Presseinformationen

Presseinformation Nr. 009 vom 22. Januar 2014

Stellungnahme UMG zur Forderung nach Schließung des Transplantationszentrums der Universitätsmedizin Göttingen


(umg) Der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen hat sofort nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten und Manipulationen im Lebertransplantationsprogramm Ende des Jahres 2011 personelle und strukturelle Konsequenzen gezogen, das Lebertransplantationsprogramm an der UMG wurde neu aufgestellt. Seit April 2012 steht das Lebertransplantationsprogramm unter einer neuen Leitung. Drei unabhängige, externe Gutachter haben die neuen Strukturen, Abläufe und Standards von Juni 2012 bis April 2013 umfassend und sorgfältig überprüft und festgestellt, dass das neu aufgelegte Lebertransplantationsprogramm alle Rahmenvorgaben und Richtlinien der Bundesärztekammer erfüllt.

Der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen ist erstaunt darüber, dass der Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbands des vdek in Hannover am Ende einer konsequenten Aufarbeitung der Vorkommnisse der Vergangenheit und erst über eineinhalb Jahre nach Start des personell neu besetzten und neu strukturierten Lebertransplantationsprogramms der UMG aktuell die Schließung eines erwiesenermaßen regelkonformen Transplantationsprogramms fordert.

Seit Gründung des Lebertransplantationsprogramms vor über 20 Jahren wurden an der UMG mehr als 430 Lebertransplantationen durchgeführt, dies entspricht rechnerisch im Durchschnitt etwa 22 Lebertransplantationen pro Jahr. Das Lebertransplantationsprogramm der UMG zählt damit zu den mittelgroßen LTX-Programmen in Deutschland. Die Universitätsmedizin Göttingen nimmt ihren Versorgungsauftrag für die Region Südniedersachsen und für die in den angrenzenden Bundesländern Nordhessen, NRW und Thüringen lebenden Patienten mit schweren Lebererkrankungen ernst. Diese regionale Versorgungsfunktion kann nicht von einem anderen Transplantationszentrum wahrgenommen werden.

Die UMG weiß um ihre besondere Verantwortung in der Aufarbeitung der Vorkommnisse unter der früheren Leitung ihres Lebertransplantationsprogramms und ist dieser Aufgabe daher von Beginn an mit voller Transparenz und Konsequenz nachgekommen.

Die aktuelle Forderung nach Schließung eines personell neu aufgestellten und erwiesenermaßen regelkonformen, versorgungsnotwendigen Lebertransplantationsprogrammes ist aus Sicht des Vorstandes der UMG und im Sinne der in der Region lebenden Patienten unverständlich.

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