Presseinformationen

Presseinformation Nr. 186 vom 11. November 2015

Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt

Seminar für Patienten, Angehörige und Interessierte im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung am Mittwoch, 18. November 2015, im Universitätsklinikum Göttingen.


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(umg) Etwa sechs Millionen Deutsche leiden unter der koronaren Herzkrankheit (KHK), 2,5 Millionen Frauen und 3,5 Millionen Männer sind betroffen. Die KHK ist damit die häufigste Herzerkrankung in Deutschland. Mehr als 660.000 Menschen mussten im Jahr 2012 wegen einer KHK ein Krankenhaus aufsuchen.

Am Mittwoch, dem 18. November 2015, veranstaltet das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen das Herzseminar „Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“. Patienten, Angehörige und Interessierte sind eingeladen, sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie sowie über neue Behandlungsverfahren und ergänzende Präventionsmaßnahmen zu informieren. Im Anschluss an Experten-Vorträge können Interessierte den Referenten im direkten Gespräch Fragen stellen. Veranstaltungsort ist das Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, Hörsaal 552.

Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
Herzseminar im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung 2015
Mittwoch, 18. November 2015, 16:00 bis 18:45 Uhr
Hörsaal 552, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

PROGRAMM

Begrüßung der Gäste und Vorstellung der Referenten
Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie und Vorsitzender des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen
Infarkt erkennen und behandeln – Symptome und Vorgehen bei Herzbeschwerden
Priv.-Doz. Dr. Mark Hünlich, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Universitätsmedizin Göttingen
Operationsmöglichkeiten bei koronarer Herzkrankheit
Prof. Dr. Friedrich Schöndube, Direktor der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsmedizin Göttingen
Medikamentöse Therapie bei Herzinfarkt und Herzschwäche
Priv.-Doz. Dr. Tim Seidler, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Universitätsmedizin Göttingen
Wie viel Angst tut gut?
Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen
Sport nach Herzinfarkt
Dr. Jeanette Walle, Leitende Ärztin Kardiologie, Rehazentrum Junge
Zusammenfassung und Schlussworte
Prof. Dr. Gerd Hasenfuß

Die koronare Herzkrankheit entsteht, wenn sich die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen in den Gefäßwänden so verengen, dass die Durchblutung des Herzmuskels behindert wird. Bildet sich in den vorgeschädigten Herzkranzgefäßen ein Blutgerinnsel, kommt es zum Gefäßverschluss. Die Folge: ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt. Obwohl Alter, erbliche Belastung und Geschlecht eine Rolle spielen, ist die Hauptursache der koronaren Herzkrankheit der Lebensstil: falsche Ernährung, Übergewicht, Mangel an Bewegung, Rauchen und Stress. Dem Herzinfarkt geht oft jahrzehntelang die KHK voraus. Sie macht sich durch Brustschmerzen und/oder Atemnot bei körperlicher Belastung oder seelischer Erregung bemerkbar. Endet die Belastung, verschwinden die Schmerzen innerhalb weniger Minuten. So kann die KHK oft lange Zeit stabil bleiben. Dennoch ist eine frühzeitige Erkennung ausgesprochen wichtig, um die KHK bei Bedarf rechtzeitig behandeln zu können. Nimmt die Intensität oder Dauer der Schmerzen zu, sollten Betroffene sofort einen Internisten oder Kardiologen aufsuchen. Mit Hilfe eines Herzkatheters kann bei einem Herzinfarkt das verschlossene Herzkranzgefäß wiedereröffnet und das Blutgerinnsel entfernen werden. Liegt eine Verengung vor, weiten die Ärzte das Gefäß mit einem Ballonkatheter und implantieren einen Stent. Alternativ können die Verengungen mit Hilfe einer Bypass-Operation überbrückt werden.

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Herzzentrum Göttingen, Öffentlichkeitsarbeit
Johann-Jesko Lange, Telefon 0551 / 39-10198
johann-jesko.lange@med.uni-goettingen.de
www.herzzentrum-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


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