Presseinformationen

Presseinformation Nr. 089 vom 17. Juni 2016

„Respekt und Dank“: OHG-Schülerinnen und Schüler spenden für UMG-Palliativstation

2.000 Euro Erlös aus Weihnachtsbasar 2015 für Palliativstation der UMG. Spende der Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) unterstützt zusätzliche Hilfe- und Betreuungsangebote.


Spendenübergabe (v.l.): Christian Kratzin (Beratungslehrer für die Schülervertretung-SV), Lennart Rühling (SV-Vertreter, 12. Klasse), Lea Heidrich (SV-Vertreterin, 11. Klasse), Carolin Storre (SV-Vertreterin, 8. Klasse), Rita Engels (Schulleitung Otto-Hahn-Gymnasium), Prof. Dr. Friedemann Nauck (Direktor Klinik für Palliativmedizin). Foto: umg

(umg) „Wir danken für das außerordentliche Engagement junger Menschen und haben großen Respekt für deren Einsatz“, sagt Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Anlass für diese Anerkennung war die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 2.000 Euro an das Palliativzentrum Göttingen. Stellvertretend für die rund 1.200 Schülerinnen und Schüler des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) überreichten Lennart Rühling (SV-Vertreter, 12. Klasse), Lea Heidrich (SV-Vertreterin, 11. Klasse), Carolin Storre (SV-Vertreterin, 8. Klasse) als Abgeordnete der OHG-Schülervertretung (SV) die Spendensumme an Klinikdirektor Prof. Nauck. Begleitet wurden die OHG-Schüler von ihrer Schulleiterin, Rita Engels, und SV-Beratungslehrer, Christian Kratzin. Zusammengekommen ist die Summe beim Weihnachtsbasar des Gymnasiums im vergangenen Jahr. Dafür hatten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht oder in ihrer Freizeit (Baum-) Schmuck gebastelt, Lebkuchenhäuser gebaut, Brotbretter gesägt, Kerzen gegossen, gebrannte Man-deln hergestellt, Weihnachtskarten gebastelt, musiziert und Vieles mehr. Dass der Erlös des Basars an die Palliativstation der UMG gehen soll, hatte die gesamte OHG-Schülerschaft zuvor per Abstimmung entschieden.

„Das Votum der Schülerschaft für eine Spende an die Palliativstation war eindeutig“, sagt OHG-Schulleiterin Rita Engels. „In den letzten Jahren waren mehrere Schüler und Lehrer unserer Schule als Patienten hier. Viele von uns kennen die Station von Besuchen. Daher war den Schülerinnen und Schülern eine Spende an die Palliativstation der UMG ein besonderes Anliegen.“ „Viele Klassen des OHGs haben sich engagiert und geholfen, für den Weihnachtsbasar ein attraktives Angebot zusammenzustellen. Wir sind stolz und freuen uns, dass wir so viel Geld einnehmen und jetzt spenden können“, sagt Lea Heidrich, die den Weihnachtsbasar für die Schülervertretung initiiert hatte.

„Es ist ungewöhnlich, dass junge Menschen so engagierten Einsatz für schwerkranke und sterbende Menschen zeigen. Wir danken deshalb ganz besonders für diese großzügige Spende. Auf die Unterstützung durch Spenden sind wir angewiesen, um zusätzliche hilfreiche Angebote für die Behandlung und Begleitung schwerstkranken Patienten und deren Angehörigen anbieten zu können“, sagt Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der UMG. „Mit Spendengeldern können wir Instrumente für die Musiktherapie kaufen oder studentische Hilfskräfte finanzieren, die u.a. die hauptamtliche Nachtwache im Rahmen einer Sitzwache entlasten kann, oder unsere Autos für den ambulanten Palliativ-dienst unterhalten“, so Prof. Nauck.

PALLIATIVSTATION DER UMG

Die Station der Klinik für Palliativmedizin an der UMG besteht seit zehn Jahren. Auf der Palliativstation stehen zehn Betten zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt in erster Linie im Rahmen einer palliativmedizinischen Krisenintervention. Versorgt werden Patienten, bei denen eine ambulante Betreuung oder eine Behandlung auf einer anderen Station eines Krankenhauses aufgrund der sehr belastenden Symptome nicht ausreichend gegeben ist. Auf der Palliativstation der UMG arbeitet ein Team aus Ärzten verschiedener Fachdisziplinen, Pflegekräften, einer Psychologin, einer Sozialarbeiterin, einer Musiktherapeutin, Seelsorgern und Physiotherapeuten zusammen. Ergänzt wird es durch Ehrenamtliche. Schwerpunkte der palliativmedizinischen Behandlung liegen darauf, die belastenden Symptome und Beschwerden bestmöglich zu lindern. Dabei geht es nicht nur um die körperlichen Beschwerden, sondern auch darum, die psychosozialen und spirituellen bzw. seelsorglichen Bedürfnisse von Patienten zu berücksichtigen. Behandlungsverfahren wie Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen stehen nicht im Vordergrund. Ziel der Behandlung ist es, den Patienten möglichst wieder in sein häusliches Umfeld oder in eine andere stationäre Einrichtung, wie z. B. Hospiz oder Pflegeheim, zu entlassen. Zudem ist die Palliativstation ein Ort, an dem Patienten in der Sterbephase bis zum Tod begleitet und behandelt werden können. Angehörige können während des stationären Aufenthaltes als Begleitperson mit im Patientenzimmer übernachten.

Weitere Informationen unter: www.palliativmedizin.med.uni-goettingen.de

Spendenkonto:
Universitätsmedizin Göttingen
IBAN: DE98 2605 0001 0000 0014 20
BIC: NOLADE21GOE
Stichwort: Palliativstation

 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Direktor der Klinik für Palliativmedizin
Prof. Dr. Friedemann Nauck
Telefon 0551 / 39-10501, friedemann.nauck@med.uni-goettingen.de

Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen
Schülervertretung (SV)
Lea Heidrich
lea.heidrich@hotmail.de



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