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Presseinformation Nr. 211 vom 05. Dezember 2015

Monika Knackstedt mit Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens ausgezeichnet

Anerkennung für Einsatzleiterin der Ökumenischen Krankenhaushilfe für Verdienste um das Gemeinwohl. Vorstand der UMG dankt für „ehrenamtliches Engagement“. Äußerst selten: Bereits zweite Bundesverdienstauszeichnung für Monika Knackstedt.


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Bundesverdienstkreuz am
Band für ihr herausragendes
Engagement: Monika Knackstedt
Leiterin der Ökumenischen Kranken-
haushilfe. Foto: umg


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(umg) Monika Knackstedt, Leiterin der Ökumenischen Krankenhaushilfe, hat das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Landrat Bernhard Reuter hat Monika Knackstedt heute am Samstag, dem 5. Dezember 2015, den Orden im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck in der Osthalle der Universitätsklinikums Göttingen überreicht.

Knackstedt erhält das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in Anerkennung ihrer Verdienste um das Gemeinwohl für Ihren ganz persönlichen Einsatz und stellvertretend für die Ökumenische Krankenhaushilfe. Bereits im Jahr 2002 wurde sie mit der Verleihung der Bundesverdienstmedaille geehrt. Monika Knackstedt ist seit rund 30 Jahren mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den so genannten „Grünen Damen“, auch am Universitätsklinikum Göttingen. an verantwortlicher Stelle als Einsatzleiterin tätig.

„Zum zweiten Mal mit einer Bundesverdienstehrung ausgezeichnet zu werden, ist nahezu singulär. Für unsere Gesellschaft ist ehrenamtliches Engagement unerlässlich“, würdigte Landrat Bernhard Reuter die Ordensträgerin. Reuter zitierte den preußischen Staatsmann Wilhelm von Humboldt: „‘Im Grunde sind es die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben‘“. Der Landrat weiter: „Sie sind die treibende Kraft, haben großes Organisationsgeschick und Hingabe an das Amt. Sie bieten das, was manchmal von einem hochtechnisierten medizinischen Apparat überlagert wird: Sie sehen den Menschen im Patienten. Es bedeutet etwas zu schenken, was heute selten geworden ist: Zeit. Sie haben eine besondere Begabung: Sie verbinden ein gutes Herz mit einem konzeptionellem Verstand. Es ist ein schönes Gefühl, Sie heute auszeichnen zu können!“

„WIR SIND KOLLEKTIV STOLZB AUF SIE!“
Für den Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gratulierte Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration, zu dieser Auszeichnung. „Als wir von der Auszeichnung für Frau Knackstedt erfahren haben, war uns sofort klar: Dies ist eine völlig passende Anerkennung. Sie haben diesen Orden verdient! Sie wirken segensstiftend für das Klinikum. Wir sind kollektiv stolz auf Sie“, sagte Dr. Freytag. „Ihnen persönlich und Ihren vielen ehrenamtlichen Grünen Damen und Grünen Herren sind wir äußerst dankbar. Moderne Hochleistungsmedizin ist in ihrem Kern immer zutiefste Menschlichkeit. Trotzdem kann das Antlitz der Hochleistungs-medizin kühl und abweisend wirken“, so Dr. Freytag weiter. „In der Intensivmedizin entsteht keine Schwarzwaldklinik-Atmosphäre – trotz großer Bemühungen. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen wie Sie gibt, die hier wirken. Ihre Leistung ist nicht hoch genug einzuschätzen. Selbstloses Engagement wird nie überflüssig. Das kann man nicht bezahlen.“

Norbert Erichsen, Geschäftsführer Pflegedienst an der UMG, sagt: „Wir haben Sie besonders schätzen gelernt. Sie haben ein großes Geschick bei der Führung und Motivation Ihrer Mitarbeiterinnen. Sie besitzen eine hohe Akzeptanz im Pflegedienst, bei den Ärzten und unter allen anderen therapeutischen Assistenzberufsgruppen.“

IMMER IM DIENST FÜR DIE PATIENTEN – „GRÜNE DAMEN“ GESUCHT!
Seit 1980 sind die „Grünen Damen“ auch im Universitätsklinikum Göttingen unterwegs. „Grüne Damen gibt es nie genug“, sagt Monika Knackstedt. Aktuell sind es 63 Frauen und zwei Männer, die regelmäßig drei bis vier Stunden in der Woche in das Universitätsklinikum Göttingen kommen. Der Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist jedoch wesentlich höher.

Die „Grünen Damen“ sind oft der erste Kontakt für Besucherinnen und Besucher sowie für Patientinnen und Patienten. Sie begleiten sie auf Stationen oder zu Untersuchungen, helfen ihnen bei den Mahlzeiten, übernehmen die Blumenpflege oder lesen ihnen vor. Die wichtigste Aufgabe besteht aber im Zuhören. Vor allem bei Patientinnen und Patienten, die keinen Besuch empfangen.

Seit fast 40 Jahren gibt es die „Grünen Damen“ bereits im Universitätsklinikum Göttingen. Sie nehmen den Patienten die erste Angst und sind zur Stelle, wenn Ärzte, Pfleger und Schwestern mal die Zeit fehlt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können aus verschiedenen Einsatzbereichen wählen: Kaffeedienst, Lotsendienst und Stationsdienst. Die „Grünen Damen“ helfen auch bei der Betreuung von Kindern von ambulanten Patientinnen und Patienten in der Kinderstube des Klinikums oder im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Universitätskinderklinik. Sie spielen oder singen mit den Kindern und verkürzen ihnen so die Wartezeit auf die Eltern.

„Wir brauchen immer tatkräftige Unterstützung und freuen uns über jedes neue Mitglied. Wichtig für unsere Arbeit ist vor allem die Freude am Kontakt mit Menschen. Dann kann man ganz viel von den Patienten zurückbekommen. Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden“, sagt Monika Knackstedt. Die „Grünen Damen“ sind unfall- und haftpflichtversichert, anfallende Fahrtkosten werden erstattet. Es finden regelmäßige Fortbildungen statt.

Interessentinnen und Interessenten an einer Arbeit als „Grüne Dame“ oder „Grüner Herr“ können sich bei Monika Knackstedt unter Telefon 05509/1574 oder Mobil 0174/6897934 oder per Email an MonikaKnackstedt@t-online.de melden.

zu Bild 2: Bundesverdienstkreuz für die Grünen Damen (v.l.:) Norbert Erichsen (Geschäftsführer Pflegedienst UMG), Landrat Bernhard Reuter (Landkreis Göttingen) Monika Knackstedt (Leiterin der Ökumenischen Krankenhaushilfe), Dr. Sebastian Freytag (Vorstand UMG). Foto: umg

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Ökumenische Krankenhaushilfe
Monika Knackstedt, Telefon 05509/1574 oder Mobil 0174/689 7934
MonikaKnackstedt@t-online.de



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