Presseinformationen

Presseinformation Nr. 086 vom 14. Juni 2016

Anästhesie gestern – heute – morgen. Prof. Kettler zum 80sten Geburtstag.

Symposium zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Dietrich Kettler, emeritierter Direktor der ehemaligen Abteilung Anaesthesiologie I und geschäftsführender Leiter des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (ZARI).


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Prof. Dr. Dietrich Kettler.
Foto: umg


(umg) „Anästhesie gestern – heute – morgen“ – unter diesem Thema feiert die Klinik für Anästhesiologie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den 80sten Geburtstag ihres ehemaligen Direktors und langjährigen geschäftsführenden Leiters des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (ZARI), Prof. Dr. Dietrich Kettler, mit einem wissenschaftlichen Symposium. Die Tagung findet statt am Samstag, dem 18. Juni 2016, von 09:30 bis 14:00 Uhr im Hörsaal 542, Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen.

80. Geburtstag von Professor Dr. Dietrich Kettler
„Anästhesie gestern – heute – morgen“
Symposium
Samstag, 18. Juni 2016, 09:30 bis 14:00 Uhr
Universitätsklinikum Göttingen, Hörsaal 542
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen

Die Veranstaltung ist mit vier Fortbildungspunkten der Ärztekammer Niedersachsen zertifiziert.

Prof. Dr. Dietrich Kettler hat als langjähriger Ordinarius und geschäftsführender Leiter des früheren Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der UMG nicht nur die Geschicke der medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Göttingen, sondern auch die Entwicklung des anästhesiologischen Fachgebietes in Deutschland über viele Jahre maßgeblich mit geprägt.

1936 in Waren-Müritz (Mecklenburg) geboren, studierte Dietrich Kettler Humanmedizin in Berlin. Nach Absolvierung der Medizinalassistentenzeit in Berlin, Stuttgart und Darmstadt sowie Promotion 1962 in Tübingen folgte die Facharztweiterbildung an der Universität Göttingen und an der Baylor University, Houston/Texas (USA). Von 1968 bis 1973 war Dietrich Kettler wissenschaftlicher Assistent am I. Physiologischen Institut unter Prof. Dr. Hans-Jürgen Brettschneider, wo er sich 1971 habilitierte. 1973 wurde Kettler in Göttingen zum Universitätsprofessor für Anästhesiologie berufen, von 1975 bis 2004 war er Ordinarius und geschäftsführender Leiter des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (ZARI). Von 1977 bis 1979 amtierte Dietrich Kettler als Dekan der Medizinischen Fakultät. Zweimal übte er die Funktion des Ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums Göttingen aus.

Prof. Dr. Dietrich Kettler war in einer Vielzahl internationaler Forschungsgesellschaften tätig. So war er unter anderem 1985/86 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), im Jahr 2001 Sprecher des Deutschen Rats für Erste Hilfe und Wiederbelebung, von 1998 bis 2002 Präsident der „Confederation of the European National Societies of Anaesthesiology" (CENSA2) sowie Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

Seine klinischen und wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte lagen auf Fragen zu den Auswirkungen der Anästhesie auf das Herz-Kreislaufsystem des Menschen, der Rettungsmedizin (Göttinger Pilotprojekt „Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Ersthelfer"), ethischen Aspekte in der Notfall- und Intensivmedizin sowie der Palliativmedizin. Seiner Initiative und seinem großen Engagement verdankt die Universitätsmedizin Göttingen die Existenz eines Lehrstuhls für Palliativmedizin und das Palliativzentrum. Mit seinem persönlichen Einsatz hatte Kettler zudem erreicht, dass 1980 ein Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht am Göttinger Universitätsklinikum stationiert wurde.

Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt Prof. Kettler zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Darunter sind der Karl-Thomas-Preis der DGAI (1972), der Deutsche Preis für präklinische Notfallmedizin (1992), die „James E. Eckehoff Annual Honorary Lecture" der Abteilung für Anaesthesiologie der University of Philadelphia, USA (2001), sowie die Ehrenmitgliedschaften der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (2003) und des „European Resuscitation Council" (2004).

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietrich Kettler haben an der Universitätsmedizin Göttingen zahlreiche Anästhesisten ihre Facharztausbildung absolviert. Viele von ihnen sind in leitende Positionen aufgestiegen, sind Oberärzte, Chefärzte oder sogar Lehrstuhlinhaber geworden.

2006 erhielt Prof. Kettler die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen für seine Verdienste um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region.

PROGRAMM
Vorsitz und Moderation
Prof. Dr. Michael Quintel, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen;
Prof. Dr. Jörg Rathgeber, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Albertinen-Krankenhaus, Hamburg
09:30 Uhr Einführung
Prof. Dr. Jörg Rathgeber, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Albertinen-Krankenhaus, Hamburg
09:40 Uhr Von der Physiologie zur Anästhesiologie
Prof. Dr. Andreas Weyland, Universitätsklinik für Anästhesiologie / Intensiv- / Notfallmedizin / Schmerzmedizin, Klinikum Oldenburg
10:10 Uhr „Ich habe Rücken“– von Göttingen bis Travemünde
Prof. Dr. Petra Saur, Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Sana-Klinikum Lübeck
10:40 Uhr PAUSE
11:00 Uhr Die Geschichte der Intensivmedizin im Spiegel eines Lebens
Prof. Dr. Michael Quintel, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen
11:30 Uhr Präklinische Notfallmedizin im Wandel der Zeit
Priv.-Doz. Dr. Markus Roessler, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen
12:00 Uhr PAUSE
13:00 Uhr Moral und Ethik als Ausdruck persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung
Prof. Dr. Michael Mohr, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Diako Bremen
13:30 Uhr Optimierungspotentiale in der perioperativen Medizin: Was können wir in der Zukunft besser machen?
Prof. Dr. Andreas Hoeft, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn
14:00 Uhr Abschließende Worte
Prof. Dr. Jörg Rathgeber, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Albertinen-Krankenhaus, Hamburg


WEITERE INFORMATIONEN
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