Presseinformationen

Presseinformation Nr. 044 vom 06. April 2016

Strafbare Suizidhilfe – Ein Problem für die Palliativversorgung?

Öffentliche Veranstaltung des Klinischen Ethikkomitees (KEK) in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverein Göttingen und dem Netzwerk Ambulante Ethikberatung Göttingen (NEG). Mittwoch, 13. April 2016, 18:15 bis 19:45 Uhr, Hörsaal MED 25, Von-Siebold-Str. 3


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Dr. Oliver Tolmein. Foto: privat


(umg) Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland künftig strafbar. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat der Deutsche Bundestag im November 2015 beschlossen. Das neue Gesetz soll verhindern, dass durch Angebote von Sterbehilfevereinen oder einzelnen Sterbehelfern in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, der assistierte Suizid sei eine normale Vorgehensweise am Lebensende.

Was genau ist unter einer geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung zu verstehen? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem neuen Gesetz für die Palliativversorgung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, dem 13. April 2016, von 18:15 bis 19:45 Uhr im Hörsaal MED 25 in der Von-Siebold-Straße 3. Dr. Oliver Tolmein, Fachanwalt für Medizinrecht aus Hamburg, stellt die aktuelle Rechtslage zur Suizidhilfe vor und diskutiert deren Auswirkung auf die Palliativmedizin. Veranstalter ist das Klinische Ethikkomitee der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverein Göttingen und dem Netzwerk Ambulante Ethikberatung Göttingen.

Öffentliche Veranstaltung
des Klinischen Ethikkomitees in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverein Göttingen und dem Netzwerk Ambulante Ethikberatung Göttingen
Strafbare Suizidhilfe – Ein Problem für die Palliativversorgung?
Dr. Oliver Tolmein, Fachanwalt für Medizinrecht, Hamburg
Mittwoch, 13. April 2016, 18:15 bis 19:45 Uhr
Hörsaal MED 25
Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen

In seinem Vortrag geht Dr. Tolimen insbesondere auf Fragen aus dem praktischen Alltag der palliativmedizinischen Versorgung ein: Stellt etwa das Bereitstellen einer Bedarfsmedikation für den palliativen Notfall eine strafbare Förderung der Selbsttötung dar, wenn sie vom Patienten zweckentfremdet für einen Suizid verwendet wurde? Wie ist die medizinische und pflegerische Versorgung eines Patienten zu bewerten, der beschlossen hat, durch bewussten Verzicht auf Essen und Trinken aus dem Leben zu scheiden?

Dr. Oliver Tolmein ist Rechtsanwalt in der von ihm in Hamburg mitbegründeten Kanzlei Menschen und Rechte. Er ist auf Medizin- und Behindertenrecht spezialisiert. Für das Feuilleton der FAZ sowie in seinem Biopolitikblog schreibt er regelmäßig zu medizin- und biopolitischen Fragen.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Geschäftsstelle des Klinischen Ethikkomitees (KEK)
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
Telefon 0551 / 39-9680
kek@med.uni-goettingen.de
www.kek.med.uni-goettingen.de



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