Presseinformationen

Presseinformation Nr. 112 vom 06. September 2016

Transkranielle Hirnstimulation: 600 Wissenschaftler aus aller Welt tauschen sich über aktuellen Stand in Forschung und Klinik aus

6. Internationale Konferenz über transkranielle Hirnstimulation in Göttingen von Mittwoch, 7. September 2016, bis Samstag, 10. September 2016.


(umg) Der aktuelle Stand der Grundlagenforschung zur transkraniellen Hirnstimulation, Aspekte zur Bildgebung sowie neueste Erkenntnisse aus der klinischen Anwendung von Hirnstimulationsverfahren bei neuropsychiatrischen Erkrankungen – das sind die Themen der 6. Internationalen Konferenz über transkranielle Hirnstimulation. Rund 600 Teilnehmer aus 42 Ländern der Welt werden dazu in Göttingen erwartet. Die Tagung findet statt von Mittwoch, 7. September 2016, bis Samstag, 10. September 2016. Wissenschaftlich geleitet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Walter Paulus, Direktor der Klinik für Klinische Neurophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen.

In rund 90 Vorträgen und mit 310 Postern befasst sich die Konferenz mit den neuesten Entwicklungen von Methoden zur Stimulation des Gehirns mit schwachem Gleich- oder Wechselstrom bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, bei Depressionen oder chronischem Schmerz. Der aktuelle Stand der klinischen Forschung wird Gegenstand der Konferenz sein ebenso wie andere Anwendungen, wie zum Beispiel zur Leistungssteigerung bei Gesunden.

Das detaillierte Programm findet sich unter: www.tbs-conference.de/

6. Internationale Konferenz über transkranielle Hirnstimulation
Eröffnungsveranstaltung
Mittwoch, 7. September 2016, 17:00 bis 19:30 Uhr
Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen
Wissenschaftliche Vortragsveranstaltung
Donnerstag, 8. September 2016, bis Samstag, 10. September 2016
Hörsäle 009 und 011, Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG),
Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen
Tagungssprache ist Englisch.

Medienvertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

TRANSKRANIELLE HIRNSTIMULATION
Grundsätzlich unterschieden wird die sogenannte transkranielle Magnetstimulation von der direkten Stimulation mit schwachem Gleich- oder Wechselstrom über an der Kopfhaut befestigte Elektroden. Die transkranielle Magnetstimulation erlaubt die Generierung sehr kurzer Stromflüsse im Hirn in der Größenordnung von 1/10.000 Sekunde. Wenn sie wiederholt angewendet wird, z.B. 3.000 Pulse über 30 Minuten, kann sie abhängig von der Stimulationsfrequenz, Hirnfunktion hemmen oder bahnen. Eingesetzt wird die Magnetstimulation bei einer Reihe von neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen, am vielversprechendsten bei Depressionen oder chronischem Schmerz. Sie ist in den USA ein Routineverfahren in der Behandlung von depressiven Patienten. Die Stimulation mit schwachen Gleichströmen wurde ebenfalls in der Behandlung von diesen Erkrankungen eingesetzt
.


WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Klinische Neurophysiologie
Prof. Dr. Walter Paulus
Telefon 0551 / 39-66650
walter.paulus@med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


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