Presseinformation

Presseinformation Nr. 181 vom 08. Dezember 2010

Eine neue Klasse biomedizinischer Arzneimittel?

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor der Abteilung Pharmakologie der Universitätsmedizin Göttingen, am Freitag, dem 10. Dezember 2010, um 14:00 Uhr im Hörsaal 81.


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(umg) Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Biologisch hergestelltes Herzgewebe könnte bei Herzproblemen vieler Menschen helfen, indem es beschädigtes Gewebe ersetzt. In seiner Antrittsvorlesung spricht Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor der Abteilung Pharmakologie der Universitätsmedizin Göttingen, über die Herstellung so genannter "Zellulärer Kardiaka" als neue Klasse biomedizinischer Arzneimittel. Die Antrittsvorlesung findet statt am Freitag, dem 10. Dezember 2010, um 14:00 Uhr im Hörsaal 81 des Universitätsklinikums Göttingen. Zur Begrüßung spricht Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen.

"Zelluläre Kardiaka: Eine neue Klasse biomedizinischer Arzneimittel?"
Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann
Direktor der Abteilung Pharmakologie
Freitag, 10. Dezember 2010, 14:00 Uhr
Hörsaal 81, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

"Zelluläre Kardiaka" könnten in Zukunft zur Behandlung schwerer Herzerkrankungen beitragen. Dem Forschungsteam von Prof. Zimmermann ist es erstmalig gelungen, im Labor aus Stammzellen menschliches Herzgewebe herzustellen, das auch Kraft erzeugen kann. An einem experimentellen Herzinfarktmodell konnte das Wirkprinzip des neu entwickelten Herzgewebes bereits nachgewiesen werden. Kann diese Methode bald auch bei Herzerkrankungen des Menschen angewendet werden? Sind diese "zellulären Kardiaka" damit eine neue Klasse biomedizinischer Arzneimittel? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Antrittsvorlesung von Prof. Zimmermann.

"Die Herausforderung besteht nun darin, das aus den Stammzellen gezüchtete, Kraft generierende Herzgewebe auch für eine Anwendung am Patienten ‚verträglich‛ zu machen und damit eine neue Klasse biomedizinischer Arzneimittel als  zelluläre Kardiaka zu entwickeln. Dafür ist die Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Einrichtungen des Herzforschungszentrums der Universitätsmedizin Göttingen, den umliegenden Max-Planck-Instituten sowie dem Deutschen Primatenzentrum von großer Bedeutung", sagt Prof. Zimmermann.

Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann wurde am 9. Dezember 1970 in Hamburg geboren und hat in Hamburg, Kapstadt, Durham und Boston Humanmedizin studiert. Von 1998 bis 2001 hat Prof. Zimmermann an der Universität Hamburg Mikrobiologie studiert. Promoviert wurde er im Jahr 2000 am Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Klinische Pharmakologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 2003 wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an das Insti-tut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Dort wurde er dann im Jahr 2004 zum Juniorprofessor für Kardiales Tissue Engineering berufen. Im Jahr 2007 wurde er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf habilitiert und erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Pharmakologie und Toxikologie. In seiner Habilitationsschrift hat er sich mit der kardialen Regeneration des künstlichen Herzgewebes befasst. Im Oktober 2008 ist Prof. Zimmermann dem Ruf an die Universitätsmedizin Göttingen gefolgt und ist seitdem W3-Universitätsprofessor für Pharmakologie und Direktor der gleichnamigen Abteilung an der Universitätsmedizin Göttingen.

Prof. Zimmermann ist Vorsitzender der Kommission für Experimentelle Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Er ist unter anderem Preisträger des ‚Young Investi-gator Award‘ der International Society for Heart Research, des Albert-Fraenkel-Preises, des Dr. Martini-Preises und Hengstberger-Stipendiat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.


WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen , Georg-August-Universität
Abteilung Pharmakologie
Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Telefon 0551 / 39-5781
w.zimmermann@med.uni-goettingen.de



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