Presseinformationen

Presseinformation Nr. 198 vom 24. November 2015

Leben als Kostenfaktor. Abschlussveranstaltung der Filmreihe „Ethics‘ Anatomy“

Bioethische Filmreihe endet mit Filmvorführung und öffentlicher Experten-Diskussion zum Thema „Leben als Kostenfaktor“. Dienstag, 1. Dezember 2015, 18:00 Uhr, Kino Lumière.


(umg) „Leben als Kostenfaktor“ ist der Titel der zehnten Film- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der bioethischen Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Was bin ich wert?“ von Peter Scharf aus dem Jahr 2014. Die Diskussion nach dem Film widmet sich Fragen im Spannungsfeld zwischen Medizin und Markt. Die Expertinnen und Experten diskutieren vor dem Hintergrund ethischer und rechtlicher Überlegungen über den „Kostenfaktor Mensch“. Sie nehmen dabei besonders das deutsche Gesundheitssystem in den Blick. Hintergründe und Regulierungen von Bereichen wie Organhandel oder Schadenersatz sollen beleuchtet werden. Die Diskutanden geben Einblicke in die verschiedenen Möglichkeiten, Prozesse im Gesundheitssystem zu beurteilen und zu steuern. In der Diskussion mit dem Publikum geht es um die Frage, wo die Grenzen ökonomischer Kriterien liegen oder liegen sollen.

Teilnehmerinnen der Expertendiskussion:
Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der Universitätsmedizin Göttingen (UMG); Prof. Dr. Gunnar Duttge, Direktor der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht am Institut für Kriminalwissenschaften und Vorstandsmitglied des Zentrums für Medizinrecht sowie Mitglied der Sektion Ethik der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv und Notfallmedizin und des Arbeitskreises Ethik der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin; Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG und Mitglied des Deutschen Ethikrats.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, dem 1. Dezember 2015, um 18:00 Uhr, im Kino Lumière in der Geismar Landstraße 19. Die Filmreihe „Ethics‘ Anatomy“ ist eine Veranstaltung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG und wird von der UMG gefördert.

Bioethische Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“
des Instituts für Ethik und Medizin der UMG
Thema „Leben als Kostenfaktor“
Film „Was bin ich wert?“ und Expertendiskussion
Dienstag, 1. Dezember 2015, 18:00 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen

FILM UND HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Eine Fußverletzung zwingt den Filmemacher Peter Scharf zum Innehalten – und bringt ihn zum Nachdenken darüber, was seine Arbeit, was Gesundheit, was ein Leben wert ist. In seinem Dokumentarfilm „Was bin ich wert?“ verfolgt er verschiedene Modelle, den Wert menschlichen Lebens zu berechnen. Er begibt sich dafür auf eine Reise um die Welt. In Ländern wie der Ukraine, den USA oder Griechenland begegnet der Filmemacher Menschen, die als Betriebswirte, Juristen oder Mediziner mit der Frage befasst sind, wie sich der Wert von Gesundheit, Leben und dem menschlichen Körper in Zahlen ausdrücken lässt. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Buch von Jörn Klare. Er gibt Einblicke in ein höchst vielschichtiges Thema und berührt dabei so unterschiedliche Bereiche, wie Verteilungsregeln im Gesundheitswesen, Organhandel und Schadenersatz im Todesfall.

Die Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“ widmete sich in insgesamt zehn Vorstellungen von Januar bis Dezember 2015 unterschiedlichen Themen der Bioethik: Auf dem Programm standen Forschungsethik, Psychiatrie und Ethik, Demenz und Selbstbestimmung, Fehlerkultur in der Medizin, Demenz und Pflegetechnologie, Medizinische Visionen des Körperinneren, Intersexualität, Psychopharmaka und Selbstbestimmung sowie Psychiatrische Gutachten und Ethik. Bei jeder Veranstaltung wurde ein Spiel- oder Dokumentarfilm gezeigt. Das Programm reichte von Filmklassikern wie „Die phantastische Reise“ (1966) und „Coma“ (1978) über Spielfilme wie „Berlin ‘36“ (2009) und „Die Auslöschung“ (2013) bis zu ganz aktuellen Dokumentarfilmen wie „Mollath – und plötzlich bist du verrückt“ (2015). Die Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“ ist die Fortsetzung der Filmreihe „Komplexe Konflikte“, die im Wintersemester 2012/2013 veranstaltet und im Jahr 2013 mit dem Stiftungspreis der Universität Göttingen ausgezeichnet wurde.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.ethics-anatomy.uni-goettingen.de und www.facebook.com/ethicsanatomy

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Solveig Lena Hansen, M.A.
Telefon 0551 / 39-9316
shansen@gwdg.de



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