Presseinformation
Presseinformation Nr. 005 vom 13. Januar 2012
Über Leben und Sterben
Fotoausstellung und Veranstaltungsreihe „LebensKunstSterben“ der Katholischen Klinikseelsorge und der Abteilung Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Drei Wochen dichtes Programm zu „Leben und Sterben“.

medizin." Prof. Dr. Friedemann
Nauck, Direktor der Abt. Palliativ-
medizin, UMG. Foto: umg

trauern": Dipl.-Theol. Annette
Stechmann, kath. Klinikseelsor-
gerin an der Universitätsmedizin.
Foto: umg
(kpg/umg) Wie geht es Menschen, die um ihre begrenzte Lebensdauer wissen? Diese Frage steht im Zentrum der außergewöhnlichen Fotoausstellung "Lebens-KunstSterben" aus Heidelberg, die die katholische Klinikseelsorge und das Palliativzentrum der Universitätsmedizin Göttingen in der Galerie Alte Feuerwache zeigt. Für drei Wochen, vom Mittwoch, 22. Februar 2012, bis Samstag, 10. März 2012, ist die Ausstellung zu sehen. Eröffnet wird sie am Mittwoch, dem 22. Februar 2012, um 19:30 Uhr in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4 in Göttingen. Die Heidelberger Fotografin Gülay Keskin wird anwesend sein.
Mit eindringlichen Fotos hat Gülay Keskin aus Heidelberg 16 Menschen unterschiedlichsten Alters auf Palliativstationen, im stationären Hospiz und im ambulanten Hospizbereich porträtiert. Das Wissen darum, dass sie bald sterben müssen, lässt sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: ihre Beziehungen, ihre Trauer, aber auch ihre Hoffnung – auf das, was sie sich für ihr verbleibendes Leben wünschen und wie sie sich das "Danach" vorstellen. Jeder Person sind zwei Porträts gewidmet: Ein Foto zeigt das "Jetzt" ohne jeglichen Voyeurismus, ein Foto visualisiert die Träume und Wünsche der jeweiligen Person.
VIELSEITIGES BEGLEITPROGRAMM
Begleitet wird die Ausstellung in der Zeit vom 22. Februar bis zum 10. März 2012 von einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm an verschiedenen Orten in Göttingen. Ziel der Reihe "LebenKunstSterben" ist es, Berührungsängste mit dem Thema "Leben und Sterben" altersübergreifend abzubauen.
"Diese Veranstaltungsreihe bietet ein innovatives Programm, das man nur selten in dieser Form finden wird. Es ist ein einmaliges Projekt der Palliativmedizin", sagt Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Abteilung Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. "Wir wollen mit den Veranstaltungen viel früher Kontakt zu den Menschen bekommen, wenn es um Sterben und Tod geht. Unser Ziel dabei ist die Sensibilisierung mit uns selber. Deshalb beginnen wir hier bei den Zielgruppen vom Kind bis zu den Menschen mittleren Alters", so Nauck.
"Wir müssen uns trauen zu trauern. Sterben und Tod gehören zum Leben", sagt die katholische Klinikseelsorgerin Annette Stechmann. "Es war verzaubernd, wie die Türen aufgegangen sind bei dem Thema und wie offen die Menschen für unser Anliegen waren. Trauern hat auch mit Lebenskraft zu tun. Das will diese wunderbare Fotoausstellung und das kraftvolle Begleitprogramm zeigen", so Stechmann.
Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschland, und seine Frau sprechen am Donnerstag, dem 23. Februar 2012 um 19:30 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz über den Tod ihrer jüngsten Tochter und dem familiären Umgang mit diesem Ereignis.
Die Figurentheatertage Göttingen zeigen am Dienstag, 21. Februar 2012, um 10:00 Uhr und um 15:30 Uhr im Theaterkino Lumiere das Stück "Adieu, Herr Muffin": eine Geschichte über den Tod, das Leben und eine unsterbliche Freundschaft für Kinder ab fünf Jahren.
Jugendliche der katholischen Kirchengemeinden Göttingens führen in Kooperation mit dem Jungen Theater Göttingen am Dienstag, 28. Februar 2012, um 10:00 Uhr und am Mittwoch, 29. Februar 2012, um 20:00 Uhr das Stück "Nellie Goodbye" auf.
Außerdem gibt es einen Workshop zum Thema Patientenverfügung, Vorträge zum Thema Palliativmedizin und Betäubungsmittelrecht, über Gottes- und Todesvorstellungen von Kindern sowie für verwaiste Eltern ebenso wie eine Podiumsdiskussion zum Thema Sterbehilfe. Eine Fastenpredigtreihe vom Samstag, 25. Februar 2012, bis zum Samstag, 10. März 2012, in der Citykirche St. Michael rundet die Veranstaltungsreihe ab.
An der Veranstaltungsreihe beteiligen sich neben der Klinikseelsorge und dem Palliativzentrum der Universitätsmedizin Göttingen unter anderem der Förderverein des Palliativzentrums der Universitätsmedizin Göttingen, die Figurentheatertage Göttingen, das Junge Theater, das Hospiz an der Lutter, der evangelische Kirchenkreis und das katholische Dekanat Göttingen.
Zur Veranstaltungsreihe ist ein umfangreiches Programmheft erschienen. Alle Termine auch im Internet: www.lebenskunststerben-goettingen.de
zum Foto 4: "Uneingeschränkte Unterstützung für dieses tolle Vorhaben" : Veronika Frels, Vorsitzende des Fördervereins für das Palliativzentrum der Universitätsmedizin Göttingen und Co-Sponsor der Veranstaltungsreihe. Foto: umg
WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abteilung Palliativmedizin
Prof. Dr. Friedemann Nauck, Telefon 0551 / 39-10501
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
friedemann.nauck@med.uni-goettingen.de
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Katholische Klinikseelsorge
Dipl.-Theol. Annette Stechmann Telefon 0551 / 39-19525
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
annette.stechmann@med.uni-goettingen.de
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