Presseinformationen

Presseinformation Nr. 142 vom 01. September 2015

Motorische Hirn-Computer-Schnittstellen

Öffentliches Diskussionsforum mit allgemeinverständlichen Expertenvorträgen. Freitag, 4. September 2015, 19:15 bis 21:00 Uhr, Paulinerkirche, Papendiek 14, 37073 Göttingen.


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Veranstaltung anlässlich der Eröffnung des Instituts für Neurorehabilitationssysteme der UMG.

(umg) Arme und Hände sind so gut wie nutzlos, wenn deren Ansteuerung nicht mehr richtig funktioniert. Ursachen für eine solche Situation können etwa ein Schlaganfall oder eine Querschnittslähmung sein. Die möglichen Folgen: eine ein-geschränkte Flexibilität und Selbstständigkeit bis zum Verlust des Arbeitsplatzes. So genannte Hirn-Computer-Schnittstellen sind zurzeit noch in der Entwicklung. Sie könnten Betroffene in die Lage versetzen, das eigene Gliedmaß wieder besser ansteuern zu können, oder ihnen die Kontrolle über eine Roboterhand ermöglichen.

Welche Möglichkeiten Hirn-Computer-Schnittstellen eröffnen, was bereits erreicht wurde, wonach Forscher streben und wo die Grenzen der Machbarkeit liegen – darüber informieren und diskutieren Forscher aus Wissenschaft, Medizin und Wirt-schaft in einem öffentlichen Diskussionsforum am Freitag, dem 4. September 2015, in der Paulinerkirche. Die Veranstaltung beginnt um 19:15 Uhr und wird in deutscher Sprache durchgeführt. Das Diskussionsforum findet anlässlich der Eröffnung des neuen Instituts für Neurorehabilitationssysteme an der UMG statt. Der Eintritt ist frei. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen. 

Öffentliches Diskussionsform anlässlich der Eröffnung des neuen Instituts für Neurorehabilitationssysteme der UMG
Motorische Hirn-Computer-Schnittstellen
Freitag, 4. September 2015, 19:15 bis 21:00 Uhr
Paulinerkirche
Papendiek 14, 37073 Göttingen
Eintritt frei.

Medienvertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

In anschaulichen, allgemeinverständlichen Kurzvorträgen erläutern Experten die Möglichkeiten von Hirn-Computer-Schnittstellen. Sie beleuchten das Thema von der biologisch/klinischen und von der neurotechnologischen Seite. Nach den Vor-trägen ist eine Diskussion vorgesehen. Die Experten laden ein zu einem offenen Gespräch.

PROGRAMM

Referenten und Diskussionsteilnehmer:
Prof. Dr. Alexander Gail, Deutsches Primatenzentrum GmbH, Arbeitsgruppe Sensomotorik
Prof. Dr. Jochem Rieger, Universität Oldenburg, Abteilung für Angewandte Neu-rokognitive Psychologie
Prof. Dr. Christoph Braun, Universitätsklinikum Tübingen, Magnetoenzephalo-graphie (MEG) Zentrum
Priv.-Doz. Dr. Bernhard Graimann, Ottobock Healthcare GmbH, Duderstadt

Gastgeber: Prof. Dr. Dario Farina, Institut für Neurorehabilitationssysteme, Uni-versitätsmedizin Göttingen

Moderation: Dr. Meike Schweisfurth, Institut für Neurorehabilitationssysteme, Universitätsmedizin Göttingen

Hirn-Computer-Schnittstellen
Hirn-Computer-Schnittstellen funktionieren etwa so: Über Messsensoren, die nicht-invasiv auf der Kopfhaut oder invasiv auf den Hirnhäuten oder im Gehirn ange-schlossen werden, können Signale des Gehirns aufgenommen werden. Diese Signale werden mit mathematischen Algorithmen übersetzt, sodass sie sich zur Steuerung von Robotergliedmaßen oder zur Verstärkung von eigenen Bewe-gungsversuchen verwenden lassen. Die meisten solcher spannenden und vielfälti-gen Ansätze sind noch in der Entwicklung, werden aber teilweise bereits in der klinischen Praxis am Patienten angewendet.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Neurorehabilitationssysteme
Dr. Meike Schweisfurth
Telefon 0551 / 39-20646
meike.schweisfurth@bccn.uni-goettingen.de
www.nre.bccn.uni-goettingen.de



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