Presseinformationen

Presseinformation Nr. 057 vom 13. April 2017

Fixierung und Zwang: erlaubt – verboten – geboten?

Öffentliche Vortragsreihe „Wohltätiger Zwang? Vom Recht auf Selbstbestimmung in Medizin und Pflege“: Vortrag am Mittwoch, 26. April 2017, 18:15 bis 19:45 Uhr, Hörsaal 552, Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen.


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Gurte am Bett
Foto: umg/wiesemann


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Prof. Dr. Gabriele Meyer. Quelle: Deutscher Ethikrat. Foto: Reiner Zensen


(umg) Gurte im Bett oder am Stuhl, Bettgitter und andere mechanische Mittel werden in der ambulanten Pflege, im Pflegeheim und im Krankenhaus eingesetzt, um Pflegebedürftige an vermeintlich selbstgefährdendem Verhalten zu hindern. Die Motive der Anwendung, die Häufigkeit und die gesetzlichen Grundlagen sind Gegenstand des nächsten Vortrags im Rahmen einer öffentlichen Vortragsreihe, die vom Klinischen Ethikkomitee (KEK) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veranstaltet wird. Prof. Dr. Gabriele Meyer vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der Universität Halle-Wittenberg referiert. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Fixierung und Zwang: erlaubt – verboten – geboten?“ geht sie auch auf mögliche ethische Konflikte, die wissenschaftsbasierten empfohlenen Alternativen und mögliche Strategien zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen ein. Über den Umgang mit Fixierungen an der UMG und eine entsprechende Verfahrensempfehlung berichtet Jörg Reuter, Pflegedienst der UMG. Die Vortragsveranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 26. April 2017, von 18:15 bis 19:45 Uhr im Hörsaal 552, Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion.

Öffentliche Vortragsreihe des Klinischen Ethikkomitees
Wohltätiger Zwang? – Vom Recht auf Selbstbestimmung in Medizin und Pflege
Fixierung und Zwang: erlaubt – verboten – geboten?
Referentin: Prof. Dr. Gabriele Meyer, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Universität Halle-Wittenberg
Klinisches Statement: Jörg Reuter, Pflegedienst, Universitätsmedizin Göttingen
Mittwoch, 26. April 2017, 18:15 bis 19:45 Uhr
Hörsaal 552 (anderer Hörsaal als bisher angekündigt), Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Für die Veranstaltungsreihe wurden Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender sowie Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen beantragt. Pro Vortragsveranstaltung können zwei Fortbildungspunkte erworben werden.

DIE REFERENTIN

Prof. Dr. Gabriele Meyer ist Mitglied des Deutschen Ethikrats. Die Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) in der Pflege ist in den letzten Jahren zu einem ihrer Forschungsschwerpunkte geworden. Sie hat Studien geleitet zur Beschreibung der Häufigkeit und der Ursachen von FEM sowie randomisierte kontrollierte Studien zum Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von Programmen zur Vermeidung und Verminderung von FEM. Auch an Synthesen der internationalen Literaturbestände und an einer evidenzbasierten Praxisleitlinie hat sie maßgeblich mitgewirkt.

Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Reihe „Wohltätiger Zwang? Vom Recht auf Selbstbestimmung in Medizin und Pflege“.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Geschäftsstelle des Klinischen Ethikkomitees (KEK)
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
Telefon 0551 / 39-9680, kek@med.uni-goettingen.de
www.kek.med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


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