Presseinformationen

Presseinformation Nr. 178 vom 30. Oktober 2015

Ministerpräsident Stephan Weil beim UMG-Jahresempfang: „UMG ist absolutes Pfund für Südniedersachsen“

Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil hält Festrede vor rund 400 Gästen auf dem Jahresempfang der Universitätsmedizin Göttingen.


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Jahresempfang UMG: Prof. Dr. Heyo K. Kroemer (Sprecher des UMG-Vorstandes) begrüßt Ministerpräsident Stephan Weil zusammen mit Dr. Sebastian Freytag (Vorstand Wirtschaftsführung und Administration) und Dr. Martin Siess (Vorstand Krankenversorgung). umg


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Jahresempfang UMG: Ministerpräsident Stephan Weil lobt die UMG als „absolutes Pfund“. Foto: umg/pförtner


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Jahresempfang UMG: Festredner Ministerpräsident Stephan Weil. Foto: umg/pförtner


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Jahresempfang UMG: Prof. Dr. Heyo K. Kroemer (Sprecher des UMG-Vorstandes) begrüßt rund 400 Gäste. Foto: umg/pförtner


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Jahresempfang UMG (v. l.): Dr. Sebastian Freytag, Dr. Martin Siess, Ronald Schminke, Ministerpräsident Stephan Weil, Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Prof. Ulrike Beisiegel, Landrat Bernhard Reuter. Foto: umg/pförtner


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Jahresempfang an der Universitätsmedizin Göttingen: rund 400 Gäste besuchten die Feier. Foto: umg/pförtner


(umg) Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil besuchte erstmals die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am Donnerstag, dem 29. Oktober 2015. Anlass war der Jahresempfang der UMG. Der Ministerpräsident war Gastredner vor rund 400 hochrangigen Gästen aus Politik und Landesbehörden, Wissenschaftseinrichtungen und Universität, Gesundheitseinrichtungen, Wirtschaft, Kirchen, Ehrenamt aus der ganzen Region sowie aus Führungskräften der UMG. 

In seiner Festrede lobte der Ministerpräsident die UMG als „Tausendsassa“ und „absolutes Pfund für Südniedersachsen“. Weil betonte die herausragende Rolle der UMG in Wissenschaft und Lehre sowie als eine tragende Säule und „Supramaximalversorger“ in der Gesundheitsversorgung. „Die UMG ist unbestreitbar eine großartige Einrichtung“, so Weil. Der Ministerpräsident stellte klar, dass ihm die systematische Unterfinanzierung universitärer Medizin bewusst sei, ein Systemzuschlag sei geboten. Weil lobte die UMG dafür, dass sie sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen im Jahr 2104 „außerordentlich wacker“ geschlagen habe. Der Ministerpräsident sagte für die Neubauvorhaben der UMG seine Unterstützung zu. „Wenn alle Grundlagen geklärt sind, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder“, so Weil zu den laufenden Prüfungen der Planungen für den Neubau des Bettenhauses an der UMG durch die Landesregierung und den geplanten Baubeginn Ende des Jahres 2016.

UNIVERSITÄTSMEDIZIN AN GRENZEN

Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG, stellte sein Grußwort unter das Thema „Universitätsmedizin an Grenzen“. Der Vorstandssprecher hob dabei zunächst bei der Versorgung schwerstwiegender Erkrankungen von Patienten die Überschreitung von Grenzen hervor, die bis vor kurzem noch als unüberwindbar angesehen werden mussten. Dafür stünden das besondere Leistungsvermögen universitärer Medizin in Göttingen und die rasante Entwicklung in der modernen Medizin. Die interdisziplinäre und fachübergreifende Versorgung an der UMG lasse Grenzen überschreiten. Besonderes Merkmal sei hier die enge Verknüpfung von Forschung und Praxis in der Patientenversorgung. Kroemer sagte: „Diese Form von grenzüberschreitender Universitätsmedizin, die ihren Niederschlag sowohl in der Krankenversorgung, aber auch in Forschung und Lehre finden wird, ist aus meiner Sicht einer der prägenden Merkmale der nächsten Jahre und wird dazu führen, dass die hochgradige Spezialisierung zugunsten einer ganzheitlichen Betrachtung in den Hintergrund treten wird.“

