Presseinformationen

Presseinformation Nr. 094 vom 02. Juni 2015

Soziologische Einsichten in den Alltag der Anti-Aging Medizin

Die Erlanger Soziologin Larissa Pfaller, M.A. beleuchtet die Rolle der Anti-Aging Medizin aus Sicht von deren Anwendern/innen. Öffentlicher Vortrag mit Diskussion, Mittwoch, 10. Juni 2015, 13:00 bis 14:30 Uhr, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin


(umg) Unter dem Label „Anti-Aging“ werden vielfältige Anwendungen und Produkte angeboten. Sie sollen die Anzeichen des Alters verdecken, kompensieren oder ihnen vorbeugen. Mit Gründung der American Academy of Anti-Aging Medicine in den frühen 1990er Jahren hat sich die Anti Aging-Medizin als eine eigenständige medizinische Disziplin etabliert. In ihrem Vortrag „Die Avantgarde der Biomedizin? Soziologische Einsichten in den Alltag der Anti-Aging Medizin“ wirft Larissa Pfaller vom Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen kritischen Blick auf deren Selbstinszenierung als fortschrittliche Disziplin. Mittels empirischer Daten aus narrativen Interviews und Fokusgruppendiskussionen analysiert Pfaller die tiefere Bedeutung der Anti-Aging Medizin für deren Anwender/innen. Als bewusste Praxis bietet Anti-Aging – so Pfallers Ergebnis – eine ideale Plattform, um eine moderne Wissens- und Wertorientierung zu präsentieren und sich sowohl als rationaler Akteur, als auch als selbst-sorgendes und eigenverantwortliches Subjekt zu inszenieren. Die Attraktivität von Anti-Aging erkläre sich somit vor allem durch diese Zuschreibungen und weniger durch seine nachweisbare medizinische Wirksamkeit.    

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, dem 10. Juni 2015, um 13:00 Uhr im Seminarraum des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin (Direktorin: Prof. Dr. Claudia Wiesemann) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Humboldtallee 36. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Institutscolloquium“ des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. Die Organisation liegt bei Dr. Katharina Beier.

Öffentlicher Vortrag der Veranstaltungsreihe „Institutscolloquium“
„Die Avantgarde der Biomedizin? Soziologische Einsichten in den Alltag der Anti-Aging Medizin“
Larissa Pfaller, M.A., Institut für Soziologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Mittwoch, 10. Juni 2015, 13:00 Uhr
Seminarraum, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen. EINTRITT FREI.

DIE REFERENTIN

Larissa Pfaller, M.A. studierte Soziologie, Psychologie und Neuere Deutsche Literatur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit Abschluss ihres Studiums war sie in mehreren Forschungsprojekten tätig, u.a. auch im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „Bio-medizinische Lebensplanung für das Altern“, in dessen Rahmen auch ihre kürzlich abgeschlossene Dissertation zur Anti-Aging Medizin entstand. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „'Ich möchte lieber nicht'. Das Unbehagen mit der Organspende und die Praxis der Kritik. Eine soziologische und ethische Analyse.“

WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Dr. Katharina Beier, Telefon 0551 / 39-4184
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
katharina.beier@medizin.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


Übersicht