Presseinformationen

Presseinformation Nr. 175 vom 28. Oktober 2015

Lifestyle und (Brust-)Krebs: Besteht ein Zusammenhang?

Patientinnen-Informationsveranstaltung des Brustzentrums, des Gynäkologischen Krebszentrums und des Zentrums Familiärer Brust-und Eierstockkrebs der Universitätsmedizin Göttingen. Mittwoch, 4. November 2015, 17:00 Uhr.


(umg) Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken über 75.000 Frauen bundesweit neu an diesem Tumor. Kann der persönliche Lebensstil – was wir essen, wieviel wir uns bewegen, unsere körperliche Fitness – das Risiko, an Krebs zu erkranken, beeinflussen? Haben Ernährung und körperliche Aktivität bei an Krebs erkrankten Frauen Einfluss auf das Rückfallrisiko und die Lebensdauer? Das Brustzentrum, das Gynäkologische Krebszentrum und das Zentrum Familiärer Brust-und Eierstockkrebs der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) laden ein zu einem Informationsabend für Interessierte und Patientinnen am Mittwoch, dem 4. November 2015, ab 17:00 Uhr im Hörsaal 01/02 des Universitätsklinikums Göttingen.

Lifestyle und (Brust-)Krebs: Besteht ein Zusammenhang?
Informationsveranstaltung für Patientinnen, Angehörige und Interessierte
Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum der UMG, Zentrum Familiärer Brust-und Eierstockkrebs
Mittwoch, 4. November 2015, 17:00 Uhr
Hörsaal 01/02, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Eine Reihe von Studien belegt die präventive, vor einigen Krebsarten schützende Bedeutung von regelmäßiger Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung, sie weisen auch ein geringeres Rückfallrisiko nach.

Prof. Dr. Günter Emons, Leiter des Brustzentrums der UMG, des Gynäkologischen Krebszentrums und des Zentrums für familiären Brust-und Eierstockkrebs, erläutert in seinem Vortrag die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema und diskutiert Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am Infostand geben Diätfachfrauen ihre Ernährungstipps. Zudem können die Besucher etwas Gesundes zum Essen probieren und unter Anleitung eines Lauftrainers beim Walking mitmachen.

Dr. Ulrike Engel, Institut für Humangenetik, und Berit Roekern, Oberärztin in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, stellen die Libre-Studie vor. An der bundesweiten Studie beteiligt sich auch das Zentrum Familiärer Brust und Eierstockkrebs der UMG: Mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe wird bundesweit in 15 Zentren untersucht, ob Frauen mit erblicher Vorbelastung für Brust- und Eierstockkrebs von einer Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung profitieren können.

HINTERGRUNDINFORMATION

Anlässlich des diesjährigen Brustkrebsmonats informiert die Deutsche Krebshilfe Frauen verstärkt über die vorbeugenden Effekte von Sport. Frauen, die sich täglich mindestens 30 Minuten moderat bewegen und dabei etwas ins Schwitzen kommen, haben ein um 20 bis 30 Prozent reduziertes Brustkrebsrisiko – vorausgesetzt, die körperliche Aktivität erfolgt regelmäßig und langfristig. Regelmäßige Bewegung aktiviert den Stoffwechsel. Dies stärkt das Immunsystem und unterstützt Vorgänge, durch die der Körper Schäden am Erbgut selbst reparieren kann. Darüber hinaus hemmen Bewegung und Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtern die Gewichtskontrolle. Dies ist bedeutsam, da Übergewicht das Entstehen von Brusttumoren begünstigt.

Experten schätzen, dass rund die Hälfte aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen ist. Dazu zählen Rauchen, eine unausgewogene Ernährung, ein hoher Alkoholkonsum, zu wenig Bewegung und zu viel UV-Strahlung. Menschen, die sich dagegen gern und viel bewegen, pflegen häufig einen gesünderen Lebensstil als „Bewegungsmuffel“. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Brustkrebsrisiko.

Weitere Informationen: www.krebshilfe.de

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität,
Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Dr. Günter Emons, Telefon 0551/39-66501
Direktor Klinik Gynäkologie und Geburtshilfe, Leiter Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen,
emons@med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


Übersicht