Presseinformationen

Presseinformation Nr. 007 vom 19. Januar 2016

Allergien am Arbeitsplatz und neue Therapien

19. Interdisziplinäre Allergologische Wintertagung. Samstag, 23. Januar 2016, 10:00 bis 15:00 Uhr, Großer Hörsaal, Von-Siebold-Str. 3.


(umg) Gibt es eine Allergie auf Kopieren und Drucken? Welche Rolle spielt die Seele bei Allergikern? Das sind einige Themen der 19. Allergologischen Wintertagung in Göttingen. Die Tagung gibt darüber hinaus Einblicke in neue allergenspezifische Therapien, genetische Aspekte bei Neurodermitis. Experten aus ganz Deutschland referieren. Die Veranstaltung findet statt am Samstag, dem 23. Januar 2016, von 10:00 bis 15:00 Uhr im großen Hörsaal in der Von-Siebold-Str. 3. Organisation und Leitung der Tagung liegen bei Prof. Dr. Thomas Fuchs, Leiter des Bereichs Allergo-logie in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie (Direktor: Prof. Dr. Michael Schön) der Universitätsmedizin Göttingen.

19. Interdisziplinäre Allergologische Wintertagung Göttingen
Allergien am Arbeitsplatz und neue Therapien
Samstag, 23. Januar 2016
10:00 bis 15:00 Uhr
Großer Hörsaal, Von-Siebold-Straße 3, 37075 Göttingen
Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Die interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung richtet sich besonders an Hautärzte, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Allgemein- und Arbeitsmediziner sowie Kinder- und Lungenfachärzte. Die Tagung findet statt in Kooperation mit dem Ärzteverband Deut-scher Allergologen (AeDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). Die Fortbildung ist von der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen mit fünf Punkten zertifiziert.

THEMEN IM ÜBERBLICK

Allergien am Arbeitsplatz: Weizenmehl, Roggenmehl oder Schimmelpilze sind einige der Stoffe, die in der Arbeitswelt zu allergischen Reaktionen führen. Die ersten Anzeichen sind oft unspezifisch. Die Allergie zeigt sich u.a. als Schnupfen, Bindehaut- oder Nasennebenhöhlenentzündung oder führt zu Kopfschmerzen. Betroffene hören schlechter oder schlafen wegen akuter Atemnot nicht mehr gut. Dauern die Beschwerden an, verschlechtert sich der Allgemeinzustand und es kann zu Arbeitsunfähigkeitstagen kommen. Es referiert Prof. Dr. Monika Raulf vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung an der Ruhr-Universität Bochum.

Allergisch auf Drucken und Kopieren? Priv.-Doz. Dr. Rudolf Jörres vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Ludwig Maximilians Universität München geht der Frage nach, ob es tatsächlich Allergien auf Drucken und Kopieren gibt. Was genau führt zu Schnupfen und Augenjucken am Kopierer? Allergische Reaktionen auf Tonerbestandteile sind sehr wahrscheinlich selten. Dr. Jörres erläutert, warum besonders an nicht-allergische Ursachen, wie eine unspezifische Reizung der Atemwege oder der Schleimhäute, gedacht werden sollte.

Allergenspezifische Immuntherapie – Aspekte zu Evidenz und Wirksamkeit: Prof. Dr. Randolf Brehler von der Klinik für Hauterkrankheiten, Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin des Universitätsklinikums Münster referiert über die Wirksamkeit der allergenspezifischen Immuntherapie (AIT). Neue Daten zeigen, dass diese Therapie sehr wirksam bei akuten allergischen Beschwerden hilft. Darüber hinaus verhindert sie neue Allergien oder Asthma.

Allergie und Psychosomatik – ein interdisziplinärer Ansatz? Prof. Dr. Uwe Gieler, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Gießen, spricht über Zusammenhänge von Psyche (Seele) und allergischen Krankheiten. Wie lässt sich beispielsweise erklären, dass manche Menschen mit einer Pferde-Allergie sogar auf Pferde im Fernsehen reagieren und niesen müssen? Die Psycho-Allergo-Immunologie sucht nach Antworten für solche Phänome. Handelt es sich um eine Immunreaktion? Was spielt sich im Kopf ab?

Toleranzinduktion: Aus der Sicht des Epigenetikers: Prof. Dr. Michael Kabesch, Kinderarzt am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, beschreibt genetische Aspekte bei der Entstehung und Behandlung allergischer Krankheiten. Er geht dabei auch auf neue Forschungsansätze im Zusammenhang mit der allergenspezifische Immuntherapie ein. Für wen ist diese Therapie geeignet? Welche Rolle spielen darüber hinaus Vererbung und Umwelteinflüsse bei der Entstehung von Allergien?

Barrieredefekte in der Ekzem-Pathogenese bei Maus und Mensch: Dr. Andrea Braun und Priv.-Doz. Dr. Timo Buhl, beide Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen, stellen ihre Untersuchungsergebnisse zu genetisch bestimmten Defekten der Hautbarriere vor. Bei etwa 30 Prozent der Patienten mit Neurodermitis liegt ein genetisch bedingter Hautbarriere-Defekt vor, die Haut kann ihre volle Schutzfunktion nicht ausüben.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Prof. Dr. Thomas Fuchs, Telefon 0551 / 39-6 64 10
fuchsth@med.uni-goettingen.de
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen



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