Presseinformationen

Presseinformation Nr. 152 vom 22. September 2015

Im Verbund gegen Herz-Kreislauferkrankungen: Grundstein für neues Forschungsgebäude in Göttingen gelegt

Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Standort Göttingen bekommt eigenes Forschungsgebäude. Universitätsmedizin Göttingen investiert rund 11 Millionen Euro in den Neubau.


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Das neue Forschungsgebäude DZHK, Standort Göttingen, an der Universitätsmedizin Göttingen. Visualisierung: Büro felies & heinrich, Dransfeld


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Grundstein gelegt für Forschungsgebäude DZHK, Standort Göttingen (v.l.): Prof. Thomas Eschenhagen, Prof. Heyo K. Kroemer , Prof. Gerd Hasenfuß, Dipl.-Ing. Annette Lüdecke. Foto: umg/Pförtner


(umg/dzhk) Der Vorstandssprecher des bundesweiten Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, und Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Sprecher des Standortes Göttingen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), haben am Dienstag, dem 22. September 2015, gemeinsam mit Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher der Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Mitglied des Vorstands des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), den Grundstein für ein neues Forschungsgebäude für den DZHK-Standort Göttingen auf dem Gelände der UMG gelegt.  

Im DZHK arbeiten die herausragenden Wissenschaftler Deutschlands fächer- und einrichtungsübergreifend an der Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wichtigstes Ziel ist die translationale Forschung: Resultate aus der Grundlagenforschung sollen möglichst schnell in die klinische Erprobung und zum Patienten gebracht werden. Der DZHK-Standort Göttingen ist einer von insgesamt sieben Standorten bundesweit und besteht seit 2011.

DAS FORSCHUNGSGEBÄUDE

In dem neuen Forschungsgebäude werden Forschergruppen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Standort Göttingen eng vernetzt mit anderen Forschern in Göttingen und bundesweit arbeiten. Das Gebäude hat zwei Geschosse und eine Hauptnutzfläche von 1.650 Quadratmetern. Auf rund der Hälfte dieser Fläche werden insgesamt 44 Labore untergebracht sein, dazu kommen 17 Büroräume und ein Konferenzraum. Das Raumprogramm für die Forschung umfasst neben biochemischen Laboren insbesondere Mikroskopier- und Optiklabore. Eine besondere Modulbauweise mit vorgefertigten Elementen verkürzt die Bauzeit. Voraussichtlich im August 2016 sollen die ersten Forscher in das Gebäude einziehen. Die Baukosten für das Gebäude in Höhe von rund 11,3 Millionen Euro trägt die Universitätsmedizin Göttingen.

OPTIMALE BEDINGUNGEN FÜR HERZ-FORSCHUNG

Das neue Forschungsgebäude verbessert die Bedingungen für die Herz-Kreislauf-Forschung am DZHK-Standort Göttingen und für dessen besondere Schwerpunkte im bundesweiten Forschungsverbund. Dazu gehört unter anderem die Forschungsarbeit mit höchstauflösenden Mikroskopen (STED-Mikroskopie). Die Fundamente des neuen Forschungsgebäudes müssen deshalb so konzipiert sein, dass keine störende Schwingungen auftreten können. Darüber hinaus bietet das neue Forschungsgebäude optimale Räumlichkeiten für die experimentelle Forschung und die theoretischen Arbeiten sowie für technischen Service und den Austausch der Wissenschaftler am Campus Göttingen.

Für das DZHK würdigt dessen Vorstandssprecher Prof. Dr. Thomas Eschenhagen den Neubau in Göttingen: „Der Neubau ist eine Auszeichnung für die hervorragenden Leistungen der Göttinger Herz-Kreislauf-Forschung. Er ist aber auch ein klares Bekenntnis der UMG zum DZHK und ein starkes Zeichen, dass Göttingen langfristig in der ersten Liga der Herz-Kreislauf-Forschung spielen will. Für das DZHK ist der Neubau Teil einer sehr erfreulichen Entwicklung von einem initial rein virtuellen Zentrum zu einer zunehmend fest in der Universitätsmedizin verankerten Institution.“

Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sagt: „Mit dem Standort des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), zudem mit dem Sonderforschungsbereich (SFB 1002) „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“, weist die Universitätsmedizin am Wissenschaftsstandort Göttingen und auch international eine herausragende Expertise in der translationalen Herz-Kreislauf-Forschung aus. Jetzt schaffen wir zusätzlich optimale räumliche Rahmenbedingungen für unsere Wissenschaftler. Damit ist der Grundstein gelegt für eine dynamische und nachhaltige Entwicklung in der Herzforschung in Göttingen.“

Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Mitglied des Vorstands des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), sagt: „Das neue Gebäude und die Strukturen des DZHK ermöglichen es uns, Forschungsergebnisse zur Herzschwäche schnellstmöglich unse-ren Patienten zugute kommen zu lassen.“

DEUTSCHES ZENTRUM FÜR HERZ-KREISLAUFFORSCHUNG (DZHK), STANDORT GÖTTINGEN

Im Standort Göttingen des bundesweit tätigen Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) arbeiten Forscher der Universitätsmedizin Göttingen, der Georg-August-Universität, der drei Max-Planck-Institute (Biophysikalische Chemie, Dynamik und Selbstorganisation, Experimentelle Medizin) und des Deutschen Primatenzentrums fächerübergreifend zusammen.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt des DZHK-Standorts Göttingen liegt auf der Herzschwäche (Herzinsuffizienz), insbesondere den Forschungsfeldern Pumpschwäche und Herzrhythmusstörungen. Durch innovative Bildgebungsverfahren werden neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten entwickelt. Schonende Herzstimulationsverfahren werden in die klinische Anwendung gebracht. Die Pumpschwäche bei Herzinsuffizienz soll durch Herzregeneration mittels künstlichem Herzgewebe (engl.: engineered myocardium) aus Stammzellen ausgeglichen werden.

Im Rahmen der kooperativen Programme des DZHK werden in Göttingen folgende Maßnahmen durchgeführt:

Der Standort Göttingen koordiniert große nationale und internationale klinische Studien mit dem Schwerpunkt diastolische Herzinsuffizienz. Sprecher des DZHK-Standorts Göttingen ist Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie der UMG. Stellvertretender Standortsprecher ist Prof. Dr. Eberhard Bodenschatz, Direktor der Abteilung Hydrodynamik, Strukturbildung und Biokomplexität, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen.

BILDUNTERSCHRIFT: Grundstein gelegt für Forschungsgebäude DZHK, Standort Göttingen (v.l.): Prof. Thomas Eschenhagen (Vorstandssprecher DZHK Berlin), Prof. Heyo K. Kroemer (Vorstandssprecher UMG), Prof. Gerd Hasenfuß (Vorstandsmitglied DZHK, Vorstandsvorsitzender Herzforschungszentrum Göttingen), Dipl.-Ing. Annette Lüdecke (Baumanagement UMG, Projektleitung DZHK-Neubau). Foto: umg/Pförtner

WEITERE INFORMATIONEN:
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