Presseinformationen

Presseinformation Nr. 101 vom 12. Juni 2015

Phantastische Bilder des Körpers. Film mit Diskussion

Bioethische Filmreihe "Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film": Film und Experten-Diskussion zum Thema "Medizinische Visionen des Körperinneren". Mittwoch, 17. Juni 2015, 18:00 Uhr, Kino Lumière, Geismar Landstraße 19.


(umg) "Medizinische Visionen des Körperinneren" ist der Titel der fünften Film- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der bioethischen Filmreihe "Ethics‘ Anatomy: Bioethik im Film". Gezeigt wird der Science Fiction-Film "Die phantastische Reise" von Richard Fleischer mit Stephen Boyd und Raquel Welch aus dem Jahr 1966. Anschließend diskutieren Expertinnen in einer Podiumsdiskussion Konsequenzen der medialen Visualisierung des menschlichen Körpers sowie deren historische Entwicklung und ethischen Aspekte.

Teilnehmerinnen der Expertendiskussion
Dr. Katharina Beier, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Dr. Susanne Michl, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin Mainz. Moderiert wird die Veranstaltung von Katharina Lüttich, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie, Universität Göttingen.

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 17. Juni 2015, um 18:00 Uhr, im Kino Lumière in der Geismar Landstraße 19. Die Filmreihe "Ethics‘ Anatomy" ist eine Veranstaltung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG und wird von der UMG gefördert.

Bioethische Filmreihe "Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film"
des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG 
Thema "Medizinische Visionen des Körperinneren"
Film "Die phantastische Reise" mit Expertendiskussion
Mittwoch, 17. Juni 2015, 18:00 Uhr
Kino Lumière, Göttingen
Geismar Landstraße 19

FILM UND HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Als ein tschechischer Wissenschaftler zu Zeiten des Eisernen Vorhangs in den Westen übersiedelt, wird ein Attentat auf ihn verübt, in dessen Folge sich ein Blutgerinnsel in seinem Gehirn bildet. Um ihm das Blutgerinnsel von innen zu entfernen, werden ein Ärzteteam und ein spezielles U-Boot mittels einer neuartigen Technologie auf Mikrobengröße geschrumpft. Die Besatzung erlebt eine phantastische Reise durch die Blutbahnen des menschlichen Körpers.

In das Körperinnere zu blicken und den Organismus in seiner Komplexität zu erfahren, fasziniert uns heute nicht weniger als Menschen vergangener Zeiten. Zunächst war die anatomische Sektion die einzige Methode, um etwas über das Körperinnere zu erfahren. Ende des 19. Jahrhunderts kamen bildgebende Verfahren wie Röntgen, später Ultraschall oder die Magnetresonanztomographie (MRT) dazu. Diese Methoden eröffneten völlig neue Perspektiven in das Körperinnere und setzten damit auch neue Phantasien in Gang. Filme begegnen diesem Faszinosum mit ihren eigenen technischen und fiktionalen Möglichkeiten, wie etwa einer "phantastischen Reise" durch das Körperinnere.

Die Filmreihe "Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film" widmet sich in insgesamt acht Vorstellungen im Laufe des Jahres 2015 unterschiedlichen Themen der Bioethik. Auf dem Programm stehen Themen wie Forschungsethik, Intersexualität, Selbstbestimmung am Lebensende, Psychiatrie oder Demenz. Bei jeder Veranstaltung wird ein Spiel- oder Dokumentarfilm gezeigt, im Anschluss daran diskutieren Experten aus der Bioethik und angrenzenden Bereichen. Die Veranstaltungen finden entweder im Universitätsklinikum Göttingen, im Kino Lumière oder im Seminarraum des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin statt. "Ethics’ Anatomy: Bioethik im Film" ist die Fortsetzung der Filmreihe "Komplexe Konflikte", die im Wintersemester 2012/2013 veranstaltet und im Jahr 2013 mit dem Stiftungspreis der Universität Göttingen ausgezeichnet wurde.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.ethics-anatomy.uni-goettingen.de und www.facebook.com/ethicsanatomy

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Verena Klar, B.A.
Telefon 0551 / 39-4108, vklar@gwdg.de



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