Grenzen gesetzt werde der UMG, so Professor Kroemer, durch die veraltete Infrastruktur im Gebäudebestand: „Die Universitätsmedizin Göttingen ist die einzige Universitätsmedizin Deutschlands, in der seit nahezu 40 Jahren kein wirklicher klinischer Neubau mehr erstellt wurde.“ Hier sei der Neubau in den Stufen 1A (Neubau Bettenhaus) und 1B (Neubau Zentral-OP) unabdingbar für das existenzielle Überleben der UMG. Kroemer begrüßte die positiven Signale der niedersächsischen Landesregierung in dieser Richtung. Grenzen lägen aber auch in der Unterfinanzierung der Hochschulmedizin bundesweit. Kroemer stellte dabei heraus, dass die UMG das Jahr 2014 im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Universitätsmedizinen lediglich mit einem kleinen Fehlbetrag abgeschlossen habe.

In diesem Zusammenhang dankte UMG-Vorstandssprecher Professor Kroemer dem Ministerpräsidenten Stephan Weil dafür, dass er sich immer wieder für eine bessere Finanzierung universitärer Medizin durch den Bund und das Land eingesetzt hatte: „Wir haben sehr für einen Systemzuschlag für universitäre Medizin gekämpft. Extrem eingesetzt hat sich für dieses Problem der Ministerpräsident unseres Landes, der es geschafft hat, das Thema Vergütung universitärer Medizin auf der Ministerpräsidentenkonferenz einzubringen und dort entsprechend zu behandeln. Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie frühzeitig die besondere Problematik der Unimedizinfinanzierung erkannt und sich dieses Themas angenommen haben“, sagte Kroemer.

UMG-MITARBEITER SIND DER GRÖSSTE SCHATZ

Vorstandssprecher Prof. Kroemer dankte den 7.800 Beschäftigten der UMG für deren geleistete Arbeit: „Das Gesamtzahlenwerk ist eindrucksvoll und war nur dank des ganz enormen Einsatzes aller Mitarbeiter der Universitätsmedizin in der Krankenversorgung, der Forschung, der Lehre und in den Verwaltungsstrukturen möglich.“ Kroemer weiter: „Der größte Schatz, den diese Universitätsmedizin im Wettbewerb hat, sind die Mitarbeiter. Wir werden uns in Zukunft noch wesentlich mehr als bisher darum bemühen müssen, diese Mitarbeiter zu gewinnen und weiter zu qualifizieren.“

Noch vor dem Jahresempfang tauschte sich der Ministerpräsident mit dem Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) über die Situation der UMG, die finanziellen Rahmenbedingungen für universitäre Medizin im Allgemeinen und besonders für die Lage der UMG vor Ort aus.

ZAHLEN ZUR UMG

Mit rund 7.800 Beschäftigten ist die UMG der größte Arbeitgeber in Südniedersachsen. Im Jahr 2014 wurden in 1.458 Betten etwa 61.000 Patienten stationär versorgt, die Bettenauslastung lag bei zirka 85 Prozent. Zudem wurden in der UMG rund 180.000 Patienten ambulant behandelt. In der Forschung konnten 123 Professoren zirka 52 Millionen Euro an Drittmittelgeldern einwerben. Etwa 3.700 Studierende lernen an der UMG in der Human- und Zahnmedizin sowie in den Studiengängen Molekulare Medizin und Cardiovascular Science. Der Betriebsaufwendungen der UMG lagen im Jahr 2014 bei insgesamt etwa 566 Millionen Euro.

DIE REDE DES UMG-VORSTANDSSPRECHERS als PDF zum Runterladen

 
WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
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