Presseinformation
Presseinformation Nr. 109 vom 20. Juni 2011
Lymphologie 2011: Neues zum Lymphgefäßsystem
35. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie und 14. Jahrestagung der Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen, 23. bis 25. Juni 2011 in Göttingen. Patientenforum am Donnerstag, 23. Juni 2011, 18 Uhr, Hotel Freizeit In.
(umg) Weltweit gibt es ungefähr 140 bis 250 Millionen Menschen, die an Lymphödemen leiden. Trotzdem werden Erkrankungen der Lymphgefäße und ihre Folgen oft unterschätzt. Wie entwickeln sich Lymphgefäße? Wie entstehen Krankheiten der Lymphgefäße? Welcher Zusammenhang besteht zum Metastasieren von Tumoren? Welche Behandlungsmethoden gibt es? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des ersten gemeinsamen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL) und der Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL).
Der Kongress findet in Göttingen von Donnerstag, dem 23. Juni, bis Samstag, dem 25. Juni 2011 statt. Über 30 Experten aus Deutschland, Spanien und den Niederlanden referieren zur Diagnostik von Lymphgefäßerkrankungen, Behandlungsansätzen und neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen. Kongresspräsidenten sind Prof. Dr. Jörg Wilting, Abteilung Anatomie und Zellbiologie (Direktor: Prof. Dr. Andreas Wodarz), und Dr. Gunther Felmerer, Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Klaus Michael Stürmer) der Universitätsmedizin Göttingen.
Lymphologie 2011
35. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie und 14. Jahrestagung der Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen
Donnerstag, 23. Juni 2011, bis Samstag, 25. Juni 2011
Hotel Freizeit In, Dransfelder Str. 3, 37079 Göttingen
Patientenforum "Moderne Therapie des Armlymphödems nach Achsellymph-
knotenentfernung und weitere Lympherkrankungen". Patienten fragen – Experten antworten.
Donnerstag, 23. Juni 2011, 18:00 Uhr
Hotel Freizeit In, Dransfelder Str. 3, 37079 Göttingen. DER EINTRITT IST FREI!
Die Veranstaltung ist von der Ärztekammer Niedersachsen mit 18 Fortbildungspunkten zertifiziert.
Den Auftakt der Jahrestagung am Donnerstag, dem 23. Juni 2011, bilden Refresherkurse und elf Workshops für Therapeuten und Ärzte sowie ein Patientenforum zum Thema: "Moderne Therapie des Armlymphödems nach Achsellymphknotenentfernung und weitere Lympherkrankungen“.
Die Hauptthemen des Kongresses sind die "Pathobiologie des Lymphgefäßsytems", das "Lymphogene Metastasieren" und der "Brustaufbau bei Lymphödemen". Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Anatomie, Unfallchirurgie, Radiologie, Dermatologie sowie Hämatologie und Onkologie diskutieren über aktuelle Therapien und neueste me-dizinische Erkenntnisse.
AUSGEWÄHLTE VORTRÄGE
Aktuelle Behandlung des Mammakarzinoms
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede achte bis zehnte Frau in den westlichen Industrieländern hat ein erhöhtes Risiko, in ihrem Leben an einem Mammakarzinom zu erkranken. Die Behandlungsverfahren sind beispielsweise die Strahlentherapie, Chemotherapie, Antikörpertherapie, antihormonelle Therapie oder auch die Operation. Als operatives Standardverfahren gilt die brusterhaltende Therapie. Wovon ist die Therapie abhängig und was gibt es für weitere Verfahren zur Behandlung von Brust-krebs? Darüber spricht Priv.-Doz. Dr. Thomas Hawighorst, Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsmedizin Göttingen.
Brustaufbau bei Lymphödem
Nach einer Brustamputation wünschen sich viele Patientinnen einen Brustaufbau. Haben diese jedoch ein Lymphödem, gibt es Ängste, dass sich das Lymphödem im Bereich des Armes und des Rumpfes nach der Operation verschlechtert. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Brustaufbau aber gut durchgeführt werden. Welche das sind, erklärt Dr. Gunther Felmerer, Bereichsleiter Plastische Chirurgie in der Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie der Universitätsmedizin Götingen.
Experimentelle anti-angiogene Therapie bei Lymphangiomatose / Gorham`s Disease
Lymphangiomatose, auch Gorham’s disease genannt, ist eine seltene Erkrankung des Lymphgefäßsystems. Sie zeigt sich durch unkontrolliertes Wachstum von Lymphgefäßen. Durch das starke Wachstum werden Teile der Knochen angegriffen und zerstört. Häufig sind auch Weichteile sowie Milz oder Nieren betroffen. Zur Behandlung gibt es jetzt neue Therapieansätze durch anti-angiogen wirksame Medikamente. Wie dies funktioniert, erläutert Prof. Dr. Jochen Rössler, Oberarzt in der Abteilung Hämatologie und Onkologie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Frei-burg.
Die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL) besteht seit 1976 als eingetragener Verein. Das Ziel ist die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Lymphologie, der Lymphangiologie und der Ödemkrankheiten.
Die Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL) ist eine wissenschaftliche Vereinigung mit dem Zweck, alle an den theoretischen und klinischen Fragen der Lymphologie und ihrer Grenzgebiete interessierten Ärzte und Wissenschaftler zu vereinen, weiterzubilden und das Fachgebiet der Lymphologie in Wissenschaft und Praxis weiter-zuentwickeln.
WEITERE INFORMATIONEN
Zum Kongress-Programm: http://www.lymphologie2011.uni-goettingen.de/index.php
oder bei den Kongresspräsidenten
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abt. Anatomie und Zellbiologie
Prof. Dr. Jörg Wilting, Telefon 0551 / 39-7050
Kreuzbergring 36, 37075 Göttingen
joerg.wilting@med.uni-goettingen.de
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abt. Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie
Dr. Gunther Felmerer, Telefon 0551 / 39-6150
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
gunther.felmerer@med.uni-goettingen.de
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