Presseinformationen

Presseinformation Nr. 008 vom 20. Januar 2016

CNMPB Nobel Lecture 2016: „Grid Cells and the Cortical Map of Space“

Prof. Dr. Edvard I. Moser (Norwegen), Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 2014, spricht über die Entdeckung des Orientierungssinnes des Menschen. Öffentlicher Vortrag. Mittwoch, 27. Januar 2016, 17:00 Uhr, Aula am Wilhelmsplatz 1.


(cnmpb/umg) Nobelpreisträger Prof. Dr. Edvard I. Moser vom Kavli Institute für Systems Neurosciene der Norwegian University of Science and Technology, Trondheim, ist in diesem Jahr zu Gast bei CNMPB Nobel Lecture in Göttingen. In seinem Vortrag spricht Prof. Moser über eine Gruppe spezieller Nervenzellen im Gehirn, die für die Orientierung zuständig sind. Für die Entdeckung dieser Zellen wurde er im Jahr 2014 gemeinsam mit seiner Ehefrau May-Britt Moser und John O’Keefe vom University College, London, mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet. Die CNMPB Nobel Lecture 2016 findet statt am Mittwoch, dem 27. Januar 2016, um 17:00 Uhr in der Aula der Universität Göttingen am Wilhelmsplatz 1 und wird in englischer Sprache gehalten. Veranstalter ist das Exzellenzcluster und DFG-Forschungszentrum für Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB).

CNMPB Nobel Lecture 2016
„Grid Cells and the Cortical Map of Space“
Nobelpreisträger Prof. Dr. Edvard I. Moser, Kavli Institute for Systems Neurosci-ence, Norwegian University of Science and Technology, Trondheim, Norwegen
Mittwoch, 27. Januar 2016, 17:00 Uhr
Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen
Vortrag in englischer Sprache. Eintritt frei.

Woher wissen wir, wo wir sind? Wie können wir unseren Weg von einem Ort zu einem anderen finden? Und wie können wir diese Informationen so speichern, dass wir beim nächsten Mal den Weg mühelos wieder finden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Forschung von Edvard Moser und seiner Ehefrau May-Britt. Gemeinsam konnten sie das „innere GPS“ im Gehirn identifizieren. Sie konnten die Existenz spezieller Nervenzellen im Hippocampus nachweisen, die für die räumliche Orientierung zuständig sind. Ihre Arbeiten bauen auf den Erkenntnissen des Kollegen und Neurowissenschaftlers John O’Keefe aus London auf, mit dem sie sich den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2014 teilen. Die Erkenntnisse der drei Wissenschaftler liefern die Antwort auf eine alte philosophische und wissenschaftliche Frage: Was befähigt das Gehirn, eine Karte der Umgebung zu generieren, und was versetzt uns damit in die Lage in einer komplexen Umwelt zu navigieren?

Edvard Moser ist norwegischer Neurowissenschaftler mit deutscher Herkunft. An der Universität Oslo, an der er auch studierte, beschäftigte er sich während seiner Promotion unter Leitung von Dr. Per Andersen mit den Mechanismen der Erinnerungsbildung im Hippocampus. In den Jahren 1995 und 1996 untersuchte er im Rahmen seiner Postdoktoranden-Tätigkeit bei Richard Morris an der University Edinburgh die Langzeitpo-tentierung des hippocampalen Erinnerungsvermögens. Anschließend erlernte er im Labor von John O’Keefe die Tetroden-Ableitung im Hippocampus. Kurz darauf nahm er einen Ruf an die Norwegische Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim an und wurde dort 1998 berufen. 2002 wurde Moser zum Finanzdirektor des Zentrums für die Biologie des Erinnerungsvermögens ernannt, dem heutigen Kavli Institut, dessen Direktor er derzeit ist. Außerdem ist er Kodirektor des neueingerichteten Centre of Neuronal Computation, das ebenfalls an diesem Institut angesiedelt ist. 2014 erhielt er für seine Forschung gemeinsam mit seiner Ehefrau May-Britt und John O’Keefe vom University College in London den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Edvard I. Moser und seiner Forschung unter: http://www.ntnu.edu/employees/edvard.moser und: http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2014/edvard-moser-facts.html

WEITERE INFORMATIONEN
CNMPB - Exzellenzcluster und DFG-Forschungszentrum für
Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns
Dr. Heike Conrad
Telefon 0551 / 39-7065, Fax 0551 / 39-91246
heike.conrad@med.uni-goettingen.de
www.cnmpb.de



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