstudiengangs an der UMG ist Prof. Dr. Susanne Lutz vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie, UMG.

Im internationalen Graduiertenkolleg 1816 „Phosphorylation and redox-mediated signalling mechanisms in the failing heart“ arbeiten Promovierende aus der ganzen Welt in Herzforschungslaboren in Göttingen und in London zusammen. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung einer Herzinsuffizienz bereits in einem sehr frühen Stadium erkennen zu können und neue Therapien zu entwickeln. Dafür untersuchen sie sogenannte „posttranslationale“ Veränderungen. Bekannt ist: Durch die chemische Veränderung der Proteine verändert sich deren Funktion. Sie könnte zu den typischen Symptomen der Herzschwäche, wie Pumpschwäche und Rhythmusstörungen (Arrhythmien), führen. Herzinsuffizienz oder „Herzschwäche“ ist eine der häufigsten Erkrankungen in Europa. Ziel der Forschungen ist es daher, Grundlagen für neue Behandlungsverfahren der Herzinsuffizienz zu schaffen.

Durch die Kooperation in Forschung und Ausbildung mit dem BHF Centre of Research Excellence am King‘s College in London werden wissenschaftliche Synergien und Kompetenzen gebündelt. Die Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung und dem Sonderforschungsbereich 1002 „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“. „Durch die globale Rekrutierung wollen wir internationale exzellente Nachwuchswissenschaftler auch langfristig an die Herzzentren in Göttingen und London binden.“, sagt die Sprecherin des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Dörthe M. Katschinski.

Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für maximal neun Jahre gefördert. Internationale Graduiertenkollegs ermöglichen eine gemeinsame Doktorandenausbildung von einer Gruppe an einer deutschen Hochschule und einer Partnergruppe im Ausland. Im Mittelpunkt stehen die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie ein bilateraler Austausch der Nachwuchswissenschaftler.

Weitere Information zum IRTG 1816: http://www.grk1816.med.uni-goettingen.de/
 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Herz- und Kreislaufphysiologie
Prof. Dr. Dörthe M. Katschinski
Telefon 0551 / 39-5896
doerthe.katschinski@med.uni-goettingen.de

 



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