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Presseinformation Nr. 092 vom 04. Juli 2016

Vereinbarkeit braucht Veränderung: UMG für familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet

Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhält für Maßnahmen und festgelegte Ziele zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium das Audit-Zertifikat „berufundfamilie“ verliehen.


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Zertifikatsübergabe in Berlin an Institutionen und Unternehmen aus Bremen und Niedersachsen: hintere Reihe links für die Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Prof. Dr. Michael Schön, Dekan für Allgemeine Akademische Angelegenheiten. Foto: berufundfamilie


(umg) Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wurde für ihren Prozess auf dem Weg hin zu einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik in Berlin von der berufundfamilie Service GmbH mit dem Audit-Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Insgesamt erhielten 272 Arbeitgeber das Zertifikat. Zudem bekamen 24 Hochschulen das Qualitätssiegel „audit familiengerechte hochschule“ verliehen. Alle Ausgezeichneten haben erfolgreich das Auditierungsverfahren der berufundfamilie Service GmbH durchlaufen und nachhaltig verbesserte Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben geschaffen oder für die kommenden Jahre als Ziel vereinbart.

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, und Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, überreichten am Donnerstag, dem 23. Juni 2016, den Vertretern der Unternehmen, Institutionen und Hochschulen die Auszeichnung.

Für die UMG nahm Prof. Dr. Michael Schön, Dekan für Allgemeine Akademische Angelegenheiten, in Vertretung für den Vorstand Forschung und Lehre das Zertifikat entgegen. Gemeinsam mit ihm haben Barbara Waldeck (Leiterin des Sachgebiets Personalentwicklung und Personalmanagement der UMG) und Anja Lipschik (Gleichstellungsbeauftragte der UMG) die UMG in den Fachforen in Berlin vertreten. „Hier war es anhand der vorgestellten Beispiele aus der Praxis interessant zu sehen, wie innovativ andere Hochschulen und Unternehmen die Vereinbarkeit von „Beruf und Familie“ umsetzen“, sagt Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG. „Die Einbindung der „Familienfreundlichkeit“ und der „Gleichstellung“ in den gesamten Strategieprozess der UMG ist genau richtig. Dass diese Aufgabe für den Vorstand zu den Kernaufgaben gehört, wird hier deutlich.“

Mit der Zertifizierung würdigt die Initiative die bisherigen Maßnahmen und den rund einjährigen Prozess der UMG, um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit der Familie weiter zu verbessern. Das Audit untersucht dabei die Rahmenbedingungen an der UMG auf Familienfreundlichkeit. Ziel ist eine familienfreundlichere Führungs- und Arbeitskultur, bedarfsgerechtere Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung. Sie sollen die verschiedenen Herausforderungen bei der besonderen Verantwortung für Familien in den Blick nehmen und dem Bedarf nach Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Wissenschaft mit der Familie gerechter werden.

Dazu sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich der 18. Zertifikatsverleihung: „Familien stehen vor der Herausforderung, Privatleben und Beruf miteinander zu vereinbaren. Kinder wollen betreut und pflegebedürftige Angehörige versorgt werden. Ich gratuliere den anwesenden engagierten Arbeitgebern, die ihren Angestellten in Lebensphasen, in denen sie anderweitig gefordert sind, die notwendige Flexibilität einräumen, um beruflich eine Zeitlang kürzer treten zu können, ohne dadurch Nachteile zu haben.“

Die Parlamentarische Staatssekretärin Iris Gleicke sagte: „Familienfreundlichkeit sollte heutzutage für alle Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein. Die heute ausgezeichneten Unternehmen haben tatkräftig unter Beweis gestellt, dass sie sich diesem Ziel verpflichtet fühlen. Wer die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpft, hat die Nase auch dann vorn, wenn es darum geht, talentierte und motivierte Fachkräfte zu finden und an das Unternehmen zu binden.“

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläutert: „Das Zertifikat ist nicht nur der Nachweis für das Engagement des Arbeitgebers, eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu etablieren. Das Zertifikat belegt auch, dass der Arbeitgeber diese an sich verändernde Rahmenbedingungen an-passen kann – sei es aufgrund externer Faktoren, wie neue gesetzliche Regelungen, oder hinsichtlich interner Entwicklungen. Als „Entwicklungsaudit“ angelegt, fängt das audit schließlich einen strukturellen Organisationswandel genauso auf wie personelle Umwälzungen, zu denen zwei veränderte Altersstrukturen oder wechselnde Lebensentwürfe der Beschäftigten zählen können. Eine gelingende Vereinbarkeit greift Veränderungen auf.“

DIE UMG

Über ein Jahr lang hat die UMG unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten Anja Lipschik unter Einbeziehung aller Bereiche und Statusgruppen einschließlich der Studierenden organisationsübergreifend acht Handlungsfelder zusammengetragen. Rund 50 Maßnahmen zur Steigerung der Familienfreundlichkeit wurden identifiziert und sollen in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden. Hierbei wird ein Familienverständnis zugrunde gelegt, das sowohl die Verantwortung für Kinder als auch die Pflege von Angehörigen umfasst und sich an den verschiedenen Lebensphasen der Beschäftigten orientiert.

Seit Februar dieses Jahres arbeitet Nina Vogel als Referentin im Gleichstellungsbüro an der Umsetzung der Ziele für die nächsten drei Jahre. Die Koordination übernimmt Anja Lipschik als Gleichstellungsbeauftragte.

www.berufundfamilie.de, www.beruf-und-familie.blogspot.de, #personalbewusst


WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Anja Lipschik (Dipl. oec.), Gleichstellungsbeauftragte
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-9335; Mail: anja.lipschik@med.uni-goettingen.de

Sekretariat: Frau Groß
Telefon 0551 / 39-9785; Mail: gleichstellungsbuero@med.uni-goettingen.de



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