Presseinformationen

Presseinformation Nr. 189 vom 12. November 2015

Ohrensessel, Handpuppen, PC und Wickelraum: neuer Eltern-Kind-Bereich in UMG-Medizinbibliothek eröffnet

Universitätsmedizin Göttingen (UMG) eröffnet neuen, vielseitigen Eltern-Kind-Bereich in der Bereichsbibliothek Medizin. Weiterer Schritt für mehr Familienfreundlichkeit.


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Am neuen Leuchttisch:Hannes
(1,5 Jahre). Foto: umg


(umg) Eltern mit kleinen Kindern haben es jetzt beim täglichen Studium oder wissenschaftlichen Arbeiten leichter: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat in der Bereichsbibliothek Medizin der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) einen neuen Eltern-Kind-Bereich eröffnet. Die neuen Räumlichkeiten sind mit rund 80 Quadratmetern Fläche großzügig bemessen. Sie umfassen einen 50 Quadratmeter großen offenen Bereich, ein 23 Quadratmeter großes Arbeitszimmer sowie einen Still- und Wickelraum mit acht Quadratmetern Größe. Die neue Umgebung soll ein Ort für Eltern und Kinder sein, der zum Verweilen, Lesen, Ausruhen, Recherchieren, Spielen, Warten, Arbeiten, Telefonieren, Stillen, Wickeln und für Besprechungen mit anderen Personen genutzt werden kann. Eltern und Kinder können so nahe zusammen bleiben, eine gesonderte Betreuung durch Dritte ist nicht notwendig. Das Projekt entwickelt und vorangetrieben hat Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG, nachhaltig unterstützt von der Leiterin der Bereichsbibliothek Medizin der SUB, Dagmar Härter.

Der große offene Bereich ist ausgestattet mit Sofa, Hocker, Tisch und weiteren Spielmöglichkeiten für Kinder. Das Arbeitszimmer hat einen Arbeitsplatz mit Schreibtisch, PC, Telefon- und Internetanschluss sowie einem Besprechungstisch mit Konferenzstühlen, ein Sitz- und Ruheelement sowie einer Babyhängematte. Der Raum kann im Voraus reserviert werden. Er kann aber auch ohne Anmeldung genutzt werden. Zudem stehen im Still- und Wickelraum ein Ruhesessel, Flaschenwärmer und eine Wickelauflage bereit, er hat natürlich einen Wasseranschluss. Alle Steckdosen sind kindersicher und die Türen haben einen Klemmschutz.

Die kinderfreundliche Ausstattung ist üppig. So gibt es u.a. Handpuppen, rund 1.000 naturbelassene Bauklötze, Wandholzspiel, einen Leuchttisch mit Legematerial, Holz-puppenwagen, einen Ohrensessel für Kinder, einen CD-Player und Hörspiele für Kinder bis zehn Jahre sowie Kinderbücher für Kinder von null bis zwölf Jahre und zum Vorlesen. Zudem können in der Medizinbibliothek zwei mobile Spielekoffer ausgeliehen werden: ein Koffer für Kinder von drei bis fünf Jahren und ein Koffer für Kinder von sechs bis zehn Jahren.

Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten und Kinderspielflächen sagte Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG: „Der neue Eltern-Kind-Bereich in der Medizinbibliothek verbessert in einem nächsten, wichtigen Schritt das familienfreundliche Angebot an der UMG ganz gezielt. Der Eltern-Kind-Bereich kommt genau dorthin, wo er gebraucht wird, nämlich vor Ort, zentral in die Bibliothek. Das hier umgesetzte Konzept nutzt diesen zur Verfügung stehenden Bereich optimal.“ Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG, sagt: „Mich freut besonders, dass bei dem neuen Eltern-Kind-Bereich alle Beteiligten so kooperativ und zielführend zusammengearbeitet haben. Die Finanzierung haben die Studierenden wie die Forschenden und Lehrenden aus ihren Töpfen mitgetragen. Das Konzept konnte dadurch sinnvoll und in relativ kurzer Zeit umgesetzt werden. Bei der Konzeptentwicklung haben wir uns an den Bedürfnissen der Eltern und Kinder orientiert. Was mir am besten gefällt ist, dass man jetzt in der Bibliothek die Kinder und ihre Eltern sieht. D.h. hier wird Familie und Studium oder Beruf sichtbar. Das trägt zu einem Kulturwandel bei: Sie sind mit Kind willkommen, wir haben einen Ort für sie – mittendrin. Es ist Teilhabe.“ Die Leiterin der Bereichsbibliothek Medizin der SUB, Dagmar Härter, sagt: „So einen Eltern-Kind-Bereich habe ich noch in keiner Medizinbibliothek gesehen. Ich freue mich, dass wir junge Eltern dadurch noch besser unterstützen können.“

Die Kosten des Eltern-Kind-Bereichs liegen bei rund 120.000 Euro und teilen sich in die Umbaukosten (105.000 Euro) und die Ausstattung (15.000 Euro). Sie wurden finanziert aus Mitteln der Studienbeiträge und Mitteln für die Gleichstellung aus den Forschungstöpfen des IRTG (International Research Training Group) 1816, SFB (Sonderforschungsbereich) 1002, SFB TRR (Transregio) 43 und dem SFB 889.

Die Öffnungszeiten des Eltern-Kind-Bereiches sind: Montag bis Freitag von 08:00 – 24:00 Uhr und Samstag/Sonntag und an Feiertagen von 08:00 – 22:00 Uhr, die Nutzung der Räume und Materialien ist selbstverständlich kostenfrei.

Erst in der letzten Woche wurde die UMG mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgezeichnet. Mit der Eröffnung des neuen Eltern-Kind-Bereiches in der Medizinbibliothek erfolgt ein weiterer Schritt, um die Attraktivität der UMG als familienfreundlicher Arbeitgeber und Studienort weiter zu entwickeln.

zum Bild 1: Sorgen für Familienfreundlichkeit: Sara Klingebiel (Fachschaft Medizin), Anja Lipschik (Gleichstellungsbeauftragte UMG), Alina Stulle (Vizepräsidentin der Fachschaft Medizin), Dr. Sebastian Freytag (Vorstand UMG), Dagmar Härter (Leiterin Bereichsbibliothek Medizin der SUB). Foto: umg

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Anja Lipschik (Dipl. oec.), Gleichstellungsbeauftragte
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-9335; Mail: anja.lipschik@med.uni-goettingen.de

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB)
Dagmar Härter, Leiterin der Bereichsbibliothek Medizin
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-19527 oder 39-8395
dhaerter@sub.uni-goettingen.de



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