Presseinformationen

Presseinformation Nr. 107 vom 22. Juni 2015

Der alte Mann und die Technik – Film und Diskussion

Bioethische Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“: Film und Experten-Diskussion mit Prof. Heidrun Mollenkopf, Gerontologin aus Heidelberg, und Dr. Mark Schweda, Medizinethiker aus Göttingen, zum Thema „Demenz und Pflegetechnologie“.


(umg) „Demenz und Pflegetechnologie“ ist das Thema der sechsten Film- und Diskussions-veranstaltung im Rahmen der bioethischen Filmreihe „Ethicsʼ Anatomy: Bioethik im Film“. In einer Podiumsdiskussion diskutieren Experten technologische Möglichkeiten zur pflegerischen Versorgung an Demenz erkrankter Menschen. Der sogenannte „Pflegenotstand“ und insbesondere die wachsende Zahl der altersbedingten Demenzerkrankungen macht eine Neuausrichtung von Pflegekonzepten nötig. Die Diskussion beleuchtet aktuelle technologische Möglichkeiten sowie fiktionale Zukunftsvisionen. Vor der Diskussion wird der Spielfilm „Robot & Frank“ aus dem Jahr 2012 gezeigt.

TEILNEHMER DER EXPERTENDISKUSSION

Dr. Mark Schweda, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen (UMG); Prof. Dr. Heidrun Mollenkopf, Gerontologin und Mitglied des Expertenrates der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) aus Heidelberg. Moderation: Lisa Frebel, M.A., Doktorandin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, UMG.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, dem 30. Juni 2015, um 18:00 Uhr, im Kino Lumière in der Geismar Landstraße 19. Die Filmreihe „Ethicsʼ Anatomy“ ist eine Veranstaltung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG und wird von der UMG gefördert.

Bioethische Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“
des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG
Thema „Demenz und Pflegetechnologie“
Film „Robot & Frank“ und Expertendiskussion
Dienstag, 30. Juni 2015, 18:00 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 6 Euro

FILM UND HINTERGRUNDINFORMATIONEN

In nicht allzu ferner Zukunft lebt der pensionierte Einbrecher Frank (Frank Lagella) allein, während sein erfolgreicher Sohn Hunter (James Marsden) versucht, sich aus der Ferne um ihn zu kümmern. Schließlich kauft Hunter seinem Vater einen Roboter als Pfleger (Stimme: Peter Sarsgaard). Frank bemerkt schnell, dass sich der Roboter ebenso gut als Einbruchsgehilfe eignet und nimmt seinen alten Beruf wieder auf. Bald stellt sich heraus, dass die ungemütliche Realität sowie Franks zunehmende Demenz über das hinausgehen, was ein Roboter für ihn leisten kann.

Unter dem Eindruck des demographischen Wandels, aber auch des so genannten „Pflegenotstands“, geht es in der Öffentlichkeit und der Politik verstärkt um die Frage, wie wir die pflegerische Versorgung alter Menschen in Zukunft angemessen gestalten können und sollen. Gerade die steigende Zahl von altersbedingten Demenzerkrankungen stelt eine Herausforderung dar, in deren Licht neue Pflegekonzepte entwickelt und diskutiert werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei technologischen Möglichkeiten zu, von technischen Assistenzsystemen über Überwachungsanlagen bis hin zum Einsatz von eigenständigen Pflegerobotern. In fiktionalen Zukunftsvisionen wie dem US-amerikanischen Spielfilm „Robot & Frank” werden mögliche Konsequenzen derartiger Entwicklungen in teils ernster, teils humoristischer Perspektive ausgelotet. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden Chancen und Risiken technisch assistierter Demenzversorgung aus medizinethischer und gerontologischer Sicht erörtert.

Die Filmreihe „Ethics’ Anatomy: Bioethik in Film“ widmet sich in insgesamt acht Vorstellungen im Laufe des Jahres 2015 unterschiedlichen Themen der Bioethik. Auf dem Programm stehen Themen wie Forschungsethik, Intersexualität, Selbstbestimmung am Lebensende, Psychiatrie oder Demenz. Bei jeder Veranstaltung wird ein Spiel- oder Dokumentarfilm gezeigt, im Anschluss daran diskutieren Experten aus der Bioethik und angrenzenden Bereichen. Die Veranstaltungen finden entweder im Universitätsklinikum Göttingen, im Kino Lumière oder im Seminarraum des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin statt. „Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film“ ist die Fortsetzung der Filmreihe „Komplexe Konflikte“, die im Wintersemester 2012/2013 veranstaltet und im Jahr 2013 mit dem Stiftungspreis der Universität Göttingen ausgezeichnet wurde.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.ethics-anatomy.uni-goettingen.de und www.facebook.com/ethicsanatomy

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Verena Klar, B.A., Telefon 0551 / 39 41 08, vklar@gwdg.de



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