Presseinformationen

Presseinformation Nr. 091 vom 24. Juni 2016

Mit gesundem Lebensstil erbliches Krebsrisiko senken?

Brustzentrum der UMG sucht für Studie der Deutschen Krebshilfe Teilnehmerinnen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs.


(umg) Regelmäßige sportliche Betätigung und eine gesunde Ernährung können Frauen davor schützen, an Brustkrebs zu erkranken und mindern das Risiko, einen Brustkrebsrückfall zu erleiden. Dies ist durch Studien belegt. Ob sich auch Frauen mit einer erblichen Veranlagung für Brust- oder Eierstockkrebs mit einem gesunden Lebensstil vor einer Brustkrebserkrankung oder einem Rückfall schützen können, wurde bisher noch nicht untersucht.

Für eine Studie der Deutschen Krebshilfe sucht das Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Frauen, die mitmachen möchten. An der Studie teilnehmen können gesunde und erkrankte Frauen zwischen 18 und 70 Jahren, bei denen eine Veränderung in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 nachgewiesen wurde. Die Studie soll herausfinden, ob auch Frauen mit einem hohen, erblich bedingten Krebserkrankungsrisiko von einem strukturierten Sport- und Ernährungsprogramm profitieren können.

Die LIBRE-Studie ist 2016 deutschlandweit in 16 der 19 Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Deutschen Krebshilfe gestartet. LIBRE steht für „Lebenstilintervention bei gesunden und erkrankten BRCA1/2 Mutationsträgerinnen“. Das Brustzentrum der UMG gehört dem Konsortium Familiärer Brust-und Eierstockkrebs seit 2014 an und beteiligt sich an der Studie, die von der Deutschen Krebshilfe e.V. gefördert wird. Die Studienleitung liegt bei Prof. Dr. Marion Kiechle, Frauenklinik, Klinikum rechts der Isar, TU München.

Die Studie vergleicht zwei Gruppen, denen die Teilnehmerinnen per Losverfahren zugewiesen werden. In der „Kontrollgruppe“ erhalten die Frauen zu Beginn der Studie eine sportmedizinische Untersuchung, eine Aufklärung über den Nutzen regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie eine Beratung zur gesunden Ernährung. Die Teilnehmerinnen der „Interventionsgruppe“ erhalten zusätzlich drei Monate lang ein strukturiertes Ernährungs- und Sportprogramm inklusive Kochkurs. Nach diesen drei Monaten sowie anschließend über drei Jahre einmal jährlich werden die klinischen Untersuchungen für alle Probandinnen wiederholt. Außerdem erhalten alle Studienteilnehmerinnen Fragebögen zur Erfassung der körperlichen Aktivität, der Ernährungsweise sowie von Stressbelastungen.

Kontakt: Studienbüro der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG, Telefon 0551 / 39-66077, in der Zeit von 08:00 bis 15:00 Uhr.


WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Prof. Dr. Günter Emons
Telefon 0551 / 39-66500
emons@med.uni-goettingen.de



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