Presseinformationen

Presseinformation Nr. 014 vom 01. Februar 2016

Corpus Hippocraticum oder auf der Suche nach dem schiefen Zahn

Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Philipp Franz Meyer-Marcotty, neuer Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie der Universitätsmedizin Göttingen. Freitag, 5. Februar 2016, 14:00 Uhr, Hörsaal 552, Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40.


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Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty, neuer Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie der Universitätsmedizin Göttingen. Foto: Extra Tip / Wenzel


(umg) „Corpus Hippocraticum oder auf der Suche nach dem schiefen Zahn“ lautet der Titel der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty. Seit Januar 2015 ist er Inhaber der W3-Professur für Kieferorthopädie und leitet als neuer Direktor die Poliklinik für Kieferorthopädie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Seine Antrittsvorlesung ist öffentlich und findet statt am Freitag, dem 5. Februar 2016, um 14:00 Uhr im Hörsaal 552 des Universitätsklinikums Göttingen. Zur Begrüßung spricht Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen.

„Corpus Hippocraticum oder auf der Suche nach dem schiefen Zahn“
Öffentliche Antrittsvorlesung von
Universitätsprofessor Dr. Philipp Franz Meyer-Marcotty,
Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie der UMG
Freitag, 5. Februar 2016, 14:00 Uhr
Hörsaal 552, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Das Leistungsangebot der modernen Kieferorthopädie als ein Teilgebiet der Zahnheilkunde reicht von der Korrektur komplexer Zahnfehlstellungen bis hin zur interdisziplinären Therapie von Kiefer-/Kopf- und Gesichtsfehlbildungen. Bereits in der Antike finden sich Quellen zu Erkrankungen der Zähne oder Fehlbildungen der Kiefer, des Gesichtes und des Kopfes. Das „Corpus Hippocraticum“ umfasst eine Sammlung von mehr als 60 antiken medizinischen Texten. Die Dokumente zeigen, wie erstaunlich exakt schon im vierten Jahrhundert v. Chr. Erkrankungen und Pathomorphologien ohne medizintechnisches „Know-How“ beschrieben und erkannt worden sind.

In einer kleinen Zeitreise stellt Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty antike Erkenntnisse von Hippokrates bis Aristoteles zur Erkrankung der Zähne sowie zur Kiefer- und Gesichtsentwicklung bzw. -fehlentwicklung vor und aktuellem Wissen in der Zahnheilkunde gegenüber.

Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty, Jahrgang 1975, hat Zahnmedizin in München an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert. Die Weiterbildung zum Facharzt für Kieferorthopädie absolvierte er in München und in Würzburg. Bis zu seiner Berufung nach Göttingen war er seit 2005 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg tätig. Ab 2007 arbeitete er hier zunächst als Oberarzt, dann als Leiter der kieferorthopädischen Sektion eines interdisziplinären Zentrums für kraniofaziale Fehlbildungen, zuletzt als Leitender Oberarzt an der Poliklinik für Kieferorthopädie. 2010 wurde er mit einer Arbeit über „Computerbasierte 3D-Detektion von Asymmetrien der Gesichtsweite und deren Einfluss auf die visuelle Perzeption bei Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten“ habilitiert und erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Kieferor-thopädie.

Seit dem Dienstantritt von Prof. Dr. Meyer-Marcotty als Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie an der UMG reicht das Spektrum der Krankenversorgung von der Therapie von Säuglingen mit Kiefer-/Gesicht-/Kopffehlbildungen über die Korrektur von Zahnfehlstellungen im Jugendalter bis hin zur kieferorthopädischen Therapie erwachsener Patienten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der kieferorthopädischen Versorgung von Erwachsenen mit parodontal geschwächtem Gebiss sowie in der Therapie von ausgeprägten Kieferfehlstellungen. In der Forschung befasst sich der neue Direktor mit dem Einsatz moderner 3D-Bildgebung und Entwicklung von neuen kieferorthopädischen Behandlungsstrategien für Menschen jeglichen Alters.

Für seine bisherige Forschungsarbeiten wurde Prof. Dr. Meyer-Marcotty bereits mehrfach ausgezeichnet. Er ist unter anderem Preisträger der European Federation of Orthodontics und zertifiziertes Mitglied im German Board of Orthodontics. 2011 würdigte die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie seine Arbeit mit dem Arnold-Biber-Preis.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie
Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty
Telefon 0551 / 39-8616, philipp.meyer-marcotty@med.uni-goettingen.de
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen



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